TIWAG installiert 60 HPC-Ladepunkte an Mpreis-Filialen

Der Tiroler Landesenergieversorger TIWAG baut Schnelllader an Einkaufsläden des Tiroler Lebensmittelhändlers Mpreis auf. Geplant ist die Errichtung von 60 HPC-Ladepunkten an 15 Standorten bis Ende 2026. Für Mpreis ist es nicht die erste Kooperation dieser Art.

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Mpreis-Geschäftsführer David Mölk und TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner (rechts) vor einer der ersten HPC-Stationen in Fulpmes.
Bild: TIWAG/Berger

Die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG und der regionale Nahversorger Mpreis wollen immer mehr Österreichern das Laden während des täglichen Einkaufs ermöglichen. Dazu haben die Kooperationspartner bereits erste Schnellladesäulen errichtet. Bis Ende des Jahres sollen an insgesamt 15 Standorten von Mpreis je zwei Ladesäulen mit jeweils zwei Anschlüssen entstehen. So kommen das Duo auf die angegebenen 60 Ladepunkte.

Zum Einsatz kommen Stationen mit einer Ausgangsleistung von 150 kW, die laut Mpreis bei Bedarf auf bis zu 400 kW Leistung erweitert werden können. Auf einem mitgeschickten Pressefoto ist dabei ein Hypercharger von Alpitronic abgebildet. Es dürfte sich also um Hardware des norditalienischen Herstellers handeln. „Vorerst sind 15 Standorte fix eingeplant, doch bei steigender Nachfrage kann das Angebot flexibel auf weitere Filialen ausgedehnt werden“, betonen die Verantwortlichen.

Errichtet werden die Lader konkret von der TIWAG-Next Energy Solutions GmbH (TINEXT), einer Tochter von Landesenergieversorger TIWAG. „Mit diesen modernen Systemen erweitern wir unsere öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur in Tirol um sehr attraktive Standorte“, freut sich TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner über die Kooperation. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Ausbau von Schnellladeinfrastrukturen nicht nur entlang wichtiger Hauptverkehrsrouten, sondern auch an Orten des täglichen Lebens und der öffentlichen Nahversorgung.“ Die Lader werden ergo in das TIWAG-Ladenetz integriert. Landesweit betreibt der Versorger eigenen Angaben zufolge inzwischen knapp 900 Ladepunkte.

MPreis-Geschäftsführer David Mölk kommentiert: „Mit den neuen und hochmodernen Schnellladesystemen schaffen wir einen großen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden direkt am Parkplatz unserer Filialen. Somit verbinden wir das Einkaufserlebnis mit neuen E-Mobilitätslösungen.“ Die Kooperation zwischen TIWAG und MPreis besteht dabei schon länger, ist durch die neue Zusammenarbeit aber noch einmal vertieft worden.

Konkret gewann TIWAG im Zuge einer Ausschreibung von Mpreis mehrere Lose für die Installation der Schnelllader. Ebenfalls Auftragnehmer ist Mer Austria. Die österreichische Tochter des norwegischen Ladeanbieters Mer erhielt 2024 den Auftrag, bis Ende 2025 insgesamt rund 80 neue Ladepunkte an 39 Mpreis-Filialen zu errichten. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren bis zu 64 Mpreis-Filialen mit Schnellladestationen ausgestattet werden – und so ein Ladenetz für urbane wie ländliche Regionen in Westösterreich entstehen.

Mpreis bezeichnet sich grundsätzlich als Vorreiter im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So zählt die Familienfirma zu den größten Photovoltaikbetreibern Österreichs und war nach eigenen Angaben das erste Unternehmen Europas, das einen Passivhaus-Supermarkt gebaut hat. Auch setzt der Lebensmittelhändler auf grünen Wasserstoff.

mpreis.at

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