CATL und BMW „üben“ für den kommenden Batteriepass
Das entsprechende Memorandum of Understanding haben BMW und CATL in China unterschrieben – im Zuge des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in China, der auf seiner Reise von einer hochrangigen deutschen Wirtschaftsdelegation begleitet wird. Die Absichtserklärung sieht laut einer CATL-Mitteilung vor, im Rahmen des Batteriepass-Konzepts Pilotprojekte zum vertrauenswürdigen Datenaustausch anzuschieben sowie Methoden zur CO2-Bilanzierung und innovative Instrumente zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks von Batterien zu erforschen.
Die Pilotprojekte nutzen dazu das offene Datenökosystem Catena-X für die Automobilindustrie, „um die Angleichung technischer Standards zu unterstützen, kohärente und wissenschaftlich fundierte politische Rahmenbedingungen zu fördern und langfristige industrielle Stabilität zu gewährleisten“, wie der chinesische Batterieriese mitteilt. So sollen „innovative Verfahren zur Einhaltung der regulatorischen Vorgaben zwischen China und der EU entwickelt und gemeinsam die Demonstration und breitere Anwendung globaler Standards für Batterieinformationen und -daten vorangetrieben werden“.
In der Praxis geht es dabei vor allem um einen reibungslosen Übergang bei Inkrafttreten des Batteriepasses. Erforderlich sind solche Pässe in der EU ab 2027. Denn im August 2023 hat sich die Europäische Union eine neue Verordnung zur Batteriemarkt-Regulation gegeben. Wesentliche Punkte des Dokuments sind eine verpflichtende Erklärung und Kennzeichnung – unter anderem in Bezug auf die Batteriebauteile und den Rezyklatanteil – sowie besagter elektronischer „Batteriepass“ und ein QR-Code. Um den Mitgliedstaaten und den Wirtschaftsakteuren auf dem Markt ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu geben, gelten die Vorschriften für die Kennzeichnung erst seit diesem Jahr, der Pass sowie QR-Code sind ab 2027 Pflicht.
CATL bereitet sich auf diese neuen Regularien vor, schließlich beliefert der chinesische Batteriehersteller viele europäische Automobilhersteller – darunter auch BMW. Beide Seiten verbindet seit 2012 eine strategische Partnerschaft, die sich inzwischen auf die Bereiche Batterieproduktion, gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie nachhaltige Lieferketten konzentriert. Die neue Absichtserklärung erweitere die Partnerschaft von der Produktkooperation hin zu einer umfassenderen institutionellen Abstimmung, schreibt CATL.
catl.com





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