Prag weiht Ladehub mit 161 Ladepunkten ein

Prag überführt seinen bisher größten städtischen Ladehub in den Regulärbetrieb: In neunten Stadtteil (Praha 9) können an einem Standort nun 161 Fahrzeuge parallel laden – hauptsächlich an AC-Ladern, aber auch an Alpitronic Hyperchagern. Betreiber des Ladeparks ist das Energieunternehmen PRE, an dem die Stadt Prag beteiligt ist.

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Bild: Pražská energetika

In der tschechischen Hauptstadt geht nach einjähriger Testphase der größte Ladepark der Stadt in den regulären Betrieb über. Der neue Ladehub befindet sich in der Novovysočanská-Straße im Stadtteil Praha 9. Betreiber des Standorts ist das Energieunternehmen Pražská energetika (PRE), das auf dem Gelände nebenan eine eigene Liegenschaft hat. Beide Standorte sind laut einer städtischen Mitteilung technisch miteinander verbunden. 147 der 161 Ladepunkte sind öffentlich, ein Dutzend ist dem PRE-Konzern vorbehalten. Gesteuert werden die Ladeströme über ein eigenes System, dass die Verbrauchswerte der umliegenden Gebäude sowie aller installierten Ladepunkte in Echtzeit erfasst.

Standortübergreifend verfügt der Hub über besagte 161 Ladepunkte, darunter zwei öffentliche HPC-Ladestationen von Alpitronic mit einer Leistung von 400 kW. Im benachbarten PRE-Gelände sind weitere sechs nicht-öffentliche HPC-Stationen mit zwölf Anschlüssen und einer Leistung von bis zu 300 kW installiert. Ergänzt wird das Angebot durch 50 freistehende AC-Ladestationen, 25 wandmontierte AC-Wallboxen und drei AC-Laternenlader. Alle AC-Ladepunkte zusammen bieten 145 Anschlüsse für das Laden mit Wechselstrom.

An der Inbetriebnahme des Ladehubs nahm auch der Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda teil: „Die Entwicklung der Elektromobilität in Prag muss auf Daten basieren, nicht auf Gefühlen oder Modetrends. Wir sehen zwar, dass die Zahl der Elektroautos und Ladepunkte in Tschechien und Europa stetig wächst, doch zugleich ist klar, dass intelligente Ladeparks an strategischen Standorten am besten funktionieren – und nicht willkürlich verteilte Einzelstationen“. Der Ladepark Novovysočany zeige, dass Prag moderne Energiemanagement-Technologien mit der effektiven Nutzung der vorhandenen Energieinfrastruktur verbinde und so sowohl das Verteilnetz als auch den Wohnkomfort der Anwohner schützen könne.

Jaromír Beránek, der für den Verkehr zuständige stellvertretende Oberbürgermeister von Prag, ergänzt: „Ich beschäftige mich schon lange mit der Entwicklung der Elektromobilität und der Ladeinfrastruktur, daher freue ich mich sehr über die Inbetriebnahme dieses einzigartigen Ladeparks. Ich werde auch künftig ähnliche Projekte unterstützen, die hohe Leistung effektiv mit einem intelligenten Stromnetz verbinden, denn sie sind der Schlüssel zu einem reibungslosen und sauberen Verkehr in Prag.“

Nutzer können die Lader u.a. über die App „PID Lítačka“ nutzen. Geplant sei, dass Nutzer direkt bei der App-Routenplanung durch die Stadt einen aktuellen Überblick über die Belegung und Verfügbarkeit der Ladestationen erhalten. Der öffentliche Bereich des Ladeparks in der Novovysočanská-Straße soll derweil mit der Zeit noch komfortabler werden. „Derzeit wurden die baulichen Verfahren für die Errichtung einer Überdachung und einer Preisanzeige-Stele eingeleitet. Wir streben an, die Baugenehmigung im Juni zu erhalten und das Pilotprojekt mit Überdachung und Stele bis Jahresende umzusetzen. Zudem planen wir die Aufstellung eines Verkaufsautomaten mit Erfrischungen für die Kunden“, erläutert Libor Hladík, Leiter des Bereichs Elektromobilität bei PRE.

Und: In Zusammenarbeit mit der Hauptstadt sucht PRE bereits nach geeigneten Standorten für den Bau weiterer Ladehubs. Im Fokus stehen dabei vor allem ungenutzte Industriebrachen oder Parkplätze, die ausgebaut werden können. Bereits beschlossen sind Prag-Ladeparks in Zbraslav, Komořany, Holešovice sowie in der Plzeňská-Straße in Řepy. Dort sollen überall HPC-Lader aufgebaut werden.

tschechien.news, praha.eu, praguedaily.news

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