Autonome Shuttles: Holon verstärkt sein Führungsteam
Vor drei Jahren hat Holon auf der CES in Las Vegas sein CES erstes Fahrzeug enthüllt. Der von Pininfarina designte elektrische Holon Urban (damals noch Holon Mover genannt) ist auf bis zu 15 Fahrgäste ausgelegt. Das E-Shuttle verkehrt mit Technologie von Mobileye autonom auf Level 4 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und verfügt über eine Reichweite von ca. 290 Kilometern.
Seitdem ist viel passiert: So hat Holon im November 2025 vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Genehmigung für den Holon Urban erhalten. Mit dieser Zulassung darf Holon das Shuttle deutschlandweit im autonomen Fahrmodus mit Sicherheitsfahrer erproben, was zunächst im Rahmen des ALIKE-Projekts in Hamburg passiert.
Benteler und die Tochter Holon denken aber noch viel größer und wollen ab der zweiten Jahreshälfte 2027 den Holon Urban in einem neuen Werk in Florida bauen. Ein erster großer US-Kunde ist auch schon gefunden: Der Uber-Rivale Lyft will die E-Shuttles von Holon in seine App bringen. Außerdem hat die Benteler-Gruppe die Übernahme von Ioki angekündigt, einem Spezialisten für Plattform- und Routing-Technologie für On-Demand- und ÖPNV-Integration. Benteler erhofft sich Synergien mit den autonom fahrenden E-Shuttles von Holon.
All diese Themen wollen natürlich gemanagt werden – und die großen Ziele von Holon müssen in die Praxis umgesetzt werden. Daher erweitert Holon nun sein Führungsteam: Martin Lischka übernimmt die Verantwortung für die kundenzentrierte Ausrichtung und den gezielten Markenaufbau der globalen Vertriebsaktivitäten in den Kernmärkten Europa, den USA und den Golfstaaten, Jonas Seyfferth die strategische Ausrichtung von Holon. Damit will das Unternehmen gezielt zentrale Schlüsselbereiche stärken, um den internationalen Markteintritt in Europa, den USA und den Golfstaaten sowie das weitere Wachstum von Holon voranzutreiben.
„Autonome Mobilität kommt nicht über Technologie allein in den Markt“, erklärt Sven Herzig, CSO bei Holon. „Entscheidend sind konsequente Kundenorientierung und die Fähigkeit, eine integrierte Mobilitätslösung gemeinsam mit Partnern skalierbar umzusetzen. Genau diese Erfahrung und dieses Know-how bringen Martin Lischka und Jonas Seyfferth mit.“
Martin Lischka war zuletzt CEO der Arthur Holding, einem Anbieter emissionsfreier Mobilität aus München. Er sieht in der integrierten Lösung von Holon mit autonomem Fahrzeug, Software, Finanzierung und Services mitsamt dem Betrieb der Flotten ein „Alleinstellungsmerkmal für die Mobilitätsbedarfe im Markt“.
Jonas Seyfferth leitete zuletzt bei Strategy&, der Strategieberatung von PwC, Wachstums- und Transformationsprojekte für Unternehmen aus der Automobil- und Mobilitätsbranche. Er sagt: „Holon steht an einem entscheidenden Punkt. Es geht darum, aus klaren Zielen Realität zu machen, indem wir unsere Vision in fokussierte Handlungsfelder und konsequenten Fähigkeitsaufbau übersetzen. Im dynamischen Mobilitätsumfeld müssen Strategie, Organisation und Technologie eng ineinandergreifen.“





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