Polestar will Ladekosten von E-Auto-Fahrern um bis zu 300 Euro im Jahr senken
Bereits seit einem Jahr bietet Polestar seine App „Polestar Energy“ für intelligenteres, effizienteres und günstigeres Laden zu Hause in Deutschland und anderen europäischen Märkten an. In der App geben die Kunden an, wann sie ihr E-Auto nutzen wollen und wie hoch der Ladestand sein soll. Die Ladestation entscheidet dann, wann genau das Auto geladen wird, um einerseits die Nutzer-Vorgaben zu erfüllen und andererseits möglichst zu geringen Preisen zu laden.
Nun erweitert Polestar das Angebot gemeinsam mit seinem Partner Octopus Energy um Grid Rewards in Deutschland und Frankreich. Grid Rewards ermöglichen zusätzliche Einsparungen, indem Nutzer dafür belohnt werden, wenn ihr Fahrzeug durch Smart Charging die Netzstabilität unterstützt. In Deutschland können Polestar-Fahrer mit Polestar Energy und einem Intelligent-Octopus-Energievertrag ihre Ladekosten an der heimischen Wallbox um bis zu 50 Prozent pro Ladevorgang zu Hause senken, was zu jährlichen Einsparungen von bis zu 300 Euro führen kann.
Anders als beim herkömmlichen Smart Charging, dass Polestar bereits seit einem Jahr bei Polestar Energy anbietet, dient die Ladesteuerung nicht nur dazu, den Geldbeutel des Nutzers zu schon, indem vor allem zu günstigen Zeiten geladen wird. Sondern durch die netzdienliche Steuerung wird die Auslastung des öffentlichen Stromnetzes optimiert und es können Lastspitzen vermieden werden. Und umgekehrt kann Strom vom E-Auto abgenommen werden, wenn gerade zu viel im Netz ist. Um dies zu skalieren, wird bei Grid Rewards eine Flotte von Polestar-Fahrzeugen zu einem Pool zusammengeschlossen, so dass bei Bedarf alle Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können oder auch die Ladevorgänge pausiert werden können.
Perspektivisch könnte dieses System sicher auf bidirektionales Laden erweitert werden, also der Zwischenspeicherung von Strom in der Fahrzeugbatterie und späterer Rückspeisung ins öffentliche Stromnetz oder Hausnetz. Noch ist das Angebot aber – sicherlich auch wegen regulatorischer Herausforderungen – nicht so weit. Zumindest in Kalifornien bietet Polestar seit November Vehicle to Home an, also die Rückspeisung von Strom aus der Traktionsbatterie ins Hausnetz. Das Angebot soll u.a. als Backup-Lösung für Stromausfälle dienen.
Fürs das normale Smart Charging ohne Grid Rewards hat Polestar zudem nun eine Fahrzeug-gesteuerte Lösung für den Polestar 2 und Polestar 4 eingeführt. War bislang noch eine spezielle Wallbox erforderlich, um Smart Charging mit einem Polestar zu nutzen, ist dies bei diesen beiden Modellen nun nicht mehr der Fall. Stattdessen verwaltet das Elektroauto, wenn es mit einer Heim-Ladestation verbunden ist, selbst die Ladezeiten basierend auf Energiepreissignalen, dem Haushaltsbedarf und den Netzbedingungen.Damit will Polestar eine der größten Hürden für die Nutzung von Smart Charging beseitigen.





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