Ford Explorer mit LFP-Batterie startet bei 39.990 Euro
Die Basisversion des SUV-Modells Explorer erhält wie angekündigt dank einer neuen LFP-Batterie und eines verbesserten Elektromotors mehr Reichweite und Leistung. Die Leistung steigt von 125 auf 140 kW, das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm. Dafür ist der grundlegend neue Elektromotor aus dem VW-Konzern namens APP350 verantwortlich, den Ford mit der gesamten MEB-Plattform für die in Köln gebauten Elektromodelle Explorer und Capri eingekauft hat. Der APP350 ersetzt den alten APP310 und ist dank einiger Weiterentwicklungen deutlich effizienter als das alte Aggregat, obwohl es sich in beiden Fällen um permanenterregte Synchronmaschinen (PSM) handelt.
Deutlich größer ist der Unterschied aber bei der neuen Batterie der Standard-Range-Modelle von Ford/VW: Der Energiegehalt der kleinsten angebotenen Batterie steigt von 52 auf 58 kWh netto. In Kombination mit dem effizienteren Motor soll die WLTP-Reichweite von 378 auf 444 Kilometer steigen, also um 17 Prozent zulegen. Was diese Zahlen aber nicht verraten, ist die eigentliche Änderung: Es sind nicht mehr NMC-Zellen mit Materialien wie Nickel, Mangan und Kobalt in den Standard-Range-Versionen verbaut, sondern LFP-Batterien, die ohne diese kritischen Rohstoffe auskommen. LFP-Zellen gelten als günstiger und robuster, haben aber eine geringere Energiedichte, weshalb westliche Autobauer bisher einen Bogen um diese Technologie gemacht haben.
Das ändert sich aber gerade, da die LFP-Zellen vor allem in Asien spürbar weiterentwickelt wurden und Batterie-Konzepte wie Cell-to-Pack wettbewerbsfähige Energiedichten im Auto ermöglichen. Das zeigt auch die MEB-Batterie mit LFP-Zellen: Der künftig kleinste MEB-Akku bietet den gleichen Energiegehalt wie die ursprüngliche mittlere Version: Der VW ID.3 Pro ist einst auch mit 58 kWh netto (62 kWh brutto) gestartet – mit NMC-Zellen.
| Explorer Standard Range alt | Explorer Standard Range neu | |
|---|---|---|
| Antrieb | RWD | RWD |
| Leistung | 125 kW | 140 kW |
| Drehmoment | 310 Nm | 350 Nm |
| Beschleunigung | 8,7 s | 8,0 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h | 160 km/h |
| WLTP–Reichweite | 378 km | 444 km |
| Batteriekapazität | 52 kWh | 58 kWh |
| Ladeleistung DC | 145 kW | 110 kW |
| Ladezeit DC 10-80% | 25 min | 28 min |
| Preis | 39.900 Euro | 39.900 Euro |
Neben dem Antrieb und der Batterie hat Ford das kleine Modell-Upgrade noch für die Einführung weiterer Verbesserungen genutzt. „Dank neuer Grafik kombiniert das Ford SYNC Move-Entertainment-System eine klarere Darstellung mit vereinfachter Bedienung“, erklärt der Hersteller. „Wie bei einem Smartphone lassen sich fortan die verschiedenen Apps zum Beispiel in Dateikoffern nach Wunsch gruppieren. Auch das Monitorbild bei Parkmanövern sowie bei der Navigation hat Ford nochmals verbessert.“
Neu ist auch das „Pro Power Onboard“-System. Darüber kann Strom aus dem Antriebsakku für den Betrieb externer Verbraucher genutzt werden – mit maximal 2,3 kW Leistung. Die Elektrogeräte können entweder über eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum oder über einen speziellen Adapter direkt über den Ladeanschluss des E-Autos betrieben werden.
Zudem gibt es den Explorer künftig auch als „Collection“-Modell. Diese Ausstattung soll laut Ford von „modernem Sport-Equipment“ inspiriert sein und umfasst daher eigenständige Design-Merkmale, Lackfarben und Materialien sowie eine „besonders umfangreiche Serienausstattung“. Exklusiv für den Explorer Collection wird etwa die Lackierung Cactus Grey angeboten, zudem gibt es mit einem neuen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen-Design in Satin Black, ergänzt durch ein schwarz abgesetztes Dach, Unterfahrschutz vorne und hinten sowie markante Grafiken an Türen und Hecksäule eine „entschlossenere und dynamischere Präsenz“.
„Der Explorer ist ein höchst leistungsfähiges und vielseitiges vollelektrisches SUV, das unsere abenteuerlustigen Kunden begeistert“, betont Christian Weingärtner, General Manager Pkw bei Ford Europa. „Dabei suchen wir immer neue Wege und Lösungen, wie wir unsere Fahrzeuge weiter verbessern können – mit dem Explorer haben wir dank der frischen Design-Details der Explorer Collection, einer größeren Reichweite, modernen Fahrer-Assistenzsystemen und dem Pro Power Onboard-System das nächste Level erreicht.“





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