Britischer H2-Truck-Entwickler HVS für Spottpreis verkauft
HVS wurde im September 2017 gegründet und ist im Endeffekt nur knapp zehn Jahre alt geworden. Das Unternehmen war ein in Glasgow ansässiger Hersteller und Entwickler von Brennstoffzellen-betriebenen Elektrofahrzeugen. Nach der Einleitung eines Insolvenzverfahrens sei es inzwischen bereits verkauft worden, meldet die Zeitung The Herald unter Berufung auf die Insolvenzverwalter. Bei dem „Pre-Pack“-Deal handelt es sich um einen vereinbarten Verkauf im Rahmen der Insolvenzverwaltung, um eine reine Abwicklung abzuwenden.
Was gibt’s zu HVS zu sagen? Das Unternehmen war in gemieteten Räumlichkeiten in Glasgow tätig und beschäftigte zuvor rund 70 Mitarbeiter in den Bereichen Forschung, Technik und Entwicklung sowie in der allgemeinen Verwaltung und im Finanzwesen. Ziel des Unternehmens sei es gewesen, HVS‘ proprietären Systeme und Technologien mithilfe von Partnern sowie dank Investorengeldern und staatlichen Zuschüssen der britischen Regierung zu entwickeln. Doch schon Anfang 2024 bröckelte die Finanzierung, sodass HVS eine Sparkurs einschlug und bereits im Mai 2024 den Firmensitz in Glasgow schloss. Zwar meldete HVS im August 2024 noch eine Partnerschaft mit einer chinesischen Firma, doch das Ruder war nicht mehr herumzureißen.
„Bis Januar 2025 wurde das Unternehmen mit einem begrenzten Budget von den Geschäftsführern und einer kleinen Gruppe von Gründungsmitarbeitern, die auf freiwilliger Basis arbeiteten, weitergeführt“, heißt es im Zeitungsbericht weiter. Und: „Nach einer Marketingkampagne […] ging ein […] Angebot von H2 Vehicle Systems Ltd (H2VS), einem verbundenen Unternehmen, ein“. In der Tat ähneln sich die Firmennamen von Käufer und Übernahmeunternehmen stark. Der vereinbarte Preis: lediglich 145.000 Pfund, umgerechnet 168.000 Euro für den Erwerb des Unternehmens und der materiellen sowie immateriellen Vermögenswerte.
Die Insolvenzverwalter geben an, dass durch den Verkauf „die Möglichkeit gewahrt wurde, laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte fortzusetzen“. Die Vermögenswerte und das geistige Eigentum seien erhalten geblieben. Was Käufer H2VS genau vorhat, bleibt allerdings offen. Bekannt ist, dass die Firma dieselbe Headoffice-Adresse in Glasgow nutzt wie das akquirierte Unternehmen.
heraldscotland.com





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