Skoda Epiq kommt in drei Varianten

Skoda hat erste technische Eckdaten zum vollelektrischen Epiq veröffentlicht, den die Marke noch im ersten Halbjahr 2026 präsentieren wird. Der Kompaktstromer wird von Skoda in drei Varianten angeboten – mit Leistungen von 85 bis 155 kW.

Skoda epiq erlkoenig
Bild: Skoda

Dabei kommen zwei verschiedene Versionen des neuen Elektromotors APP290 in drei Leistungsvarianten zum Einsatz, kombiniert mit zwei verschiedenen Traktionsbatterien. Die Variante Epiq 35 leistet 85 kW, der Epiq 40 kommt auf 99 kW. Beide sind mit einer LFP-Batterie mit einer Gesamtkapazität von 38,5 kWh ausgerüstet. Das Spitzenmodell Epiq 55 bietet 155 kW Leistung und einen 55-kWh-Akku mit NMC-Chemie. Alle drei Varianten des Skoda Epiq können bei Wechselstrom mit 11 kW aufgeladen werden, während Gleichstromladen je nach Variante mit bis zu 50, 90 und 133 kW möglich ist. Die Ladedauer mit den 50 kW nennt Skoda noch nicht, mit 90 kW kann der LFP-Akku in 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Der NMC-Akku schafft das in 23 Minuten.

Vom Epiq hatte die tschechische VW-Marke auf der IAA Mobility im September 2025 eine seriennahe Studie vorgestellt – als SUV-Pendant zum damals ebenfalls präsentierten VW ID. Cross. Den Anfang der Kleinwagen-Premieren im Konzern werden aber der Cupra Raval und VW ID. Polo machen.

Epiq 35Epiq 40Epiq 55
AntriebFWDFWDFWD
Leistung85 kW99 kW155 kW
Drehmoment267 Nm267 Nm290 Nm
Beschleunigung11,0 s9,8 s7,4 s
Höchstgeschwindigkeit150 km/h150 km/h160 km/h
WLTPReichweite315 km315 km430 km
Batteriekapazität (brutto/netto)38,5/37 kWh38,5/37 kWh55/52 kWh
Ladeleistung DC50 kW90 kW133 kW
Ladezeit DC 10-80%28 min23 min
Preis

Die jetzt von Skoda bestätigten Leistungsdaten kommen nicht überraschend: Schon Mitte Dezember hatte VW für den ID. Polo die Abstufungen von 85 und 99 kW Leistung mit der LFP-Batterie und die 155-kW-Version mit der großen Batterie bestätigt. Im ID. Polo gibt es mit dem GTI noch eine 166 kW starke Variante als Top-Modell, die für den Epiq jetzt zumindest noch nicht angekündigt wurde. Allerdings hat Skoda beim Elroq und Enyaq ebenfalls leistungsstarke Top-Modelle unter dem Label „RS“ im Angebot. Es ist also zumindest im Bereich des Möglichen, dass später noch ein Skoda Epiq RS mit 166 kW auf den Markt kommt. Nur bestätigt wird es derzeit noch nicht.

Die aktuelle Veröffentlichung von Skoda gibt aber einige weitere Einblicke in die Technik der kommenden E-Kleinwagen. Denn im Dezember hat VW bei den Batterien zum Beispiel nur die nutzbaren Netto-Energiegehalte erwähnt, also 37 kWh bei dem LFP-Akku und 52 kWh bei der NMC-Variante. Skoda nutzt aber die Brutto-Werte von 38,5 bzw. 55 kWh, die bisher nicht bekannt waren. Außerdem hatte VW bei dem LFP-Akku nur 90 kW Ladeleistung genannt, während Skoda für den Epiq 35 als Basismodell jetzt nur 50 kW angibt. Ob das auch beim ID. Polo der Fall ist, ist derzeit nicht bekannt. Auch bei der Peak-Ladeleistung der großen Batterie gibt es mit 130 kW (VW) und 133 kW (Skoda) leicht unterschiedliche Angaben. Klarer ist hingegen die Sache bei der Reichweite: Hier gibt Skoda jetzt 430 Kilometer mit dem großen Akku an, die beiden LFP-Modelle kommen 315 Kilometer weit.

Bei dem Motor handelt es sich in allen Fällen um die eigens für die Frontantriebs-Modelle entwickelte APP290, die gemäß der VW-Namensgebung 290 Nm Drehmoment bietet. Aber: Skoda gibt für die beiden Varianten 35 und 40 mit der kleinen Batterie nur 267 Nm Drehmoment an, es gibt also leichte Unterschiede. Zudem können beim Epiq die LFP-Varianten maximal 150 km/h schnell fahren, während der Epiq 55 auf die MEB-üblichen 160 km/h kommt. Das 85 kW starke Basismodell beschleunigt in 11,0 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, das stärkere LFP-Modell schafft es mit 9,8 Sekunden knapp unter die Zehn-Sekunden-Marke. Der Epiq 55 ist mit 7,4 Sekunden deutlich schneller auf Landstraßen-Tempo. Übrigens: Trotz der unterschiedlichen Batterietechnologien sind alle Epiq in etwa gleich schwer: Das LFP-Modell ist mit 1.542 Kilogramm Leergewicht (inkl. Fahrer) sogar zwei Kilo leichter als das NMC-Modell mit 1.544 Kilogramm.

Zudem bestätigt Skoda die finalen Maße des Serienmodells: Der Epiq ist 4,17 Meter lang und kommt auf die gleichen 2,60 Meter Radstand wie die anderen E-Kleinwagen auf Basis des MEB+. Zum Vergleich: Die Studie des VW ID. Cross ist mit 4,16 Metern minimal kürzer. Der Skoda ist zudem 1,80 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Der Kofferraum fasst 475 Liter, mit umgeklappten Rücksitz-Lehnen passen sogar 1.344 Liter in das Kleinwagen-SUV.

skoda-media.de

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10 Kommentare

zu „Skoda Epiq kommt in drei Varianten“
Emateur
09.02.2026 um 12:51
Den 35 und 40 kann man wegen der gerinigen Reichweite und Ladeleistung gleich in die Tonne kloppen. Diese Eigenschaften kriegt man sicherlich günstiger. Der 55 wird wohl für den Preis auch zu wenig bieten. Man muss wohl akzeptieren, dass es nicht möglich ist, ordentliche E-Kleinwagen bei der aktuelle Akku-Energiedichte zu erhalten.
dare100em
09.02.2026 um 15:07
Ein etwas eingeengter Kommentar.Für private Nutzer mag das weitgehend zutreffen, wobei auch hier reale 200 km als typischer Stadt-Kleinwagen jetzt nicht unnutzbar sind, vor allem nicht, wenn privat geladen werden kann.Diese Varianten sind aber für Lieferdienste, Pflegebetriebe etc. doch zu 100% passfähig. Die Tages-Fahrleistungen liegen deutlich darunter und laden in kontrollierter Umgebung Nachts ist absolut möglich.Für eine vollwert Nutzung als Erstwagen passen diese Fahrzeuge natürlich nicht, aber das hat ein up auch nie wirklich geboten.
Adrian
09.02.2026 um 14:47
Ich finde das 35er Modell sollte es gar nicht geben. Bestimmt gibt es da keinen technischen Unterschied zum 40er. Ich hoffe dir 35er Version verschwindet genau so wie damals die Basisvariante vom ID.3 die ebenfalls nur 50kW Ladeleistung hatte.
F. K. Fast
09.02.2026 um 15:44
Eine Ladeleistung von max. 50kW war schon vor 6 Jahren zu Zeiten eines Ioniq Facelift ein Rückschritt gegenüber dem Ioniq Vorfacelift. Dieser war aber immerhin sparsamer als so eine Schrankwand. Ich hoffe, das ist nur ein Kommunikationsfehler.
Peter
09.02.2026 um 16:40
Klar: Kleinwagen werden nicht häufig auf Langstrecke gebracht. Insofern sind Akkugrößen und Ladeleistung eigentlich zu verkraften. Das "eigentlich" ist jedoch groß: Urbane/Suburbane Käuferschichten mit mittlerem/geringen Einkommen sind eine wichtige Zielgruppe dieser Autos. Die leben allerdings häufig in Mehrfamilienhäusern zur Miete. Wenn es da überhaupt private Stellplätze gibt, dann auf absehbare Zeit nur sehr wenige mit Lademöglichkeit. Wenn ich jetzt aber jeden Tag mit so einem kleinen Akku unterwegs bin, muss ich den trotz kurzer Strecken häufig aufladen. Und das ist leider momentan preislich nicht attraktiv, DC-Laden dauert eher lange und öffentliche Ladesäulen sind leider häufig alles andere als einfach zu bedienen oder zuverlässig (gerade im AC-Bereich). Da sind solch kleine Akkus dann doch wieder nur für Menschen mit privater Lademöglichkeit oder starker Überzeugung interessant. Ob das reicht für den Massenmarkt, den die "Kleinen" brauchen?
KurtDerRennfahrer
10.02.2026 um 16:04
Ja, an der Einschätzung ist was dran. Aber einiges passt auch nicht: Für die Kosten spielt es keine Rolle, wie oft ich laden muss. Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit von AC-Ladepunkten kann ich als Problem auch nicht nachvollziehen. Eher noch, dass - wie bei MEB leider üblich - kein 22 kW AC-Laden verfügbar ist. Nach meiner Erfahrung ist das für das öffentliche Laden ein relevantes Manko.
Christian
09.02.2026 um 22:34
Interessante Sichtweise an der echt was dran ist.
Georg
09.02.2026 um 18:25
Erst wird gejammert, dass es nicht genug elektrische Kleinwagen gibt. Wenn sie dann kommen, sollen sie nicht gut genug sein. Ja was denn nun? Ich glaube, MEB+ wird sich gut verkaufen!
Stephan K.
10.02.2026 um 09:54
Ich freue mich echt auf dieses Auto, weil mir das Außendesign sehr gefällt - da nehme ich auch das m.E. viel zu große Display innen in Kauf. Die angebotenen Batteriegrößen verstehe ich aber nicht ganz. Die 37-kWh-Version ist doch nur sinnvoll für Pflegedienste/Flotten, die nachts dann wieder laden. Privatleuten kann man von dieser Variante nur abraten. Und sie wird vermutlich auch benötigt, um die 25.000 Euro nicht zu überschreiten. Meine Idealvorstellung wäre ein 45-kWh-LFP-Akku mit 100-kW-Ladeleistung, effizientem Motor und attraktivem Preis. Ich bin echt gespannt, wie der Epiq55 eingepreist wird ... man will sich ja am Kamiq orientieren ... wobei das vermutlich wieder nur für die 37-kWh-Sparversion gelten wird.
KurtDerRennfahrer
10.02.2026 um 16:12
Verstehe nicht, warum hier so gegen die kleinste Version 35 geschossen wird. Wenn die preislich attraktiv ist, dann ist das doch eine sinnvolle Abrundung nach unten. Für viele private Nutzer als Zweitfahrzeug völlig ausreichend oder auch als Erstfahrzeug, wenn ganz überwiegend urban und mit überschaubaren Distanzen gefahren wird. Für Pflegedienste, Lieferdienste etc. ebenfalls, sofern die Lademöglichkeiten idlw. im Betrieb gegeben ist.

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