Daimler Buses liefert acht eCitaro G nach Regensburg
Die blau-weiß lackierten eCitaro G mit einer Länge von 18 Metern beherbergen jeweils sieben Batteriepakete der dritten Generation (NMC3) mit einer Kapazität von zusammen 688 kWh, was für „eine hohe Reichweite“ sorgen soll. Die neueste Generation NMC4 kommt also nicht zum Einsatz.
Aufgeladen werden die Elektrobusse an einem der beiden Ladeanschlüsse, von denen sich einer vorne links und der andere vorne rechts über dem jeweiligen Vorderrad befindet. Ein Ladevorgang von null auf 90 Prozent soll mit einer Leistung von 150 kW laut dem ÖPNV-Unternehmen etwa fünf Stunden dauern.
Damit die neuen E-Busse zuverlässig aufgeladen und betrieben werden können, wurde parallel die Ladeinfrastruktur ausgebaut. Der Bau der entsprechenden 3.500 Quadratmeter großen Busabstellhalle startete im Sommer 2024. Fertiggestellt wurde das neue Depot mit Ladepunkten für 53 Elektrobusse im vergangenen Jahr und zum Jahreswechsel in Betrieb genommen. „Die gemeinsam mit Siemens errichtete Technikinsel hat eine Kapazität von insgesamt 2,5 MW Strom“, so das Stadtwerk. Weitere Details zur Ladetechnik werden aber nicht genannt.
Im Laufe des Jahres sind in einem zweiten Bauabschnitt die Fertigstellung des Dachs, die Dachbegrünung und die Installation einer PV-Anlage vorgesehen. „Mit diesen Investitionen unterstreicht das Stadtwerk Regensburg seinen Anspruch, Innovation und Nachhaltigkeit im öffentlichen Nahverkehr voranzutreiben“, so Manfred Koller.
Für die Ladeinsel investierte das Stadtwerk.Mobilität fünf Millionen Euro. Die Regierung der Oberpfalz förderte das Projekt mit rund drei Millionen Euro. Damit fielen sowohl die Investitionssumme als auch die Förderung höher aus als ursprünglich geplant. Zunächst waren vier Millionen Euro Investitionen und rund 2,3 Millionen Euro Förderung vorgesehen. Für die acht Mercedes-Benz eCitaro G investierte das Stadtwerk zusätzlich 6,87 Millionen Euro. Die Beschaffung der Fahrzeuge wurde mit rund 2,1 Millionen Euro gefördert.
„Ohne Fördermittel wäre eine derartige Investition für uns schwer realisierbar“, so Stadtwerk-Geschäftsführer Manfred Koller. „Denn ein E-Gelenkbus kostet wesentlich mehr als doppelt so viel wie ein Bus mit herkömmlichem Antrieb. Wir danken der Regierung für die Unterstützung und die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Die acht neuen E-Gelenkbusse markieren jedoch nicht den Einstieg in die Elektromobilität. Bereits 2017 ging in Regensburg die erste rein elektrisch betriebene Buslinie Bayerns in Betrieb. Inzwischen sind 37 von insgesamt 124 Bussen elektrisch unterwegs, davon stammen 20 Fahrzeuge von Daimler Buses. In der zweiten Jahreshälfte sollen weitere 15 eCitaro G ausgeliefert werden, womit die Zahl dieses Modells in der Flotte auf 35 Exemplare steigt.
Aktuell besteht rund ein Drittel der Busflotte aus Elektrofahrzeugen. Mit den weiteren Auslieferungen wird dieser Anteil weiter wachsen. Langfristig verfolgt die Stadt ehrgeizigere Ziele. „Regensburg braucht einen möglichst emissionsfreien und attraktiven ÖPNV, um seine Klimaschutzziele zu erreichen“, betont Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Bis 2035 soll unser gesamter ÖPNV emissionsfrei sein.“
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