Hohe Nachfrage: Volvo will EX60-Produktion erhöhen
Das im Januar präsentierte Modell wird im Volvo-Stammwerk Torslanda in Göteborg gebaut – gemeinsam mit Verbrenner/Hybrid-Modellen wie dem XC60 und V60. Volvo selbst hatte den EX60 selbstbewusst als „Game Changer“ angekündigt und tatsächlich bietet das erste Modell auf Basis der neuen Plattform SPA3 überzeugende, technische Daten – mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 810 Kilometern, 370 kW Ladeleistung und je nach Akku 18 oder 19 Minuten Ladezeit. Die Preise für das Basismodell mit Heckantrieb beginnen bei 62.990 Euro, das Top-Modell mit 500 kW Leistung (und jenen 810 Kilometer Norm-Reichweite) steht mit 71.990 Euro in der Preisliste. Alle Details zum EX60 und der neuen Plattform können Sie in unserem umfangreichen Artikel zur Weltpremiere nachlesen.
Dass der EX60 in der umkämpften SUV-Mittelklasse mit dieser Technik zu den genannten Preisen punkten kann, war abzusehen – was auch das Selbstbewusstsein der ansonsten eher zurückhaltenden Schweden erklärt hat. Aber die tatsächliche Nachfrage in den Wochen seit der Premiere hat die internen Prognosen offenbar übertroffen – und damit auch die anhand der Prognosen erstellte Produktionsplanung.
Wie das Unternehmen jetzt mitteilt, befindet sich das Management derzeit in Gesprächen mit den zuständigen Gewerkschaften, um das Werk in Torslanda im Sommer eine Woche länger als üblich geöffnet zu halten. Laut Volvo sei das „ein Novum in der Geschichte des Unternehmens“. Gleichzeitig wolle man bei der Steigerung der EX60-Produktion aber Priorität auf einen „stetigen und umsichtigen“ Ausbau legen, um eine qualitativ hochwertige Fertigung zu gewährleisten. Um welche Stückzahlen es bei der geplanten, zusätzlichen Produktionswoche geht, gibt das Unternehmen aber nicht an.
Alleine in Schweden sind demnach schon über 3.000 verbindliche Bestellungen für den EX60 eingegangen, und „fast alle wichtigen europäischen Märkte“ melden deutlich höhere Bestellungen als intern prognostiziert in die Göteborger Volvo-Zentrale – namentlich in der Mitteilung erwähnt wird neben Schweden auch Deutschland. Das Tempo des Auftrageingangs sei deutlich höher als beim 2023 vorgestellten EX30, der das günstigste Volvo-Modell ist und eigentlich in einem volumenstärkeren Segment angeboten wird. „Besonders bemerkenswert an der Auftragslage ist, dass die Bestellbücher bisher nur in Europa geöffnet sind“, so Volvo. „Die Bestellbücher für die EX60 in den USA werden im Laufe des Frühjahrs geöffnet.“
„Dass so viele Kunden den EX60 im ersten Monat bestellt haben, hat unsere Erwartungen übertroffen, und das ist ein Luxusproblem“, sagt Erik Severinson, Chief Commercial Officer bei Volvo Cars. „Wir freuen uns sehr über die starke Nachfrage nach unserem bahnbrechenden Elektro-SUV und überprüfen derzeit unsere Produktionspläne für 2026, da wir uns auf den Produktionsstart der Kundenfahrzeuge im nächsten Monat vorbereiten.“





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