Hyundai ruft für Sport-Ableger Ioniq 6 N ab 75.900 Euro auf

Der Hyundai Ioniq 6 N ist in Deutschland ab sofort bestellbar. Die sportliche E-Limousine verfügt über ein Nürburgring-erprobtes Fahrwerk und eine virtuelle Schaltung. Die Preise von Hyundais nunmehr zweitem vollelektrischen N-Modell beginnen bei 75.900 Euro.

Hyundai ioniq n
Bild: Hyundai

Der Hyundai Ioniq 6 N ist für Deutschland eingepreist: Die Koreaner rufen für die performante E-Limousine besagte 75.900 Euro auf, wobei sich das Sport-Modell durchaus noch hochkonfigurieren lässt: Optional stehen etwa ein Glas-Schiebedach für weitere 700 Euro, digitale Außenspiegel für 1.400 Euro sowie ein Sitz-Paket für 2.000 Euro zur Auswahl. Letzteres enthält eine Sitzpolsterung in Alcantara-Leder-Kombination, belüftete Sitze vorne, die Mittelkonsole in Leder sowie Sicherheitsgurte mit N spezifischer Bestickung.

Doch der Reihe nach: Mit dem Ioniq 5 N hat Hyundais Sportabteilung vor knapp zwei Jahren seinen elektrischen Erstling herausgebracht. Nach dem Erfolg dieses strombetriebenen Performance-SUV schieben die Südkoreaner jetzt die N-Version ihrer elektrischen Limousine nach. Der Ioniq 6 N feierte vergangenen Sommer im Rahmen des Goodwood Festival of Speed Premiere und soll in der Mittelklasse mit einem ähnlichen Rezept wie der Ioniq 5 N überzeugen.

Analog zum sportlichen SUV verfügt daher auch der neue Ioniq 6 N über zwei E-Motoren, die jeweils an einer der beiden Antriebsachsen sitzen. Wenn der „N Grin Boost“ aktiviert ist, steht kurzzeitig eine Systemleistung von 478 kW und 770 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, im Normalfall sind es 448 kW. Diese Leistungsdaten kennen wir bereits von der N-Version des Ioniq 5.

Aufgrund der Motorsport-inspirierten Optik verschlechtert sich die Aerodynamik derweil gegenüber dem „normalen“ Ioniq 6 leicht, was vor allem an dem massiven „Schwanenhals“-Heckspoiler und den Kotflügelverbreiterungen liegen dürfte. Grundsätzlich nimmt der Ioniq 6 N das Facelift des Modells auf, der höhere Luftwiderstand ist dabei aber eindeutig auf die N-typischen Elemente und nicht das Facelift mit seinen neu gezeichneten Scheinwerfern zurückzuführen. Während der cW-Wert der normalen Limousine bei 0.21 liegt (vor und nach dem Facelift identisch), beträgt er bei der Sportversion 0,27. Der Fokus der N-Entwickler lag offensichtlich stärker auf einem möglichst hohen Abtrieb, was vor allem auf der Rennstrecke für eine bessere Stabilität sorgt.

Trotzdem beschleunigt der Ioniq 6 N zwei Zehntel schneller von Null auf 100 km/h als das technisch eng verwandte SUV und erreicht diese Marke bereits nach 3,2 Sekunden – zumindest wenn der Fahrer auf die serienmäßige Launch Control zurückgreift. Die Höchstgeschwindigkeit des Ioniq 6 gibt Hyundai mit 257 km/h an. Am Rande erwähnt: Der Ioniq 5 N ist drei km/h schneller.



Über diese Leistungsdaten hinaus sollen die Hyundais N-Modelle auch Fahrspaß und ein agiles Handling bieten. Nach Aussage des Herstellers hat die Sportlimousine eine komplett neue Fahrwerksgeometrie bekommen. Und dank elektronisch gesteuerter Dämpfer soll der Wagen auch im Alltag ausreichend komfortabel sein. Was nach? Fahrspaß-fördernde Spielereien wie die virtuelle Schaltung namens „e-Shift“ oder das „Active Sound System“, das bei einer dynamischen Gangart für eine passende akustische Untermalung sorgt, sind bereits vom Ioniq 5 N bekannt – und halten nun auch im Ioniq 6 N Einzug. Dazu kommt ein sogenannter „N Drift Optimizer“, der anhand von verschiedenen Parametern weitere Einstellungsmöglichkeiten bietet und auf abgesperrten Strecken optimale Drifts ermöglichen soll.

Der Ioniq 6 N basiert dabei wie die komplette aktuelle „Ioniq“-Modellfamilie auf der Konzern-Plattform e-GMP und teilt sich daher auch die bekannte 84-kWh-Batterie mit weiteren Hyundai-Modellen. Dank der 800-Volt-Architektur liegt die Ladeleistung bei maximal 240 kW. An einer geeigneten DC-Säule kann der Ladezustand im Idealfall in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent erhöht werden. Verbrauchen soll die windschnittige Limousine gemäß auf 100 Kilometern 18,7, kWh. Damit ist sie wesentlich sparsamer als der technisch eng verwandte Ioniq 5 N, der mit 21,2 kWh/100 km angegeben wird. Die Reichweite des Ioniq 6 N nennt Hyundai noch nicht, sie dürfte ergo aber klar oberhalb der für das SUV-Pendant genannten 448 Kilometer liegen.

hyundai.news, hyundai.com

1 Kommentar

zu „Hyundai ruft für Sport-Ableger Ioniq 6 N ab 75.900 Euro auf“
Philipp
23.03.2026 um 20:49
Schon ein Brett. Zumal ich bei meinem alten 6er selten das Bedürfnis habe aus dem Eco Modus zu wechseln. Der zieht ohnehin schon gut genug bei den ganzen lahmen Verbrennern die noch unterwegs sind.

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