Ford Explorer mit LFP-Batterie startet bei 39.990 Euro

Ford Europa hat nun die im Januar angekündigte verbesserte Version seines elektrischen SUV-Modells Explorer genauer vorgestellt. Zugleich werden die Bestellbücher geöffnet. Die neue Variante mit LFP-Batterie ist in Deutschland ab 39.990 Euro Listenpreis verfügbar.

Ford explorer standard range collection
Bild. Ford

Die Basisversion des SUV-Modells Explorer erhält wie angekündigt dank einer neuen LFP-Batterie und eines verbesserten Elektromotors mehr Reichweite und Leistung. Die Leistung steigt von 125 auf 140 kW, das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm. Dafür ist der grundlegend neue Elektromotor aus dem VW-Konzern namens APP350 verantwortlich, den Ford mit der gesamten MEB-Plattform für die in Köln gebauten Elektromodelle Explorer und Capri eingekauft hat. Der APP350 ersetzt den alten APP310 und ist dank einiger Weiterentwicklungen deutlich effizienter als das alte Aggregat, obwohl es sich in beiden Fällen um permanenterregte Synchronmaschinen (PSM) handelt.

Deutlich größer ist der Unterschied aber bei der neuen Batterie der Standard-Range-Modelle von Ford/VW: Der Energiegehalt der kleinsten angebotenen Batterie steigt von 52 auf 58 kWh netto. In Kombination mit dem effizienteren Motor soll die WLTP-Reichweite von 378 auf 444 Kilometer steigen, also um 17 Prozent zulegen. Was diese Zahlen aber nicht verraten, ist die eigentliche Änderung: Es sind nicht mehr NMC-Zellen mit Materialien wie Nickel, Mangan und Kobalt in den Standard-Range-Versionen verbaut, sondern LFP-Batterien, die ohne diese kritischen Rohstoffe auskommen. LFP-Zellen gelten als günstiger und robuster, haben aber eine geringere Energiedichte, weshalb westliche Autobauer bisher einen Bogen um diese Technologie gemacht haben.

Das ändert sich aber gerade, da die LFP-Zellen vor allem in Asien spürbar weiterentwickelt wurden und Batterie-Konzepte wie Cell-to-Pack wettbewerbsfähige Energiedichten im Auto ermöglichen. Das zeigt auch die MEB-Batterie mit LFP-Zellen: Der künftig kleinste MEB-Akku bietet den gleichen Energiegehalt wie die ursprüngliche mittlere Version: Der VW ID.3 Pro ist einst auch mit 58 kWh netto (62 kWh brutto) gestartet – mit NMC-Zellen.

Explorer Standard Range altExplorer Standard Range neu
AntriebRWDRWD
Leistung125 kW140 kW
Drehmoment310 Nm350 Nm
Beschleunigung8,7 s8,0 s
Höchstgeschwindigkeit160 km/h160 km/h
WLTPReichweite378 km444 km
Batteriekapazität52 kWh58 kWh
Ladeleistung DC145 kW110 kW
Ladezeit DC 10-80%25 min28 min
Preis39.900 Euro39.900 Euro

Neben dem Antrieb und der Batterie hat Ford das kleine Modell-Upgrade noch für die Einführung weiterer Verbesserungen genutzt. „Dank neuer Grafik kombiniert das Ford SYNC Move-Entertainment-System eine klarere Darstellung mit vereinfachter Bedienung“, erklärt der Hersteller. „Wie bei einem Smartphone lassen sich fortan die verschiedenen Apps zum Beispiel in Dateikoffern nach Wunsch gruppieren. Auch das Monitorbild bei Parkmanövern sowie bei der Navigation hat Ford nochmals verbessert.“

Neu ist auch das „Pro Power Onboard“-System. Darüber kann Strom aus dem Antriebsakku für den Betrieb externer Verbraucher genutzt werden – mit maximal 2,3 kW Leistung. Die Elektrogeräte können entweder über eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum oder über einen speziellen Adapter direkt über den Ladeanschluss des E-Autos betrieben werden.

Zudem gibt es den Explorer künftig auch als „Collection“-Modell. Diese Ausstattung soll laut Ford von „modernem Sport-Equipment“ inspiriert sein und umfasst daher eigenständige Design-Merkmale, Lackfarben und Materialien sowie eine „besonders umfangreiche Serienausstattung“. Exklusiv für den Explorer Collection wird etwa die Lackierung Cactus Grey angeboten, zudem gibt es mit einem neuen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen-Design in Satin Black, ergänzt durch ein schwarz abgesetztes Dach, Unterfahrschutz vorne und hinten sowie markante Grafiken an Türen und Hecksäule eine „entschlossenere und dynamischere Präsenz“.

„Der Explorer ist ein höchst leistungsfähiges und vielseitiges vollelektrisches SUV, das unsere abenteuerlustigen Kunden begeistert“, betont Christian Weingärtner, General Manager Pkw bei Ford Europa. „Dabei suchen wir immer neue Wege und Lösungen, wie wir unsere Fahrzeuge weiter verbessern können – mit dem Explorer haben wir dank der frischen Design-Details der Explorer Collection, einer größeren Reichweite, modernen Fahrer-Assistenzsystemen und dem Pro Power Onboard-System das nächste Level erreicht.“

ford.com

17 Kommentare

zu „Ford Explorer mit LFP-Batterie startet bei 39.990 Euro“
Mike
11.03.2026 um 11:12
Gute Verbesserung, hiervon werden sicher noch mehr Basismodelle auf MEB Plattform profitieren können.
Stefan Lipp
11.03.2026 um 13:42
Kann der LFP auch V2G?
Ludego
12.03.2026 um 08:02
Nein, vermutlich nicht, da V2G beim MEB erst ab 77kWh möglich ist und dies wäre aktuell noch NMC. Aber wer weiß, vielleicht gibt VW dies bei den neuen Akkus zukünftig auch darunter frei.
Ingo Bussert
11.03.2026 um 16:10
Leider ist es für mich noch nicht genug Reichweite. Es wäre schön wenn die netto Reichweite bei 550 Km liegt. Da ich auf dem Land wohne und sehr weit von einigen Großstädten entfernt bin. Außerdem sind diese Fahrzeuge für normale Einkommen einfach zu teuer. Ich fahre einen Kuga - Hybrid und mußte feststellen das auf den Autobahnen wenige normale Ladestationen vorhanden sind. Meistens sind es Schnellader und so teuer das es sich nicht lohnt ein E Auto zufahren. MfG Bussert
Wolfgang Speckardt
19.03.2026 um 14:04
Entschuldigung, aber das sind doch alles Schauermärchen. Ich fahre seit 8 Jahren rein elektrisch und habe dabei über 170.000 km zurückgelegt. Nichts von dem, was Sie hier schreiben, trifft zu. Es gibt in ganz Europa mehr als genug Lademöglichkeiten und zusammen mit einem der vielen Abos ist der Preis auch vollkommen in Ordnung. Ich bezahle schon sehr lange 0,39 € in Deutschland und 0,49 € in Europa für die kWh. Alles in Allem ist das viel billiger als jeder Verbrennerkraftstoff. Meine Autokosten haben sich gegenüber früher halbiert. Der Komfort hat sich dabei verdoppelt.Ich verstehe, dass jemand Bedenken hat, der in einer Wohnsiedlung in der Großstadt im 7. Stock wohnt. Auf dem Land gibt es aber immer und überall eine Steckdose in der Garage, am Stellplatz oder vor dem Super- oder Baumarkt. Vielleicht sogar am Arbeitsplatz und ganz oft auch von der eigenen Solaranlage auf dem Hausdach. Ein Blick in eine kostenlose Ladeapp würde genügen um Bescheid zu wissen.Ich z.B. wohne in einer Kleinstadt mit ca. 40.000 Einwohnern. Wieviele E-Autos können dort wohl gleichzeitig an öffentlichen Ladepunkten geladen werden? 20? - 50? - 100? - 130? Aktuell sind es 128! Und das Angebot wächst ständig weiter. Man muss nur den Schalter im Kopf finden und diesen auf "An" umlegen, und schon kann man von all den Vorzügen der E-Mobilität profitieren und gleichzeitig Deutschland unabhäng von autokraten Erdölländern machen. Ihre Scheinargumente sind Ausreden und Stammtischparolen, die jederzeit widerlegbar sind.
Branchenkenner
11.03.2026 um 23:31
Netto-Reichweite 550km heißt unter einhaltung einer Sicherheitsreserve von z.B. 5%-10%? Man bräuchte also so 580km (bei 5% Reserve) bis 610km (10%) reale Reichweite bei z.B. 100km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Schnelles Laden sollte dann auch dazu gehören. Das schaffen nur die neusten 800V Fahrzeuge wie der Mercedes CLA, BMW iX3 oder BMW i3, die kombinieren sehr hohe Reichweiten mit ausreichend schnellen Ladezeiten. Interessant könnte der Mercedes GLA bzw. BMW iX1 ab Anfang 2027 werden, da diese hohe Reichweiten und 800V in die Kompaktklasse bringen und natürlich einen niedrigeren Einstiegspreis haben.
Rolf Klaes
11.03.2026 um 17:03
Ich brauche ein Auto, das 1000km weit reicht und nicht 378, also bleibe ich beim Verbrenner
ChriBri
12.03.2026 um 08:16
Das kann ich ab Jahresfahrleistungen von 60.000 km und nicht vorhandener eigener Ladeinfrastruktur sehr gut nachvollziehen
Stefan
12.03.2026 um 07:35
Und eine Blase von der Größe eines Lufthansatankes um die 1.000 km am Stück durchfahren zu können. Und am Ende einen Wohnmobilparkplatz um den Tank fachgerecht zu entsorgen
Branchenkenner
11.03.2026 um 23:50
1000km Autobahn oder 1000km gemischte Reichweite? Der BMW i3 dürfte ab Mitte des Jahres (Vorstellung ist in wenigen Tagen) an die 885km WLTP erreichen, auf der Autobahn sind das im Optimalfall bis zu 585km Reichweite mit 130km/h, wenn man mit vollem Akku losfährt und den komplett leer fährt, also 4,5 Stunden fahrt mit 130km/h. Wer auf 5% Akkustand runterfährt hat 555km Reichweite. Eine Ladepause von ca. 25 Minuten wird den Akku dann von 5% auf 80% laden und dann stehen erneut ca. 445km Reichweite mit 130km/h bereit wenn man wieder bis auf 5% Akkustand runterfährt. ergibt 1000km Reichweite mit einem einzigen Ladestopp von 25 Minuten! Besser geht es im bezahlbaren E-Auto-Bereich nicht, der BMW i3 erfüllt die gewünschten Parameter und die Daten sind absolut vergleichbar mit einem Diesel denn niemand fährt 1000km ohne eine kurze Pause zu machen.
ChriBri
12.03.2026 um 15:20
Du kannst die detaillierte und bemühte Rechnerei vergessen - man will 1.000 km durchfahren mit einem Durchschnitt von wahrscheinlich realistischen 150 km/h. Es gibt so viel geträumte Szenarien, ich bin immer wieder erstaunt.
Matthias Brassmann
11.03.2026 um 19:58
Als Fahrer des bisherigen Modells bin ich begeistert. Die große Batterie, die hier nicht erwähnt wird hat über 500km Reichweite. Ford hat ein tolles Fahrwerk gebaut, die Software ist eh schon Welten besser als bei VW, auf dem er basiert. Toller Wagen, bis noch nie so zufrieden gewesen.
Branchenkenner
11.03.2026 um 23:53
Die Software der MEB-Fahrzeuge aus dem Volkswagenkonzern ist besser als bei Ford, MEB+ bringt z.B. TravelAssist 3.0 und Softwareversion 6.0 in die Fahrzeuge aus dem Konzern und da gibt es im Kompaktbereich und der unteren Mittelklasse wie ID.4/5 nichts vergleichbares
Robert
12.03.2026 um 07:18
ja die Reichweite würde mir komplett ausreichen, aber leider zu teuer da muss der Preis noch deutlich runter
MarioB
12.03.2026 um 07:39
Dem Vorredner schließe ich mich an. Ich fahre den Premium RWD mit 77 kwh und bin voll zufrieden. Tolle Ausstattung und viel Reichweite zu einem klasse Preis als privater Nutzer. Nach rund 250 km Fahrt Autobahn (ca. 2,5 bis 3 Stunden angesichts Staus und Baustellen) muss ich ohnehin Pause machen und lade dann – Reichweitenfabelwerte von 1000 km entsprechen einfach nicht der realen Nutzung eines Fahrzeugs. Und teuer ist das auch nicht. Eher ist es sogar viel billiger als Benziner oder Diesel, schon vor dem Irankrieg.
Stefan
12.03.2026 um 08:00
Und um die aktuelle Lage nicht zu vergessen. Wie viel kosten heute 1.000 km mit einem Verbrenner und 1.000 km mit einem E-Auto? Mittelklasse Vergleich, Reichweite E-Auto WLTP 500 km.
Egon Kohler
12.03.2026 um 16:42
Kann es sein dass "der neue" eine wesentlich flachere Ladekurve hat als "der alte"? Denn trotz deutlich geringerer max DC-Leistung dauern die 10-80% kaum länger, bei entsprechend grösserer Batterie-Kapazität. Auch das wär' ein Fortschritt, obwohl die Peak-Leistung auf dem Papier schlechter aussieht.

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