Mercedes baut den Elektro-GLB jetzt in Serie

Mercedes-Benz hat im ungarischen Werk Kecskemét die Serienproduktion des neuen vollelektrischen GLB gestartet. Das Werk in Zentralungarn soll bald die Produktion von bis zu 350.000 Autos pro Jahr ermöglichen.

Mercedes benz glb eq min
Bild: Mercedes-Benz

Das gab nicht das Unternehmen selbst, sondern Ungarns Außenminister Péter Szijjártó bekannt. Der Minister nahm nach eigenen Angaben an der Zeremonie zur Aufnahme der Produktion teil. Laut einem Bericht des Portals Hungary Today betonte Szijjártó im Anschluss, „dass dieser Schritt ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Entwicklungsstrategie des deutschen Unternehmens sei und als solide Grundlage für sein zukünftiges Produktportfolio diene“.

Nach dem CLA und dessen Shooting-Brake-Ableger hatten die Stuttgarter im Dezember den GLB mit EQ-Technologie als drittes Modell der neuen Einstiegs-Klasse in die Mercedes-Welt vorgestellt. Wie die beiden CLA-Derivate basiert auch der GLB auf der Mercedes Modular Architecture (MMA), die auf 800-Volt-Elektroautos ausgelegt ist – es sind aber auch 48-Volt-Hybride mit Benzinmotor möglich.

Bei den Antrieben entspricht der GLB EQ dem, was der in Rastatt gebaute CLA zum Start geboten hat: Das SUV gibt es in zwei Varianten, als GLB 250+ mit einem 200 kW starken Heckantrieb (mit Zwei-Gang-Getriebe) und als GLB 350 4MATIC mit einem 260 kW starken Allrad. In beiden Fällen stecke eine 85 kWh große Batterie mit NMC-Zellen im Unterboden, die bis zu 631 Kilometer Reichweite nach WLTP ermöglicht und dank 320 kW Peak-Ladeleistung in 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden kann. Später ist auch eine günstigere Basisversion mit einer 58-kWh-Batterie möglich, die allerdings auf LFP-Zellen setzt.

Die beiden Varianten mit dem großen Akku hat Mercedes mit 59.048 bzw. 62.178 Euro eingepreist. Im Falle des CLA ist der LFP-Akku rund 6.000 Euro günstiger. Alle weiteren Details zu dem Fahrzeug und bei welchen Modellen sich das Design anlehnt, können Sie in unserem Artikel zur Weltpremiere des GLB nachlesen.

Schon die erste Generation des GLB und dessen Elektroversion EQB hat Mercedes in Ungarn gebaut. Von der zweiten Generation mit deutlich attraktiverer Technik erhofft sich nicht nur der Autobauer steigende Absatzzahlen und große Erfolge, sondern auch Ungarns Außenminister. „Wir sind stolz darauf, dass sie dank der hier getätigten Investitionen bald bis zu 350.000 Autos pro Jahr produzieren können, was uns unserem strategischen Ziel, Ungarn in die Eliteliga zu bringen, wo wir eine Million Autos pro Jahr produzieren können, näherbringt“, so Szijjártó. „Heute können wir ohne Übertreibung sagen, dass Ungarn sich zu einem weltweit führenden Land im neuen Zeitalter der Elektroautoindustrie entwickelt hat. Ungarn ist zu einer der europäischen Hochburgen der Elektroautoindustrie geworden.“

hungarytoday.hu

6 Kommentare

zu „Mercedes baut den Elektro-GLB jetzt in Serie“
W. Sch.
20.01.2026 um 15:35
Durch die Fertigung in Ungarn müsste der Preis sich um die 45000€ bewegen und nicht bei 60000€ sein. So wird das nichts mit der Verkehrswende.
Kumpelanton
21.01.2026 um 10:33
Wir reden hier über die sinnlose G-Klasse, welche schon immer durch hohen Verbrauch und Gewicht auffiel. Durch die Größe aber als Statussymbol ganz brauchbar und deshalb kann man den nicht verramschen. Und dass man durch die Produktion in Ungarn die Marge noch steigert, ist doch auch ganz praktisch.
MarctheShark
21.01.2026 um 07:21
Aus meiner Sicht sollte der Preis bei etwa 50 k€ liegen, damit es für den Durchschnittsverbraucher attraktiv wird. Aber noch trauriger finde ich, dass in Deutschland die ganzen Arbeitsplätze abgebaut werden, die Zulieferer gleichfalls, und dann in ein Land mit einer EU-feindlichen Regierung und Politik verlagert wird. Die Menschen sind sicher fleißig und es freut mich für die, aber was bei uns passiert ist nicht zu verstehen. Vielleicht werden es die Konzerne dann merken, wenn die Deutschen kein Geld mehr haben und sich nur noch die chinesischen Modelle leisten können - wenn überhaupt.
Kumpelanton
21.01.2026 um 10:27
Wer ist denn der Durchschnittsverbraucher, der einem Mercedes oder ein Auto für 50000€ fährt? Mercedes war und ist was für Besserverdienende oder Dienstwagenfahrer und dann macht auch "Einstiegs-Klasse in die Mercedes-Welt" und 60000€ wirklich Sinn.
René
21.01.2026 um 11:06
Thilo Sarrazin sollte einen Nobelpreis bekommen für sein Buch "Deutschland schafft sich ab".
Philipp
21.01.2026 um 17:28
für das Geld gibts halt auch nen iX3 und vermutlich auch den neuen Volvo EX60. Die können beide mehr als 800km WLTP. das wird also tough für den Daimler ...

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