Berlin errichtet 61 neue Ladepunkte auf landeseigenen Flächen
Die neuen Ladepunkte umfassen laut der Senatsverwaltung sowohl Normallade- als auch Schnellladepunkte. Installiert wurden sie an Standorten wie Bezirksämtern, einer Kfz-Zulassungsstelle, einem Museum und in einem Gewerbegebiet. Nähere Details wie eine Aufteilung nach AC- und DC-Ladepunkten und genauen Standorten werden aber nicht gemacht.
Stattdessen wird die Bedeutung der neuen Ladepunkte hervorgehoben. „Berlin stellt seine landeseigenen Liegenschaften gezielt für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Verfügung, weil die Mobilitätswende nur gelingt, wenn sie im Alltag funktioniert. Mit diesem Pilotprojekt setzen wir die Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur um und schaffen Ladepunkte dort, wo sie gebraucht werden: an Bezirksämtern, Kfz-Zulassungsstellen und in der Nähe von Wohnungen“, so der Staatssekretär Severin Fischer.
Für das Pilotprojekt hat die Senatswirtschaftsverwaltung eine Vollfinanzierung in Höhe von 1,4 Millionen Euro bereitgestellt, „als Investition in die Handlungsfähigkeit der Stadt und um Erfahrungen für den weiteren Ausbau zu sammeln“. Die Senatsverwaltung versteht das Vorhaben als Teil der Berliner Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur, die der Senat bereits im April 2024 beschlossen hatte.
„Das gemeinsame Projekt der Errichtung von Ladeinfrastruktur auf landeseigenen Flächen ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Elektromobilität in Berlin. Berlin verfügt heute bereits über mehr als 39.000 Ladepunkte – davon 7.100 öffentlich zugänglich – und wir wollen weiter Vorreiter sein: Die jetzt umgesetzten Standorte sind der Auftakt für die Öffnung landeseigener Standorte für Drittanbietende. Die eMO wird diesen Prozess eng begleiten, mit nachfrageorientierten Bedarfsanalysen, Projektierung und Fachexpertise“, teilt Gernot Lobenberg von der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO mit.
Dass es bei den 61 Ladepunkten nicht bleiben soll, macht auch Matthias Hardinghaus, Geschäftsführer der BIM, deutlich: „Mit 61 realisierten Ladepunkten in wenigen Monaten hat die BIM bewiesen, dass Ladeinfrastruktur selbst in komplexen Bestandsliegenschaften zügig umgesetzt werden kann. Mit der geplanten Fortsetzung des Projekts und zusätzlichen Standorten bauen wir diese Infrastruktur weiter aus und schaffen die technischen Voraussetzungen für eine moderne und nachhaltige Nutzung der landeseigenen Gebäude.“
Doch die Hauptstadt geht bei ihren Planungen noch weiter: Ab 2026 sollen auch private Betreiber eingebunden werden, um die Ladeinfrastruktur auf landeseigenen Flächen wettbewerbsorientiert und flächendeckender auszubauen.





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