Farizon bringt E-Transporter-Duo nach Deutschland
Farizon ist in China ein großer Nutzfahrzeughersteller mit einem Sortiment aus Transportern und Trucks – meist elektrifiziert. Das Unternehmen gehört zum Geely-Konzern und liebäugelt schon länger mit dem europäischen Markt. In Frankfurt hat Farizon nun seinen Deutschland-Start gefeiert. Konkret will der Konzern den Sprung in den hiesigen Markt zunächst mit zwei E-Transportern wagen: Der Farizon SV ist dabei einklassischer Vertreter der 3,5-Tonnen-Klasse, der in mehreren Längen- und Höhenvarianten angeboten wird. Der Farizon V7E ist eine äußerlich ähnliche, aber abgespeckte und um zehn Zentimeter schlankere Variante, die nur in einer Version (L1H1) antritt. Bei letzterem beginnen die Preise bei 32.600 Euro netto, Ersterer ist bei 44.900 Euro netto eingepreist.
Schauen wir zunächst näher auf den Farizon SV: Das Kürzel steht für SuperVan und der chinesische Hersteller will diesen Van gleich in sechs Größen anbieten (L1H1, L1H2, L2H1, L2H2, L2H3 und L3H3.). Die kleinste Variante kommt auf ein Ladevolumen von 6,95 Kubikmeter und eine maximale Nutzlast zwischen 1.265 und 1.350 kg, je nach verbauter Batterie. Die geräumigste Variante, der L3 H3, bietet Nutzern ein Ladevolumen von 13 Kubikmetern und eine Nutzlast von 1.035 bis 1.045 kg, je nach Batterieoption. Als Anhängelast werden 750 kg umgebremst und 2 Tonnen gebremst angegeben.
Konkret variieren die Längen des Transporters zwischen 4,99, 5,49 und 6 Metern sowie die Höhen zwischen 1,98, 2,18 und 2,5 Metern. Die Breite wird konstant mit 1,98 Metern angegeben. Als Batterieoptionen bietet Farizon 67 und 83 kWh, bei diesen Speichern handelt es sich jeweils um LFP-Akkus von CATL. Die Reichweite variiert je nach Batterie und Van-Größe zwischen 210 und 376 Kilometern gemäß WLTP. Der Vorderradantrieb leistet 170 kW, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 135 km/h angegeben.








Der V7E ist mit einem 50-kWh oder 67-kWh-Akku ausgestattet und soll es mit dem größeren Akku auf 328 Kilometer nach WLTP bringen. Als Motorleistung werden 110 kW genannt, als Höchstgeschwindigkeit 120 km/h. Das Modell bietet ferner 3,15 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und eine Nutzlast von 1,24 Tonnen. Mit nur 1,82 Metern Breite gehört der Transporter zu den recht schlanken Modellen. In Deutschland ist er vorerst ausschließlich als L1H1-Kastenwagen mit fünf Metern Länge und knapp zwei Meter Höhe zu haben, währen der SV auch als Personentransporter und Fahrgestell erhältlich sein wird. Die Ladekante des V7E befindet sich auf 51 Zentimetern Höhe, den Wendekreis gibt der Hersteller zudem mit 6 Metern an. Mit seiner schlanken Statur und diesem Wendekreis soll sich das Modell vor allem für die städtische Umgebung eignen. Das DC-Laden wird beim V7E mit 97 kW und das AC-Laden mit 11 kW Leistung angegeben.
„Beide Modelle bieten deutschen Flottenbetreibern unabhängig geprüfte 5-Sterne-Euro-NCAP-Sicherheit, CATL-Batterietechnologie sowie die bewährte Technik von Bosch und ZF“, wirbt Farizon. Außerdem gibt das Unternehmen an, dass sein Neugeschäft von einem deutschen Ersatzteillager unterstützt werde, ohne auf den präzisen Standort einzugehen. Klar macht Farizon hingegen, dass Deutschland „ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Marktstrategie von Farizon“ ist.









Cook Xue, CEO von Farizon Auto International, bekräftigt: „Deutschland stellt an einen Nutzfahrzeuglieferanten höhere Anforderungen als jeder andere Markt weltweit, und Farizon akzeptiert diesen Standard nicht nur, sondern begrüßt ihn. Wir haben unsere Produkte im Frankfurter Forschungs- und Entwicklungszentrum von Geely vorgestellt, da dieses Gebäude für nachhaltige Investitionen in die europäische Ingenieurskunst steht.“ Sein Unternehmen habe ein Ersatzteillager in Deutschland bereitstehen, noch bevor das erste Fahrzeug einen Kunden erreicht. Und: „Wir haben Bosch und ZF als Partner, weil sie uns geprüft und sich für eine Zusammenarbeit mit uns entschieden haben.“
Die Serviceabdeckung „in ganz Deutschland“ will Farizon zudem in Kürze durch Partnerschaften mit etablierten lokalen Servicenetzbetreibern gewährleisten.
Quelle: Infos per E-Mail





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