Ford plant neuen E-Kleinwagen sowie weitere Fahrzeuge für Europa

Der US-Autohersteller Ford plant bis Ende 2029 fünf komplett neue Pkw-Modelle, die in Europa für Europa gefertigt werden. Dazu gehören ein rein elektrischer Kleinwagen, ein kleines Elektro-SUV sowie drei „Multi-Energy“-Modelle, die mit verschiedenen Antrieben angeboten werden sollen.

Ford europa lineup bis
Bild: Ford

Ford ist bekanntlich seit einigen Monaten in der Findungsphase, was die Elektromobilität angeht: Im Dezember strich der Konzern in den USA elektrische Modelle wie den  F-150 Lightning und kündigte wegen der Neuausrichtung Abschreibungen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar an. In Europa wiederum, wo der Hersteller mit der BEV-Version des Puma und dem Mustang Mach-E sowie den in Köln auf Basis des MEB von VW gebauten E-SUV Explorer und Capri immerhin vier vollelektrische Pkw im Sortiment hat, könnten die BEV-Verkaufszahlen ebenfalls besser sein.

Dass sich im europäischen Geschäft des US-Herstellers mit Blick auf die Elektroautos etwas tut, kündigte sich bereits im Dezember an: Zu diesem Zeitpunkt wurde ein Bündnis mit Renault bekannt, aus dem zwei Ford-Stromer auf Basis von Renault-Technologie entstehen sollen. In welchen Segmenten die neuen Elektro-Fords angesiedelt sein werden und welche Plattform der Franzosen genau genutzt wird, wurde damals aber noch nicht bekannt.

Jetzt hat Ford mit einer neuen Bekanntgabe fürs Europageschäft nachgelegt: Noch in diesem Jahrzehnt will der Konzern mit Europazentrale in Köln auf unserem Kontinent fünf völlig neue Pkw herausbringen. Darunter sind zwei reine Elektroautos, die womöglich auf der erwähnten Renault-Partnerschaft basieren, auch wenn Ford das noch nicht so bestätigt hat.

Konkret plant Ford ein neues kleines Elektrofahrzeug, das ein markantes Design mit der Ford-typischen Fahrdynamik kombinieren und „Race-to-Road“-Fähigkeiten in das B-Segment bringen soll. Weiterhin geplant ist auch ein voll elektrischer kleiner SUV, der „rallye-geprägte Designsprache und Fahrdynamik in einem stadttauglichen Paket“ bietet. Weiter ins Detail geht das Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht.

Darüber hinaus wollen die Kölner auch noch drei neue „Multi-Energy-Fahrzeuge“ auf den Markt bringen, die mit verschiedenen Antriebsarten erhältlich sein sollen, also vermutlich als Verbrenner, Hybrid und/oder E-Auto. Bei einem dieser drei Modelle wird Ford auch schon etwas konkreter: Es soll ein robuster Kompakt-SUV werden, der Teil der Bronco-Familie ist und ab 2028 im Ford-Werk in Valencia, Spanien, produziert werden soll. Weiterhin sollen „zwei zusätzliche Crossover-Modelle mit Rallye-Genen“ das Sortiment bis Ende 2029 vervollständigen.

ford.com

6 Kommentare

zu „Ford plant neuen E-Kleinwagen sowie weitere Fahrzeuge für Europa“
Simon 1
18.05.2026 um 15:28
„Race-to-Road“-Fähigkeiten im B-Segment... ist die Marketing Abteilung bei Ford schon durch ChatGPT abgelöst worden? Darüber hinaus gibt es offenbar in 4 Jahren weitere Ableger von Renault R5 und Nissan Micra. Wie auch schon beim Explorer zu spät.
dare100em
19.05.2026 um 09:45
Exakt wie von dir geschrieben - wenn man schon mit MEB an Grenzen stößt, Sichtbarkeit als "Ford" zu erzeugen, wird der Wechsel auf eine - bereits von Stallantis breit genutzte - Kleinwagenplattform mit ~ 3 Jahren Verzug zu setzen, wird kaum den Durchbruch bringen. DOA
Thomas
19.05.2026 um 22:58
Renault ist nicht Stellantis! Renault's Ampr Small wird bisher von Renault, Alpine, Dacia und Nissan genutzt.
MiKe
18.05.2026 um 18:48
Fahrzeuge für ehemalige Fiesta & Ka+ Kunden gibt's dann wohl eher nicht. Also dann Ciao Ford nach 42 Jahren Fiesta, Escort und Ka+
Manfred
19.05.2026 um 08:04
Wenn ich die verschiedenen Berichte lese, soll sehr wohl ein Kleinwagen im Fiesta Format rauskommen (auf Renault-Basis), was sicherlich auch nicht schlecht ist.
Andre
19.05.2026 um 09:08
Also mal wieder nichts innovatives aus dem Hause Ford. Statt auf Technik aus dem Hause Xpeng, BYD zu setzen... Kommt alte und langsame Ladetechnik aus dem Hause Renault an Board.

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