Hyundai baut Batteriemontage für den Ioniq 3 in der Türkei auf

Hyundai ergänzt die geplante Produktion des Ioniq 3 im türkischen Werk İzmit um eine eigene Batteriemontage. Die neue Anlage ist Teil eines 715 Millionen Euro schweren Investitionspakets und soll künftig Batteriepakete automatisiert montieren.

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Bild: Hyundai

Bereits im vergangenen Jahr hatte Hyundai bestätigt, das neue Elektro-Modell im türkischen Werk İzmit zu bauen. Die Serienproduktion des Ioniq 3 soll im August starten. Nun konkretisiert Hyundai Motor Türkiye auch die dazugehörige Investition in die Batteriemontage.

Diese ist Teil eines Gesamtpakets von 715 Millionen Euro, wobei lediglich 55 Millionen Euro auf die Batterieanlage entfallen. Sie entsteht derzeit auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern innerhalb des Werksgeländes. Zusammen mit Hyundai Mobis will Hyundai Motor Türkiye dort Batteriepakete automatisiert montieren. Die Anlage soll mit 27 Robotern arbeiten. Ganz ohne menschliche Arbeitskraft geht es aber nicht: In einer ersten Phase sollen zugleich mehr als 300 neue Arbeitsplätze entstehen.

Für den Ioniq 3 erwartet Hyundai in diesem Jahr eine Produktion von 27.000 Einheiten, im kommenden Jahr soll die Fertigung auf mehr als 40.000 Fahrzeuge steigen. Perspektivisch soll die Batteriemontage auch eine Grundlage für weitere elektrische und hybride Modelle schaffen. Genauer wird Hyundai aber nicht.

Klar ist, dass der Standort der Südkoreaner damit erstmals in die Produktion Batterie-elektrischer Pkw einsteigt. Zugleich wird Hyundai nach dem heimischen Hersteller Togg zum zweiten Hersteller reiner Elektroautos in der Türkei – und zum ersten ausländischen Hersteller in diesem Segment. Bislang laufen in İzmit unter anderem der i20 und der Bayon vom Band, also konventionell angetriebene Modelle. Insgesamt wurden dort nach Unternehmensangaben seit dem Produktionsstart 1997 rund 3,3 Millionen Fahrzeuge gebaut.

Für Hyundai ist der Ioniq 3 vor allem mit Blick auf Europa wichtig. Das Modell wurde für europäische Kunden entwickelt und basiert auf der E-GMP in 400-Volt-Auslegung. Wie berichtet, teilt sich der Ioniq 3 viele technische Eckdaten mit dem Kia EV2 (hier unser Fahrbericht), setzt aber auf eine aerodynamischere Karosserie. Hyundai selbst bezeichnet das Konzept als „Aero Hatch“. Dadurch kommt der Ioniq 3 trotz ähnlicher Technik auf höhere Reichweiten als das Schwestermodell von Kia.

Bei der Premiere im April nannte Hyundai zwei Batteriegrößen: 42,2 kWh für die Standard-Range-Variante und 61 kWh für die Long-Range-Version. Die WLTP-Reichweite liegt je nach Variante bei bis zu 334 beziehungsweise 496 Kilometern. Bei den Batterien setzt Hyundai auf zwei unterschiedliche Zellchemien und Lieferketten. Namentlich genannt werden die Lieferanten nicht. Hyundai teilt lediglich mit, dass die LFP-Batterien für Varianten mit kürzerer Reichweite vollständig aus China bezogen werden. Die NMC-Zellen sollen hingegen aus Ungarn kommen.

hyundai.com (auf Türkisch), dailysabah.com

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