E.ON Drive bringt zwei neue Angebote für dynamisches Laden

Mit dem Feature Dynamic Charge und dem Ökostrom-Ladetarif B2B Dynamic stellt E.ON Drive zwei neue Lösungen für Unternehmen mit E-Autos vor, die die Ladekosten um bis zu 25 Prozent senken sollen.

Eon drive laden am arbeitsplatz ladestation
Bild: E.ON

Wie beide Produktbezeichnungen erahnen lassen, geht es um dynamisches Laden, also die Optimierung der Ladevorgänge auf Zeitfenster, in denen der Strom besonders günstig bezogen werden kann. Dabei gibt es ein erhebliches Einsparungspotenzial, denn der Strompreis schwankt im Tagesverlauf oft enorm: Er ist niedrig, wenn viel Strom im Netz verfügbar ist (z. B. durch Windkraft oder Solarenergie), während er hoch ist, wenn das Netz stark belastet ist.

Gerade bei Unternehmen, die die Firmen- und Dienstwagen bislang während der typischen Bürozeiten von etwa acht Stunden laden, gibt es ein hohes Einsparpotenzial: Die E-Autos müssen nicht sofort losladen, wenn sie angeschlossen werden – wichtig ist nur, dass die Batterie wieder voll ist, wenn der jeweilige Mitarbeiter losfahren will. Hier kommt das neue E.ON-Produkt Dynamic Charge ins Spiel: Es kann den Ladevorgang so planen, dass das Elektroauto dann Strom bekommt, wenn er am günstigsten ist – automatisch, ohne dass die Fahrer den Ladevorgang starten müssen. Und das nicht nur für ein einzelnes Auto, sondern für ganze Flotten.

Als Technologiepartner für Dynamic Charge ist der finnische Spezialist Virta an Bord, der ein cloudbasiertes Backend zur Verfügung stellt. Dieses ermöglicht u.a. die intelligente Steuerung von Ladevorgängen anhand von Aufenthaltsdauer, Energiebedarf und Standortdaten, die automatische Optimierung der Ladezeiten entsprechend der aktuellen Spotmarktpreise (Time-of-Use-Management) sowie eine bessere Auslastung der bestehenden Ladeinfrastruktur und Entlastung der Netze.

In Kombination mit E.ONs Ökostrom-Ladetarif B2B Dynamic, dessen Preis sich nach dem tagesaktuellen Börsenstrompreis richtet, können Kunden unmittelbar von niedrigen Spotmarktpreisen profitieren und so ihre Kosten für Ladestrom senken. Die Lösung Dynamic Charge lässt sich aber auch mit dynamischen Stromtarifen anderer Anbieter nutzen.

„Unsere Simulationen und Piloten zeigen: Mit smart gesteuertem, spotmarktbasiertem Laden lassen sich die Ladekosten von E-Flotten um bis zu 25 Prozent senken. Gleichzeitig sorgt das dynamische Lastmanagement für eine optimale Nutzung der vorhandenen Ladeinfrastruktur. Perspektivisch wird auch die Eigenstromproduktion durch Photovoltaik sowie Stromspeicher der Unternehmen intelligent in unseren Algorithmus einfließen. Damit lassen sich zeitlich verschiebbare Lasten wie Ladevorgänge noch genauer planen und das Sparpotenzial für Flottenbetreiber steigt weiter“, erklärt Christoph Ebert, Geschäftsführer von E.ON Drive Germany.

Eon drive dynamisches laden modellrechnung
Grafik: E.ON

In einer Beispielrechnung (siehe Grafik) zeigt E.ON Drive auf seiner Website, dass ein Unternehmen mit einem Fuhrpark von 200 Elektroautos jährlich 25.000 Euro bei den Ladekosten sparen kann, wenn es die Kombination aus dem Tool Dynamic Charge und dem Ökostrom-Ladetarif B2B Dynamic nutzt.

Alternativ zu dem Tool von Virta kann übrigens auch die Xenon-Plattform der E.ON-Tochter gridX genutzt werden, die zusätzlich die Anbindung lokaler Energieanlagen, wie Photovoltaik und Batteriespeicher, ermöglicht. Und: Dynamisches Laden kann nicht nur Kosten senken, sondern auch das öffentliche Stromnetz entlasten. Denn wenn zu viele Autos gleichzeitig laden wollen, während wenig Strom verfügbar ist, können Lastspitzen im Stromnetz entstehen. Durch intelligentes Laden wird das Netz hingegen gleichmäßiger belastet.

eon.de, virta.global

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