Ionity senkt Ad-hoc-Preise in Deutschland

Das Schnelllade-Joint-Venture Ionity hat die Ladepreise in seinen beiden Ad-hoc-Tarifen gesenkt. Das spontane Laden mit oder ohne Registrierung wird um einige Cent je Kilowattstunde günstiger – bleibt aber teurer als die Abo-Tarife.

Ionity ladestation berge winter
Bild: Ionity

Ionity bietet in Deutschland seit März 2025 zwei Ad-hoc-Tarife an. Im Tarif Ionity Direct, dem klassischen Ad-hoc-Laden ohne Registrierung, sinkt der Preis von 0,75 €/kWh auf 0,69 €/kWh. Der Tarif Ionity Go, der ohne weitere Kosten, aber mit einer Registrierung über die App des Anbieters verfügbar ist, ist künftig mit 0,66 €/kWh statt der 0,70 €/kWh eingepreist.

Im Direct-Tarif wird die Kilowattstunde um sechs Cent oder acht Prozent günstiger, bei Ionity Go sinkt der Preis um vier Cent oder 5,8 Prozent zum bisherigen Preisniveau. Oder anders ausgedrückt: Die Ad-hoc-Preise sind quasi wieder dort, wo sie bis zum vergangenen Mai schon einmal waren. Denn bis dahin lagen die Preise bei 0,69 bzw. 0,65 €/kWh, wurden dann aber auf die bis jetzt gültigen 0,75 und 0,70 €/kWh angehoben.

Die Preise für die beiden Abo-Modelle Ionity Motion und Ionity Power werden nicht angepasst. Hier bleibt es also bei 5,99 Euro pro Monat für 0,49 €/kWh (Motion) bzw. 11,99 Euro pro Monat, um die laufenden Kosten auf 0,39 €/kWh zu senken (Power). Alternativ zu den Monatsgebühren gibt es seit dem vergangenen Oktober auch die Jahresabos Ionity Power 365 und Ionity Motion 365. Die Kilowattstunden-Preise sind gleich, mit 119,99 Euro für Power 365 und 59,99 Euro für Motion 365 sind die Grundgebühren aber etwas niedriger als mit zwölf Monatsraten – wenn man sich so lange binden will.

GrundgebührLadepreise
Ionity Direct0,69 €/kWh
Ionity Go0,66 €/kWh
Ionity Motion5,99 €/Monat0,49 €/kWh
Ionity Power11,99 €/Monat0,39 €/kWh
Ionity Motion 36559,99 €/Jahr0,49 €/kWh
Ionity Power 365119,99 €/Jahr0,39 €/kWh

„Die neue E-Auto-Förderung gibt der Elektromobilität in Deutschland aktuell frischen Rückenwind und machtden Umstieg für viele Menschen einfacher“, sagt Eric Weiland-Eylers, Director Product & Growth bei Ionity. „Unsere Antwort darauf sind günstigere Preise für spontanes Laden. Wir machen ultraschnelles Laden ohne Abo in Deutschland noch zugänglicher und tragen so dazu bei, dass Elektromobilität im Alltag weiter ankommt.“

Ionity betreibt inzwischen über 6.000 Schnellladepunkte in 24 europäischen Ländern. Die hier genannten Ad-hoc-Preise gelten aber nur an deutschen Ladestationen, in den anderen Märkten können die Konditionen davon abweichen.

Quelle: Info per E-Mail

15 Kommentare

zu „Ionity senkt Ad-hoc-Preise in Deutschland“
Gregor
12.02.2026 um 08:09
Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass die Haustarife bei ION immernoch teurer sind, als die EweGo Ladekarte zu verwenden. Das ist kompletter Irrsinn.
Günter
12.02.2026 um 18:20
Was kann ionity dafür wenn ewe mit viel marketing geld ihren msp tarif subventioniert?
Dennis
12.02.2026 um 10:18
Der gleiche Gedanke kommt mir auch immer dann, wenn ich von Preisen über 62 Cent leseHatte am Anfang auch mehrere Karten, immer geguckt wo der letzte Cent drin ist.Mittlerweile ist an der heimischen Wallbox der Preis auf 24 Cent gesunken.Unterwegs laden ist halt etwas teurer. Aber dieses Ladekarten Wirrwarr habe ich keinen Bock mehr und lade nur noch mit EwGo.Dann kann es hier und da zwar teurer sein, aber ich habe nur noch eine App auf dem Handy und nur noch eine Rechnung am Ende des Monats.
RF
12.02.2026 um 10:09
Es gibt eine ad-hoc Tarif. Ein Tarif der eine Registrierung in einer App voraussetzt ist kein ad-hoc Tarif. Zu den Preisen, naja angemessen ist anders. Wenn es andere Anbieter hinbekommen ad-hoc für 49ct/kwh anzubieten.
Bernhard
12.02.2026 um 10:16
Damit verbessert sich natürlich das "Ladeerlebnis" enorm. Man könnte fast auf die Idee kommen, Wochenends einen Ausflug zum Schnellader vorzuschlagen um die Familie am "Ladeerlebnis" teilhaben zu lassen, so wie sie es ja eh jahrelang vom "Tankerlebnis" gewohnt sind, wo der Spritpreis auch je nach Zahlungsart bis zu 200% Preisunterschied hatte. .... *Ironie off
Martin
13.02.2026 um 11:00
Das ist eine sehr gute Idee. Da wird sich meine Familie freuen.
Simon 1
12.02.2026 um 10:51
Es gibt meines Erachtens nach nur ein Szenario, wie man bei Ionity Lädt, und das ist der Power Tarif. Der lohnt sich ab 45kWh im Monat, also meistens schon bei einem einzelnen Ladevorgang. Der Motion lohnt sich nur in einem absurd kleinen Fenster und die Ersparnis ist da dann im Cent Bereich.
Torsten
12.02.2026 um 18:34
Hallo Simon, gute Überlegung, allerdings rechnet sich das für mich eigentlich anders. Fast niemand lädt nur Ionity, daher werden die meisten Menschen zumindest eine Ladekarte haben (enbw,ewego,...) bei EweGo lädt man ohne Grundgebühr bei 2000 ewe-Stationen (die oft auch günstig an EKZ oder City liegen) für 52ct/kWh bzw. 62ct an Ionity ergibt zum Powertarif 13 bzw. 23 ct Differenz. Das heißt hier eine zusätzliche GG von 12€ zu bezahlen lohnt erst, wenn ich zwangsläufig bei Ionity lade und dann erst ab 53 oder 93 kWh. Ich nutze nun seit 6 Jahren Ladesäulen, aktuell stellt sich mir eher die Frage, ob das verworrene MSP-CPO-... Modell noch in die Zeit passt. Heute lädt man doch eher schon, wie früher getankt wurde. Heißt es gibt oft mehrere Optionen. Warum kann dann nicht der Preis an der Säule stehen und ich lade dann dort oder nimm den Anbieter um die Ecke oder fahre statt Freitag schon Donnerstag meine Batterie wieder auffüllen (weil zB. freitags die Preise vordem Wochenende hochgehen...)? Dann sind Rabatt-/Kundenkarten nur noch zur Kundenbindung mit bissl Boni o.ä. zu sehen. Oder wäre das zu einfach....
MK
12.02.2026 um 12:54
Ionity Konditionen sind in vielen Ladeverträgen der Hersteller enthalten (z.B. bei BMW Charging zwischen Motion und Power 5,99€ und 0,45€/kWh). So kann auch Plug & Charge ganz ohne Karte oder App genutzt werden, was ein durchaus angenehmes Erlebnis ist.
Heiner647
14.02.2026 um 09:33
Grundgebühr ist bedingungsloses Grundeinkommen für Nichts und damit Abzocke. Lade erst bei Ionity, wenn Ad-hoc dem niedrigsten Ladekartenpreis entspricht. Das gilt übrigens für alle Stromanbieter.
TR
13.02.2026 um 09:06
Nunja. Aber aufpassen, wo man ansteckt mit so einem Vertrag. Sonst kann es passieren, dass man für den ionity-Roaming Preis lädt obwohl es mit einer grundgebührfreien Ladekarte günstiger wäre. Für ich als nur-gelegentlichem-Ausser-Haus-Lader bleibt ionity = ignore der Default.
erFahrer
13.02.2026 um 07:56
So, Netzentgelte sind runter THG geht rauf. Solch eine Anpassung spiegelt das nicht wieder. Die „Stammkunden“ gehen leer aus und das marginale Volumen von spontanen Kunden erhält die Anpassung um die Gefahr einer AFIR-Strafe zu entgehen. Verständlich, den noch ist die Auslastung wohl am Besten von allen Anbietern, bleibt halt ein wenig mehr für neue wichtige Investitionen, die anders als bei den „Mrd. € Bauern“ Shell, JET,Total, EnBW und Aral, über die Nutzung finanziert werden.
Tomka
13.02.2026 um 12:13
Ich stimme deiner Einschätzung vollkommen zu. Insbesondere, das die Stammkunden völlig leer ausgehen ist sehr ärgerlich! Und das das ganze nur der Schadensbegrenzung wegen drohender AFIR-Strafe dient ist wohl auch naheliegend. Aber: "... die anders als bei den „Mrd. € Bauern“ Shell, JET,Total, EnBW und Aral, über die Nutzung finanziert werden." ist für mich unglaubwürdig. Oder ist BlackRock ausgestiegen?
sig
13.02.2026 um 13:48
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Frank Stiehle
02.06.2026 um 07:23
Vielleicht sollte man ergänzen das die Preise im monatlichen Abo nicht immer 39 Cent sondern ab 39 Cent bedeutet. Zum Bsp. Ionity A2 Lehrte Süd ist der Preis nicht 39 Cent sondern 42 Cent je kWh. Es gibt mit Sicherheit noch mehr Stationen mit höheren Preisen.

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