Citybus Burghausen bekommt E-Busse von MAN
Burghausen, nahe der deutsch-österreichischen Grenze gelegen und bekannt für die längste Burganlage der Welt mit 1.051 Meter Länge, sieht sich damit auf dem besten Weg in eine nachhaltige Zukunft. Zugleich werden die Elektrobusse damit rechtzeitig vor Beginn des Volksfestes Mai-Wies’n in Betrieb genommen, wie der Erste Bürgermeister Florian Schneider betont: „Ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr ist ein wichtiger Beitrag für eine entspannte und sichere Anreise zur Mai-Wies’n. Nur wenn wir das Angebot durch hohe Verfügbarkeit und Verlässlichkeit halten können, wird der ÖPNV auch angemessen angenommen. Das beweisen unsere Nutzerzahlen.“
Der Burghauser Citybus mit seinem Netz von fünf Linien wird jährlich von rund 500.000 Fahrgästen genutzt. Im Zuge der Flottenerneuerung kommen nun moderne, umweltfreundliche Elektrobusse des Münchner Herstellers MAN auf Burghausens Straßen. Dabei handelt es sich um das bekannte Modell Lion’s City E, wobei die genaue Konfiguration aktuell unbekannt ist. Fest steht in jedem Fall, dass es sich um Niederflur-Solobusse mit drei Türen handelt, die einen barrierefreien Einstieg bieten.
Während Batteriekapazität (das Modell wird mit vier, fünf oder sechs Batteriepakete mit installierter Kapazität von 356 bis 534 kWh angeboten) und entsprechend auch die Reichweite unbekannt sind, betonen Busbetreiber Brodschelm und die Stadt Burghausen, dass das Fahrzeug mit moderner Ausstattung wie digitalen Spiegeln und USB-Lademöglichkeiten daherkommt.
Beim Betrieb von E-Bussen darf aber natürlich auch die Ladeinfrastruktur nicht fehlen. Und hier gehen die Partner in die vollen, denn es wurden nicht nur Ladestationen für die ingesamt sechs Einheiten des Lion’s City E errichtet, sondern obendrauf auch noch eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung sowie ein leistungsfähiger stationärer Batteriespeicher. Technische Angaben machen Brodschelm und Gemeinde jedoch nicht. In jedem Fall soll mit diesem Setup die Ladezeit der Busse rund zwei bis drei Stunden betragen.
Busbetreiber Brodschelm ist für die organisatorischen Umstellungen durch die E-Busse bereit: „Das Lademanagement ist komplex, dafür müssen wir zusätzlich Personal einplanen“, sagt Tino Günther, Leiter des öffentlichen Verkehrs bei Brodschelm. Auch die Fahrer werden umfassend vorbereitet: „Das Fahrverhalten unterscheidet sich deutlich – vom Bremsen bis zum Anfahren.“ Die Resonanz sei jedoch sehr positiv: „Die Fahrer sind sehr motiviert und nehmen die Schulungen mit großer Begeisterung an“, so Günther.
Sowohl die Beschaffung der E-Busse als auch der Aufbau der Infrastruktur wurde vom Freistaat Bayern mit einer nicht näher bezifferten Millionensumme gefördert.





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