Dacia Hipster: Bald grünes Licht für Serienproduktion?

Dacia wird den im Oktober 2025 als Konzept vorgestellten E-Kleinstwagen Hipster wohl ab Ende 2027 in China produzieren. Das behauptet zumindest ein Medienbericht aus Frankreich. Tatsächlich ist die Produktionsfreigabe wohl noch nicht erfolgt – soll aber bald bevorstehen.

Dacia hipster concept min
Bild: Dacia

Das berichtet das französische Portal „Auto Infos“. Die Entscheidung zur Produktion sei zwar noch nicht offiziell gefallen, aber laut Insidern sei die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. „Wir sind sehr motiviert, jetzt müssen wir nur noch den Startknopf drücken“, wird Dacia-Chefin Katrin Adt zitiert. „Sobald wir uns dafür entscheiden, dauert die Entwicklung nur anderthalb Jahre.“ Das heißt: Sollte die Produktion wirklich wie von „Auto Infos“ berichtet Ende 2027 anlaufen, müsste die Entscheidung pro oder contra Serienfertigung wohl noch im zweiten Quartal 2026 getroffen werden.

Auch wenn noch nicht das finale, grüne Licht da ist, gibt es bereits Informationen zur geplanten Fertigung. Konkret soll das Serienmodell des Dacia Hipster bei eGT New Energy Automotive gebaut werden, einem Joint Venture von Renault und Nissan mit dem chinesischen Unternehmen Dongfeng. Der Preis für den E-Kleinstwagen soll bei unter 15.000 Euro liegen. Bei eGT New Energy Automotive handelt es sich um jenes Unternehmen, das unter dem früheren Renault-CEO Carlos Ghosn gegründet wurde, um in China den Renault K-ZE City zu bauen – der hierzulande als Dacia Springt verkauft wird.

Laut dem französischen Portal könnte Renault-CEO Francois Provost den Serien-Hipster bei der Präsentation seines Strategieplans am 10. März ankündigen. Tatsächlich hatte Renault bei der Vorlage der Finanzzahlen für 2025 in der vergangenen Woche einen neuen Elektro-Dacia im A-Segment in Aussicht gestellt – allerdings schon für das Jahr 2026. Dabei soll es sich aber nicht um den Hipster, sondern einen Dacia-Ableger des Renault Twingo E-Tech handeln, der gemeinsam mit dem Renault in Novo Mesto gebaut werden soll.

Während der Dacia-Ableger des Renault Twingo E-Tech wohl etwas günstiger als der Twingo wird (ab 19.990 Euro) und im Bereich um die 18.000 Euro starten dürfte, wäre der Hipster mit einem Preis von 15.000 Euro der günstigste Elektro-Dacia. Allerdings steht noch nicht genau fest, wie groß die technischen Unterschiede zwischen den beiden Elektro-Kleinwagen von Dacia genau sein werden. Während der Twingo-Ableger ein vollwertiges Fahrzeug der Zulassungsklasse M1 ist, könnte der Hipster „nur“ ein L7e-Fahrzeug werden – möglicherweise mit 90 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Und: Als L7e-Stromer wäre der Hipster wohl auch nicht von den EU-Sonderzöllen auf in China produzierte Elektroautos betroffen. Denn diese Regelung greift tatsächlich bei Autos der Klasse M1, nicht aber bei den L7e-Gefährten.

auto-infos.fr (auf Französisch)

27 Kommentare

zu „Dacia Hipster: Bald grünes Licht für Serienproduktion?“
Hubertus Theile
23.02.2026 um 14:43
Ich glaube das wir in Zukunft mehr Klein und Kleinstwagen sehen werden weil es meines Erachtens keinen Sinn macht das ganze Jahr mit einem schweren Auto zur Arbeit und zum Einkaufen fahren nur um einmal im Jahr damit in den Urlaub zu fahren. Ich selber fahre einen Smart for two aber wenn der Dacia Hipster wirklich in Serie gebaut wird werde ich ihn mir zumindest mal anschauen.
Dieter Lutz
23.02.2026 um 20:28
Wenn der dann auch so eine Schrott Karre wie der Dacia Spring erste Generation wird.dann Prost Mahlzeit..mein Spring nach 2 Jahren Getriebe defekt.. komplettes Fahrwerk ausgeschlagen.hintete Stoßdämpfer ölen.. Media System defekt.. Steuergerät der Motorsteuerung defekt.. Sicherheitsgurte lahm auf Ersatzteile halbes Jahr gewartet. Rost am Unterboden.Aber nur das vordere Fahrwerk wurde teilweise repariert.. Reperatur fehlgeschlagen weil Stoßdämpfer Rechts vorne auch defekt.. fast ein wirtschaftlicher Totalschaden nach gerade mal 2 Jahren .. jetzt ist er über 3 Jahre
Eberhard B.
24.02.2026 um 13:59
Für Rallye-Einsätze ist der Spring eher nicht gedacht. Aber wie bei jedem Auto und ganz unabhängig von der Preisklasse, gibt es sowohl positive als auch negative Erfahrungsberichte. Ich persönlich fahre meinen Spring seit über drei Jahren, bin inzwischen bei knapp 40.000 km angekommen und hatte bislang keinerlei Probleme.
Siegfried Erkert
23.02.2026 um 17:47
Wenn dann noch ein Zusatzpaket S (Senior) angeboten wird , bequemer Einstieg , hohe Sitzposition , Solardach wird dieses Auto auch in südlichen Urlaubsländern ein Hit !
Gerhard Retzlaff
23.02.2026 um 15:04
Sieht ein bischen nach Lego aus
Frank
24.02.2026 um 13:56
Aber einen Hummer H2 fahren im Maßstab 1:2 wäre eine interessante Variante.
Hans Köster
23.02.2026 um 15:11
Bin sehr interessiert am eauto
Mar.
23.02.2026 um 16:12
Autos sehen heute aus, als gäbe es keinen Luftwiderstand. Dieses bildet wieder einmal einen traurigen Höhepunkt von Vernachlässigung physikalisch uralter Erkenntnisse (Tropfenform, Kamm-tail-profil). Wie un-aerodynamisch kann es eigentlich noch werden? Das kostet Energie, die man viel besser woanders einsetzen könnte!
Thomas Rode
23.02.2026 um 19:27
Ich gebe dir Recht. Warum müssen viele E-Autos so mißgestaltet aussehen ?
Daniel Hanke
23.02.2026 um 18:43
Das spielt bei so einer Karre, die im unteren Geschwindigkeitsbereich bewegt wird aber nicht so eine Rolle, die Kompaktheit aber schon- Parken zB.-
Egon Kohler
23.02.2026 um 18:06
Das ist grundsätzlich richtig, bei einem Stadtauto bzw den dort gefahrenen Geschwindigkeiten aber unerheblich. Ist man dann doch mal schneller unterwegs, ist halt der Verbrauch (dann, selten) etwas höher, aber dafür ist die Platz-Ausnutzung im Innenraum um Welten besser, und zwar in allen Situationen. Ich vermute dass diese Form genau aufgrund dieser Überlegung "in Kauf genommen" wurde.
ATArchi
23.02.2026 um 17:53
Das stimmt natürlich ganz grundsätzlich, aber… Autos, die nur 90 km/h fahren und dazu eher im urbanenen Bereich bewegt werden, sind davon eben viel weniger betroffen, als wenn man das Fahrzeug bei jenseits von 100 km/h auf Autobahnen und Langstrecke bewegt. Insofern spielt dann die Aerodynamik eben doch eine kleiner Rolle und dafür die räumliche Effizienz und Variabilität die größere!
Atze67
23.02.2026 um 17:25
Warum sollte man ein Stadtauto windschnittig bauen? Bei 90 km/h Höchstgeschwindigkeit ist der Luftwiderstand nicht benötigt. In der Schule habe ich noch gelernt , dass dieser ab 120 km/h zum tragen kommt.
Dieter Lutz
23.02.2026 um 20:32
Das ist Blödsinn..bei 90 kmh ist der Windwiderstand schon enorm .bei Verbrennern fällt das nicht so ins Gewicht.bei Elektroautos muss um jeden Km Reichweite gekämpft werden..
Lobmeier Rudi
23.02.2026 um 16:17
Ob der Hipster auf dem deutschen Automarkt "einschlagen" wird, hängt nicht zuletzt von "Prämien" ab, die der Staat dem Autokäufer gewährt, oder auch nicht. Solange äußerst umweltfreundliche L 7 e Fahrzeuge hier nicht berücksichtigt werden, wird der Erfolg des Hipster mit knapp 15.000 Euro überschaubar bleiben.
Scbmitz
25.02.2026 um 07:06
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.Für 15000 Euro würde es ein Nischenprodukt werden.Zumal ja in den nächsten w-3 Jahren E Autos tendenziell günstiger werden.
Karl-Magnus Kreuter
23.02.2026 um 17:43
1970 kostete ein VW Käfer 1600 zwischen 8-9000 E.- Ein Auto dieser Größe als Range Extender sollte möglich sein.
Lotti
23.02.2026 um 22:12
Ein Käfer kostete 1970: 4.500 bis 7.000 DM = ca. 2.750 bis 3.500 €. LG
Rolf Jürgen Pfizer
23.02.2026 um 18:18
Für 8000€ würde ich es sofort kaufen
Felix Wierhake
23.02.2026 um 18:29
Für die ältere Generation ein willkommener Auto.Werde ihn mir auch ansehen,gefällt mir.Hoffe wird für den deutschen Markt kommen.
Marvin
23.02.2026 um 18:35
Erinnert mich ein wenig an den ersten Fiat Panda auf Steroid.
Narko
23.02.2026 um 19:37
Ist jedenfalls sinnvoller als überdimensionierte Schränke in Städten und für Kurzstrecken auf dem ländlichen Umfeld. Zudem optisch nicht der heutige Einheitsbrei.
Jan
24.02.2026 um 21:20
Ich habe einen Land Rover Defender, die alte Variante. Den hat man damals u.a. wegen dem nicht mehr konformen Personen Aufprallschutz, vorne zu kantig, nicht mehr weiterhin zugelassen. Wenn ich mir das Fahrzeug hier so ansehe, dann scheint das aber auch nicht besonders fußgängerfreundlich …
M &Ma
25.02.2026 um 07:50
Alles schön und gut, wo soll man das Auto laden. Wenn man, kein Haus hat. In der fünften Etage wohnt.
Norad
01.03.2026 um 16:01
Gegenfrage... Wo tankst du dein jetziges Auto?Um deine Frage zu beantworten.... An ner Ladesäule.... Aber das wollte sicher nicht hören....
Norad
01.03.2026 um 15:59
Alter falter....Die hässlichste Karre, die ich gesehen habe seit dem Fiat Multipla....Und dieser hier ist nicht wesentlich von dem entfernt... Das wird die klare Nummer Zwei in der ewigen Liste...
Ulrich Scheele
17.03.2026 um 19:53
Ich habe 2012 eine Eigenstrom Fotovoltaik auf unserem Dach, Südseite aufbauen lassen. Damals habe ich mir den Renault twizy für rund 10000 Euro geschlossen geholt.Da war der Sprit auch fast 2 Euro liter. der twizy hatte scon fast alles wie due heutigen e Autos auch eigenes Ladegerät wenn Akku leer 3,5 Std nur ladezeit. 84 kmh 100 kmReichweite. Für Stadt und Nahbereich optimal Den Dacia Hipster wenn möglich miit 150 km .Reichweite ist ideal . Ich brauche ein vielseitiges kompaktes e Alltagsauto mit wenig Stromverbrauch.

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