Flughafen Amsterdam-Schiphol baut neue E-Bus-Ladestationen

Kempower hat am Flughafen Amsterdam Schiphol drei neue Ladehubs mit insgesamt 28 DC-Ladepunkten für die wachsende Flotte von elektrischen Vorfeldbussen und anderen Bodenfahrzeugen installiert. Weitere Ladezentren sind in Planung.

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Bild: Kempower

Der Flughafen Schiphol ist einer der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte Europas und hat das Ziel, bis 2050 ein vollständig kreislauffähiger und „energiepositiver“ Flughafen zu werden. Dabei werden in der Branche üblicherweise nur ein Teil der Emissionen der Flugzeuge eingerechnet, die in Bodennähe entstehen. Die Bemühungen des Flughafenbetreibers selbst fokussieren sich auf die Gebäude und die eigene, bodengebundene Flotte an Vorfeld-Bussen und Bodenabfertigungsgeräten.

Schon seit 2018 ist die Flotte der elektrischen Vorfeld-Busse, die Crews und vor allem Passagiere vom Terminal zu den auf dem Vorfeld geparkten Flugzeugen bringen, auf über 200 E-Busse gewachsen – unter anderem mit Fahrzeugen von MAN. Da sich Schiphol zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 im gesamten Bodenbetrieb emissionsfrei zu arbeiten, wurde die Flotte im vergangenen Jahr um 58 weitere Fahrzeuge vergrößert.

28 neue Kempower-Ladepunkte in Schiphol

In diesem Zuge rüstet der Flughafen auch seine vorhandene Ladeinfrastruktur für diese Fahrzeuge auf und hat sich dabei für eine Lösung des finnischen Herstellers Kempower entschieden. Dabei handelt es sich um vier Control Units von Kempower, die zwölf doppelarmige Kempower-Ladesatelliten mit Strom versorgen. Diese Satelliten – also die eigentlichen Ladesäulen nahe am Fahrzeug – sind so ausgerüstet, dass insgesamt 28 DC-Ladepunkte bereitstehen. Die maximale Ladeleistung des Systems oder der einzelnen Ladepunkte wird in der Mitteilung nicht genannt.

Da die Ladestationen auf den CCS-Standard setzen, können dort alle Fahrzeuge geladen werden, die über eine CCS2-Ladebuchse verfügen und das Protokoll unterstützen. Das ist in Schiphol etwa bei den erwähnten Bussen und anderen Fahrzeugen zur Bodenabfertigung der Fall. Auf einem Pressefoto von Kempower ist aber auch ein Elektro-Bagger zu sehen, der mit einer der Ladesäulen verbunden ist.

Wie bei Kempower üblich verfügt das Gleichstrom-Ladesystem über eine dynamische Lastverteilung, welche die verfügbare Leistung automatisch an den Fahrzeugbedarf anpasst. „Dies gewährleistet eine hohe Leistungsverfügbarkeit und eine optimierte Netznutzung, was in einem Umfeld mitunter begrenzter Netzkapazität unerlässlich ist“, so die Finnen. „Das modulare Design von Kempower garantiert maximale Betriebszeit und ermöglicht eine einfache Erweiterung in der Zukunft.“

„Wir sind stolz darauf, den Flughafen Schiphol, einen internationalen Vorreiter in Sachen nachhaltiger Luftfahrt, bei diesem Projekt zu unterstützen“, sagt Han Dix, Country Manager Benelux bei Kempower. „Schiphol ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Flughäfen den Weg zur Elektrifizierung und zum klimaneutralen Betrieb konsequent beschreiten können. Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft fortzusetzen, während Schiphol seine Nachhaltigkeitsziele weiter vorantreibt.“ 

„Die Elektrifizierung unserer Bodenabfertigungsgeräte ist ein wichtiger Bestandteil unseres Ziels, bis 2050 ein energiepositiver Flughafen zu werden“, sagt Dennis de Cock, Technischer Experte für Elektrifizierung bei der Royal Schiphol Group. „Die Standardisierung unserer Ladeinfrastruktur mit zukunftssicheren Lösungen von Anbietern wie Kempower ermöglicht es uns, unsere Elektroflotte weiter auszubauen und gleichzeitig einen zuverlässigen und effizienten Betrieb zu gewährleisten.“ 

kempower.com

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