Berlin startet neue Übersichtskarte mit Ladestationen und Preisen

Die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) hat ein neues Tool vorgestellt, mit dem E-Auto-Fahrer sich auf einer digitalen Landkarte einen Überblick über Lademöglichkeiten und Preise verschaffen können.

E informationsplattform berlin
Bild: SenMVKU / GeoBasis-DE / BKG (2026) CC BY 4.0

Der neue Service nennt sich E-Informationsplattform Berlin und wendet sich an die Fahrer der etwa 100.000 E-Autos in Berlin. Auf der Website gibt es eine Karte zu sehen, die Ladepunkte im öffentlichen Raum Berlins, deren Verfügbarkeiten sowie die jeweils gültigen Ad-hoc-Ladepreise abbildet.

Dabei können Nutzer die Ladepunkte nach bislang fünf verschiedenen Kriterien filtern: Betreiber, Status (ob die Station funktioniert und wie die Auslastung ist), AC oder DC, Ad-hoc-Preis AC sowie Ad-hoc-Preis DC. Zudem ist ein Suche nach Stadtbezirken und konkreten Straßennamen möglich.

Aktuell sind bereits die drei größten Betreiber öffentlicher Ladestationen erfasst, und zwar die Berliner Stadtwerke, Qwello und Ubitricity. Laut SenMVKU sind damit bereits rund 80 Prozent der öffentlichen Lademöglichkeiten abgedeckt. Weitere Anbieter sollen im Laufe des Jahres dazukommen, wobei es in Berlin insgesamt 15 Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur gibt. Die so große Anzahl an Betreibern wird durch das besondere Berliner Modell mit dem Ansatz „Vielfalt statt Monopol“ ermöglicht. So wurde beispielsweise vor kurzem der erste Batterie-gepufferte Schnelllader von Jolt Energy im öffentlichen Straßenraum eingeweiht, und zwar vorm Spionagemuseum am Leipziger Platz.

Wichtig: Für die Karte wurden nur Ladestationen im öffentlichen Straßenraum erfasst, nicht aber die im halböffentlichen Raum, also z.B. auf Parkplätzen von Supermärkten, Baumärkten, Restaurants oder an Tankstellen. Entsprechend ist das Bild nicht ganz vollständig. Um das auf konkreten Zahlen herunter zu brechen: Die SenMVKU ging Ende September von rund 6.000 öffentlichen und halböffentlichen Lademöglichkeiten aus. Davon befinden sich 3.500 im öffentlichen Straßenraum. Und von denen wiederum wurden bislang 3.000 für die E-Informationsplattform Berlin erfasst.

Das Angebot soll kontinuierlich erweitert und aktualisiert werden, auch um Informationen zur Barrierefreiheit und zu Stellplatzgrößen. Interessant für Betreiber von Karten- und Lade-Apps: Die Hintergrunddaten für Berlin können auch von externen Kartendiensten eingebunden werden – inklusive der Ladepreise.

berlin.de

5 Kommentare

zu „Berlin startet neue Übersichtskarte mit Ladestationen und Preisen“
Chris
20.01.2026 um 21:13
Gute Entwicklung und Idee. Bitte mit allen Ladestationen, auch auf Parkplätzen, umsetzen.Und dann als nächstes: so eine Webseite für ganz Deutschland (besser die ganze EU) inkl. 100 % aller Ladestationen und offener API.
Peter
21.01.2026 um 07:52
Alles momentan genauso in Umsetzung. Nennt sich AFIR.
Kumpelanton
22.01.2026 um 18:10
Und bis 04/26 melden alle ihre Preise im minutentakt? Das glaube ich erst, wenn ich es sehe....
Maik
21.01.2026 um 06:42
https://hocsy.eu/de/gibts alles schon...
Kumpelanton
22.01.2026 um 18:01
Ganz nett, aber auf welcher Datenbasis läuft das und wie aktuell ist das? Bin gerade in NL und habe das mir Chargeprize und Anbieterdaten gegen gecheckt. Es fehlen sehr viele Säulen und im Schnitt werden die Preise 10ct zu günstig ausgewiesen. Da ist wohl noch Luft nach oben. Solange keine Pflicht zur Meldung der Preise an eine zentrale Stelle besteht und die Roaming-Preise vollkommen intransparent und unübersichtlich sind, kann man sich das sparen. Warum hat keiner aus dem Telefonchaos und den Tankstellenpreisen gelernt?

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