ÖBB senkt Ladepreise an Park&Ride-Anlagen
Der neue Tarif liegt ab 1. Mai 2026 bei 0,30 Euro pro kWh, wie die ÖBB mitteilt. Aktuell stehen Bahnkunden 233 Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW auf ÖBB Park&Ride-Anlagen in ganz Österreich zur Verfügung. Mit dem Lade-Angebot auf den Park&Ride-Parkplätzen soll es möglich werden, „die erste und letzte Meile einer Bahnreise komfortabel und emissionsfrei zurückzulegen“.
Die temporäre Tarifsenkung ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets der österreichischen Regierung zur Förderung nachhaltiger Mobilität. „E-Mobilität und der öffentliche Verkehr sind die Haupthebel für die Mobilitätswende. Mit günstigeren Ladetarifen und dem Ausbau auf 400 Ladepunkte an Park-&-Ride-Anlagen machen wir den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität einfacher und leistbarer“, sagt der österreichische Verkehrsminsiter Peter Hanke (SPÖ). „So verbinden wir Individualverkehr und Bahn – und schaffen spürbare Verbesserungen im Alltag.“
Auch Rail&Drive-Nutzer profitieren: Sie sparen rund 0,50 Euro pro gebuchter Stunde Ladezeit. Bei Rail&Drive handelt es sich um ein Carsharing-Angebot, welches in 45 Städten des Landes rund 400 Fahrzeuge zur Verfügung stellt, um eine Bahnreise flexibel mit einem Auto zu verbinden. Zunehmend werden in der Rail&Drive-Flotte auch Elektroautos genutzt.
Parallel zur Tarifmaßnahme treibt die ÖBB den Ausbau der Ladeinfrastruktur an ihren Park&Ride-Anlagen weiter voran. In den Jahren 2026 und 2027 entstehen 100 zusätzliche Ladepunkte. Bis 2030 soll der 400. Ladepunkt in Betrieb gehen. Zusätzlich soll Schnellladeinfastruktur mit einer Ladeleistung von über 100 kW an zehn Standorten österreichweit bis 2030 errichtet werden.
„Mit günstigeren Ladetarifen und dem konsequenten Ausbau unserer Ladeinfrastruktur schaffen wir konkrete Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. So verbinden wir Klimaschutz mit echtem Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden“, sagt ÖBB‑CEO Andreas Matthä.
Auf der Mobilitätskonferenz 2026 hatte Verkehrsminister Hanke eine Art Grundsatzrede zu seiner Verkehrspolitik gehalten – und dabei Mobilität als „eine Frage der Gerechtigkeit – nicht der ideologischen Konflikte“ bezeichnet. „Eine echte Mobilitätswende entsteht nicht durch den erhobenen Zeigefinger, sondern durch bessere Angebote.“ Klimaschutz sei „kein Verzichtsprogramm, sondern ein Innovationsprogramm“. Trotz budgetärer Herausforderungen sollen „gezielte Investitionen“ Anreize setzen und den Umstieg fördern.
presse-oebb.at, ots.at (Grundsatzrede Hanke)





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