Cariqa bringt eigene Ladekarte auf den Markt

Das Berliner Startup Cariqa ergänzt sein bisher App-basiertes Angebot um eine physische Ladekarte. Mit der „ChargeCard“ reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf das Feedback von Nutzern, die sich diese Art der Authentifizierung für öffentliche Ladepunkte wünschen.

Cariqa chargecard
Screenshot: Cariqa-App

Über seine App will Cariqa bekanntlich Elektroautofahrer mit Ladestationsbetreibern (CPOs) verbinden – und zwar ohne die üblichen Roaming-Zuschläge. Vielmehr sollen CPOs dort die „direkten Preise“ anbieten und auch Sonderangebote machen können. Cariqa ist mit der Mission angetreten, eine Art Booking.com der Elektromobilität werden zu wollen.

Bislang konnte das Cariqa-Angebot aber ausschließlich über die eigene App genutzt werden. Nun folgt doch eine physische Ladekarte. Zur Begründung teilt Cariqa mit: „Wir haben uns für die Einführung der ChargeCard entschieden, nachdem wir auf das Feedback unserer Nutzer:innen gehört und das Verhalten von Fahrenden im öffentlichen Ladenetz genauer analysiert haben. Viele Menschen mit Elektrofahrzeugen müssen heute mehrere Ladekarten verschiedener Betreiber mit sich führen, was das Laden unnötig kompliziert macht. Unser Ziel war es, eine einfache und sichere Lösung zu schaffen, die über mehrere Netzwerke hinweg funktioniert und ein nahtloses Ladeerlebnis ermöglicht.“

Wer die „ChargeCard“ nutzen möchte, kann sie über die App für einmalig 4,99 Euro bestellen. Ladevorgänge lassen sich dann an kompatiblen Ladestationen entweder per Ladekarte oder wie bisher per App starten und beenden. Um vorab die vom jeweiligen Betreiber festgelegten Preise einzusehen, bleibt jedoch weiterhin die App erforderlich. „Die ‚ChargeCard‘ ist kein separater Ladeservice – sie ist einfach eine weitere Möglichkeit, eine Ladesitzung zu authentifizieren und zu starten“, so Cariqa.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Fassung dieses Artikels hatten wir berichtet, dass die Pfalzwerke die Ladekarte herausgeben. Das ist nicht korrekt, es handelt sich um die reguläre Ladekarte von Cariqa, von der die Pfalzwerke im Rahmen einer Werbeaktion eine limitierte Anzahl an Ladekarten gratis einem begrenzten Kreis von Abonnenten des Pfalzwerke-Newsletters angeboten hat.

cariqa.com

7 Kommentare

zu „Cariqa bringt eigene Ladekarte auf den Markt“
Hahnenkamm
25.03.2026 um 17:02
"Viele Menschen mit Elektrofahrzeugen müssen heute mehrere Ladekarten verschiedener Betreiber mit sich führen, was das Laden unnötig kompliziert macht." So ei Quatsch! Und dann erweitert Cariqa das Problem um eine weitere Karte. Da ist Null Mehrwert dahinter. Vielmehr das Einsehen, dass der App doch nicht die Zukunft gehört.
Heggi
26.03.2026 um 10:15
Ich bin einer dieser "Menschen mit Elektrofahrzeugen" und RFID-Karte ist das Mittel der Wahl für mich. Es geht einfach am schnellsten und unkompliziertesten. Kein suchen eines QR Codes, kein Bedienen des Terminals, kein Auswählen der richtigen Säule in der App, kein sonstiger Schnickschnack, der (im Zweifel bei Wind und Wetter) Zeit und Aufwand kostet - Karte dran, Kabel einstecken, laden, fertig
Martin L.
25.03.2026 um 17:15
Und welche Betreiber/Bewerber haben verloren?
Christoph K.
25.03.2026 um 23:40
Hey Cool, noch ne App/ Karte... Macht nen Kreditkartenterminal dran und bietet den Ladestrom zum Börsenstrompreis + 15% Marge an und alles ist fein. Aber wie so oft gilt mal wieder der alte Top Gear Spruch: How hard can it be?
Johannes
28.03.2026 um 23:55
An allen Schnellladesäulen sind Kreditkartenterminals, aber in allen meinen Versuchen mit Kreditkarte zu bezahlen hat keine meiner Karten funktioniert und es hat Fehlermeldungen gehagelt.Ladekarte geht viel schneller als da an so einem drecks Terminal rumzufummeln.
Paul
26.03.2026 um 07:03
Viel mehr war es wohl die Überlegung: "Oh nein, in der App sehen die Kunden ja den Preiswucher und starten die Ladung nicht. Mit der Karte können wir das verschleiern."
Jürgen Koch
30.04.2026 um 08:31
Scheint zunächst eine gute Idee zu sein. Allerdings ist diese Ladekarte "aus Sicherheitsgründen" permanent gesperrt und muss vor jedem Ladevorgang erst in der App für maximal 12 Stunden entsperrt werden. Wenn man sowieso bei jedem Ladevorgang die App benötigt, welchen Mehrwert bietet dann die Ladekarte?

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