IBU-tec meldet Fortschritte bei Werksbau für LFP-Batteriematerial

IBU-tec feiert Richtfest für einen neuen Sprühturm am Standort Bitterfeld-Wolfen. Der Turm gehört zu jener Anlage, mit der das Weimarer Unternehmen die großvolumige Produktion von europäischem LFP-Batteriematerial initiieren will. Die Investition ist eng mit Volkswagens Batterietochter PowerCo verwoben.

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Bild: IBU-tec

IBU-tec vermeldet das Richtfest für den neuen Sprühturm und nimmt diese Gelegenheit zum Anlass, auf die Baufortschritte an seinem Standort Bitterfeld-Wolfen aufmerksam zu machen. Der Sprühturm ist ein zentraler Bestandteil für eine neue LFP-Produktionsanlage mit einer Kapazität von 15.000 Tonnen, die ab 2028 in Betrieb genommen werden soll. Bisher produziert IBU-tec das Material in wesentlich geringerem Umfang.

Die Bauarbeiten an der großvolumigen Anlage haben im Herbst 2025 begonnen. Der Aufbau der Produktion fußt dabei auf umfassenden Entwicklungs- und Produktionsverträgen mit Volkswagens Batterietochter. „PowerCo hat sich die […] komplette Produktionsmenge für einen Zeitraum von zehn Jahren gesichert. In der Übergangsphase soll beginnend ab diesem Jahr bis 2028 LFP-Kathodenmaterial auf bestehenden Anlagen am IBU-tec Hauptsitz in Weimar hergestellt werden“, schreibt das Unternehmen dazu.

Die detaillierten Abschnitte des im Herbst abgeschlossenen Joint Development Agreements („JDA“) und des darauf aufbauenden Liefervertrags zwischen IBU-tec und PowerCo können Sie hier nachlesen. Wichtig ist den Thüringern, dass ihr eigenentwickelter Produktionsprozess ohne chinesische Technologie auskommt und auf den europäischen Markt ausgerichtet ist. „Das so produzierte Batteriematerial zeichnet sich z. B. durch einen deutlich verbesserten CO2-Fußabdruck aus, da die Technologie im Vergleich zu konventionellen Verfahren aus China nur rund halb so viel Energie verbraucht“, heißt es.

Die nächsten Schritte bei der Errichtung der neuen Produktion in Bitterfeld-Wolfen sind nun ab Mitte des Jahres der Aufbau weiterer Infrastruktur für die LFP-Produktionsanlage, darunter eine Logistikhalle, und die geplante Inbetriebnahme des Sprühturms im vierten Quartal 2026.

Jörg Leinenbach, CEO von IBU-tec, äußerte in einer Rede anlässlich des Richtfests: „Wir sind heute unserem Ziel, Europas Battery Powerhouse zu werden, ein großes Stück nähergekommen. Mit der neuen Produktionsanlage schaffen wir die Grundlage, um LFP-Kathodenmaterial erstmals in industriellem Maßstab in Europa herzustellen.“ Damit leiste sein Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der europäischen Batteriewertschöpfungskette und zur Versorgung der Kunden mit leistungsfähigen und nachhaltigeren Materialien.

Ehrengast Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, kommentierte: „Aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation ist es wichtiger denn je, ein klares Zeichen für industrielle Souveränität und technologische Zukunftsfähigkeit in Europa zu setzen. Batteriematerialien sind ein Schlüssel für die Energiewende und die Transformation der Automobilindustrie. Umso erfreulicher ist es, mit IBU-tec ein starkes Unternehmen in Sachsen-Anhalt zu haben, das im Zukunftsmarkt der Batterietechnologie stark positioniert ist und eine unabhängige, europäische Wertschöpfungskette für Batteriematerial hier in Bitterfeld etabliert.“

Die IBU-tec-Gruppe entwickelt und produziert Materialien für unterschiedliche Industrien und beschäftigt aktuell rund 230 Mitarbeiter. Der Standort Bitterfeld-Wolfen spielt für die Gruppe eine zentrale Rolle: Seit 2018 produziert das Unternehmen vor Ort – ab 2028 werden am Standort verstärkt auch LFP-Materialien vom Band laufen.

ibu-tec.de, presse.investieren-in-sachsen-anhalt.de

1 Kommentar

zu „IBU-tec meldet Fortschritte bei Werksbau für LFP-Batteriematerial“
Tim N.
16.04.2026 um 22:11
Wenn ich Exklusiv-Lieferverträge mit Fahrzeugherstellern höre, habe ich eher so gemischte Gefühle. Ob es sich um eher unerfahrene Investor/-innen handelt? Wie kann man sich die anderen potentiellen Geschäftsfelder und potentiell besser zahlende Partner als die Automobilindustrie bei einer solch volatilen Technologieperspektive auf Jahre hinaus so verbauen?

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