Elektro-Kraftpaket: Mercedes-AMG enthüllt GT 4-Türer Coupé

Mercedes-AMG präsentiert das vollelektrische GT 4-Türer Coupé, ein Bolide mit bis zu 860 kW Output und einer Peak-Ladeleistung von mehr als 600 kW. Zum Bestellstart in wenigen Tagen werden zunächst zwei Motorisierungen des Kraftpakets verfügbar sein: die GT-Version 63 und die GT-Version 55. (Update am Ende des Artikels)

Mercedes amg gt
Bild: Mercedes-Benz

Der vollelektrische GT 4-Türer Coupé ist der erste Repräsentant der Mercedes-Fahrzeugplattform AMG.EA und wird von drei Axialflussmotoren angetrieben, die zusammen bis zu 860 kW Spitzenleistung liefern. Mercedes betont, das Modell unterstreiche „den Affalterbacher Pioniergeist mit zahlreichen Weltneuheiten“. In dem bei Stuttgart liegenden Ort hat die Mercedes-AMG GmbH bekanntlich ihren Sitz. Und in der Tat, Innovationen enthält das viertürige GT-Coupé nicht zu knapp: Die Axialflussmotoren kommen im Unternehmen erstmals in einem Serienmodell zum Einsatz und werden zudem mit einer „Formel-1-basierten 800-Volt-Batterie“ gekoppelt, deren Rundzellen unter anderem direkt gekühlt werden. Durch dieses Kühlkonzept soll die Baureihe zu einem „schnellen, wiederholbaren und dauerhaften Leistungsabruf“ befähigt werden. Der Kern des AMG-Versprechens.

Zum Bestellstart in wenigen Tagen werden zwei Motorisierungen verfügbar sein: die 63er- und die 55er-Version.“Preislich werden sich die Modelle an den vergleichbaren Vorgängerfahrzeugen orientieren“, teilt Mercedes-AMG mit. Diese sind aktuell bei rund 179.000 bzw. 158.800 Euro eingepreist. Die in der aktuellen Generation verfügbare 43er-Version als Verbrenner-Einstiegsmodell des GT 4-Türer Coupé nennt Mercedes zur Premiere der neuen Elektrogeneration übrigens nicht. Ob sie noch nachgeschoben wird, bleibt also unklar.

Technisch steht bei dem neuen Kraftpaket das neu entwickelte Antriebskonzept im Mittelpunkt, das voll auf Power getrimmt ist. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h soll das Fahrzeug entsprechend nur 2,1 Sekunden brauchen, für die Beschleunigung von 0 auf 200 km/h sind es 6,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Mercedes-AMG mit 300 km/h (mit dem sogenannten „Driver‘s Package“) an. Bei diesen und allen folgenden Werten ist allerdings zu beachten, dass die Angaben noch vorläufig sind.

Die drei innovativen Elektromotoren des GT 4‑Türer Coupé liefern in der 63er-Version konkret 860 kW Spitzenleistung. Im 55er sind es mit 600 kW etwas weniger. Laut Mercedes-AMG ist dies noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die Architektur sei technologisch sogar auf noch höhere Leistungen von über 1.000 kW ausgelegt, teilt der Hersteller mit. Bemerkenswert: Die Axial-Fluss-Motoren drehen bei Höchstgeschwindigkeit mehr als 13.000 rpm.

Die Motoren sind dabei je Achse in eine High Performance Electric Drive Unit (HP.EDU) eingebaut. An der Hinterachse enthält diese Unit zwei Axial-Fluss-Motoren, die gemeinsam jeweils mit einem kompakten Eingang-Planetenradgetriebe in einem Gehäuse vereint sind. Wichtig: Die Motoren und die Getriebe sind ölgekühlt. Die dazu erforderliche Pump Control Unit mit Hydraulikpumpen und Saugfiltern ist platzsparend ebenfalls in die HP.EDU integriert. Hinzu kommen zwei wassergekühlte Siliziumkarbid-Inverter – je einer pro Motor.

Vorderer Motor kommt auf bis zu 15.000 rpm

Die vordere HP.EDU enthält einen Motor, ein Stirnradgetriebe mit integrierter Parksperre sowie ebenfalls eine Pump Control Unit und einen flüssigkeitsgekühlten SiC-Inverter. „Der Axial-Fluss-Motor an der Front dreht bei Höchstgeschwindigkeit sogar mehr als 15.000 rpm“, betont AMG. Der vordere Elektroantrieb fungiere dabei als „Boostermotor“. Heißt: Er wird nur dann zugeschaltet, wenn die entsprechende zusätzliche Leistung oder Traktion über die Vorderachse benötigt wird. Zugunsten einer höheren Effizienz bei geringer Last kann der Elektromotor an der Vorderachse blitzschnell entkoppelt werden und reduziert so unnötige Schleppverluste. Beim Beschleunigen und Rekuperieren wird die Verbindung dann ebenso schnell wieder hergestellt.

Zur komplett neu entwickelten Batterie des neuen GT 4‑Türer Coupés: Der Akku namens AMG High Performance Electric Battery („AMG HP.EB“) sei das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen den Ingenieuren von Mercedes‑AMG in Affalterbach und Mercedes‑AMG High Performance Powertrains (HPP) im englischen Brixworth. Eingeflossen sein sollen dabei Erfahrungen aus der Formel 1 und aus der Entwicklung des Hypercar Mercedes‑AMG ONE. Sie soll einerseits die AMG-typische Leistung gewährleisten und anderseits eine für die Preisklasse angemessene Reichweite ermöglichen. „Das Batteriekonzept ist dabei so ausgelegt, dass künftig auch Reichweiten von deutlich über 700 Kilometern WLTP ermöglicht werden könnten“, teilt AMG mit. Aktuell nennt der Hersteller eine recht grobe Spanne von 600 bis 700 Kilometern.

Rundzellen mit eigens entwickelter NCMA-Chemie

Als Hauptinnovationen der Batterie zählt das Management neu entwickelte Batteriezellen, eine innovative Direktkühlung jeder einzelnen Zelle und eine vergleichsweise hohe Spannung auf. Die Zelle fällt dabei zylindrisch, hoch und schmal aus: Sie ist 10,5 Zentimeter hoch und misst im Durchmesser 2,6 Zentimeter. „Dieses Format bietet entscheidende Vorteile für die Kühlung“, gibt Mercedes-AMG an. „Durch den geringen Durchmesser der Rundzelle wird die Distanz vom Zellkern zur Oberfläche minimiert. Dies ermöglicht eine schnelle und effiziente Abführung der bei Last entstehenden Wärme, wodurch jede einzelne Rundzelle stets in ihrem optimalen Temperaturbereich gehalten werden kann. Dies ist entscheidend für die konstante Leistungsabgabe und Langlebigkeit der Batterie, selbst unter extremen Bedingungen.“

Auch das lasergeschweißte Aluminium-Zellgehäuse ist eine Neuentwicklung. Es soll nicht nur leichter als herkömmliche Stahlbecher ausfallen, sondern auch auch mit einer besseren Strom- und Wärmeleitfähigkeit punkten. Auch dies zahle auf eine präzisere und effektivere Temperaturregelung der Zelle ein, heißt es. Ein weiteres Details ist das Full-Tab-Design der Zellen, bei dem der Zellwickel vollflächig elektrisch und thermisch an die Pole angebunden ist („Das Ergebnis ist eine signifikante Senkung des Innenwiderstands“) – diese Vorgehensweise kennen wir aber bereits aus anderen Serienmodellen.

Noch wichtig: Die Kathoden der Zellen enthalten eine eigens entwickelte NCMA-Chemie (Nickel/Kobalt/Mangan/Aluminium) als Aktivmaterial. Ihr Gegenstück bildet eine siliziumhaltigen Anode. Die Energiedichte gibt AMG mit über 298 Wh/kg bzw. 732 Wh/l auf Zellebene an. Das Fazit der Entwickler: „Insgesamt legt die Kombination von hohem und schmalem Format, Aluminium-Gehäuse, Full-Tab-Technologie sowie NCMA-Chemie bereits in jeder einzelnen Batteriezelle die Grundlage für Höchstleistung, besonders im Bereich der Dauerbelastung.“ Und: „Auch die hohe Spannung des Lithium-Ionen-Energiespeichers von 800 Volt trägt zur Gesamtperformance bei.“

Reaktionsschnelle Thermosteuerung

Alles in allem kommen im Mercedes‑AMG GT 4‑Türer Coupé 2.660 Zellen zum Einsatz, die in 18 lasergeschweißten Kunststoffmodulen zusammengefasst sind. Das Batteriegehäuse selbst ist Teil der Fahrzeugstruktur. In den Kunsstoffmodulen ist wiederum die ölbasierte Direktkühlung der Rundzellen integriert, wobei AMG ein spezielles Kühlmittel und eine reaktionsschnelle Thermosteuerung erwähnt: „Das intelligente Wärmemanagement steuert die Temperatur des Kühlmittels pro Zellmodul exakt dort auf den vorgegebenen Wert, wo sie nötig ist.“ Dafür gibt es sogar einen Fachausdruck, das sogenannte On-demand cooling.

All diese Innovationen machen sich bei der Ladeleistung des Boliden bemerkbar: Das Modell schafft an geeigneten Ladern (wie beispielsweise dem neuen Schnelllader von Alpitronic) einen Ladestrom von mehr als 800 Ampère und damit eine Peak-Ladeleistung von mehr als 600 kW. Laut Mercedes-AMG kann das GT Coupé dadurch in zehn Minuten Energie für rund 460 Kilometer aufnehmen. Die Ladezeit von 10 auf 80 % State of Charge (SoC) beziffert das Unternehmen auf nur elf Minuten. Alternativ kann die Batterie bei längeren Stopps aber auch schonend mit 400 Volt Spannung geladen werden. Außerdem wichtig für den globalen Vertrieb: Das Mercedes‑AMG GT 4‑Türer Coupé wird für fünf Schnelllade-Standards vorbereitet: CCS2 in Europa, GB/T in China, CHAdeMO in Japan, CCS1 in Südkorea und NACS in USA.

Die weiteren Highlights des Modells liefern wir hier im Überblick:

  • Der Karosserie-Rohbau ist eine komplette Neukonstruktion aus Aluminium, Stahl und Faserverbundwerkstoffen für hohe Steifigkeit und niedriges Gewicht.
  • Das Fahrwerk weist eine große Spreizung zwischen Sportlichkeit und Komfort auf soll Wankbewegungen stark reduzieren. Hinzukommt eine serienmäßige Hinterachslenkung mit 6 Grad.
  • Die Dynamik lässt sich mit der Funktion AMG RACE ENGINEER auf das individuelle Fahrverhalten zuschneiden. Dank intelligent verknüpfter Hard- und Software lassen sich Ansprechverhalten, Traktion und Kurvenverhalten gezielt steuern.
  • Um die Kraft optimal auf die Straße zu bringen, passt sich die Aerodynamik des viertürigen Sportwagens aktiv jeder Fahrsituation an. Garanten dafür ist eine intelligente, adaptive Aerodynamik-Technologie unter Rückgriff auf zwei Venturi-Platten im Unterboden und einen Heckdiffusor.
  • Im Modus AMGFORCE S+ liefert das Fahrzeug einen authentischen V8-Sound, gepaart mit einer Zugkraftunterbrechung bei simulierten Schaltvorgängen.

Erstmal öffentlich gezeigt wurde das GT 4-Türer Coupé übrigens vergangenen November am Rande des Formel-1-Rennens in Las Vegas. Damals wurde ein stark getarnter Prototyp präsentiert und Schauspieler Brad Pitt als Werbegesicht des Modells bekanntgegeben. Im März zeigte Mercedes-Benz dann den Innenraum des GT 4-Türer Coupés, ehe anlässlich der abgeschlossenen Wintererprobung erste Antriebs-Eckpunkte publik wuden.

Vom Concept AMG GT XX inspiriert

Eckpfeiler der neuen Technologien für den vollelektrischen Performance-Viertürer hatte Mercedes-AMG freilich schon 2025 mit dem Versuchsträger Concept AMG GT XX erprobt. In diesem Zuge holte das Concept Car einige Rekorde und schaffte eine Strecke von 40.075 Kilometern in nur acht Tagen. Dabei lag das optimale Dauer-Tempo bei 300 km/h –mit entsprechenden Anforderungen an die Technik. Neben dem GT 4-Türer Coupé soll auf der AMG.EA übrigens auch ein elektrisches SUV folgen, dessen Erprobung bereits Ende 2024 gestartet war.

Ola Källenius, Vorstandschef der Mercedes-Benz Group AG, spricht nun aber erstmal von einem beeindruckenden Auftakt: „Ich habe das neue AMG GT 4-Türer Coupé viele Male selbst getestet. Es ist wirklich etwas Besonderes. Es verschiebt Leistungsgrenzen und liefert die Emotion, die unsere Fans von einem AMG erwarten. Jetzt auch elektrisch. Durch meine AMG-Vergangenheit weiß ich, wie hoch die Messlatte in Affalterbach liegt. Und mit dem ersten Modell auf der neuen AMG.EA Architektur verschieben wir sie noch weiter nach oben.“

Alle bislang publik gemachten technischen Details zum Mercedes‑AMG GT 63 4-Türer Coupé liefert diese Tabelle:

Mercedes‑AMG GT 63 4-Türer CoupéEinheitSpecs
E-MaschinenTypDrei Axial-Fluss-Motoren
Max. AntriebsleistungkW (PS)860 (1.169)
DauerleistungkW (PS)530 (721)
Max. AntriebsdrehmomentNm2.000
Antrieb Vollvariabler Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+
Höchstgeschwindigkeitkm/h300 (Driver‘s Package)
Beschleunigung 0-100 km/h (1-Foot-Rollout)s2,1
Beschleunigung 0-200 km/h (1-Foot-Rollout)s6,4
Beschleunigung 0-100 km/hs2,4
Beschleunigung 0-200 km/hs6,8
Boost-Dauers63
NennspannungVolt800
Batteriekapazität (netto)kWh106
Max. DC-LadeleistungkW600
Max. AC-LadeleistungkW11
DC-Laden: 10-80 % SoC (netto)min11
DC-Laden: Reichweite nach 10 Min (WLTP kombiniert)km460
Nachgeladene kWh in 10 MinkWh70
Nachgeladene kWh in 5 MinkWh41
Leergewicht fahrfertig (DIN)kg2.460
Länge/Breite/Höhemm5.094/1.959/1.411
Radstandmm3.040
cW-Wert 0,22
Stirnfläche2,44
Energieverbrauch kombiniertkWh/100 km21,0-17,9
Energieverbrauch innerortskWh/100 km18,7-16,2
CO₂-Klasse A
Reichweite kombiniert (WLTP)km596-696
Reichweite innerorts (WLTP)km664-764
Kofferraumvolumen (liquid)l507
Kofferraumvolumen (VDA)l415
Frunk (liquid)l62
Frunk (VDA)l41

Weiter geht es mit dem Überblick zu den technischen Daten des Mercedes‑AMG GT 55 4-Türer Coupé, der rund 20.000 Euro günstiger eingepreist werden dürfte als die 63er-Version.

Mercedes‑AMG GT 55 4-Türer CoupéEinheitSpecs
E-MaschinenTypDrei Axial-Fluss-Motoren
Max. AntriebsleistungkW (PS)600 (816)
DauerleistungkW (PS)375 (510)
Max. AntriebsdrehmomentNm1.800
Antrieb Vollvariabler Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+
Höchstgeschwindigkeitkm/h300 (Driver‘s Package)
Beschleunigung 0-100 km/h (1-Foot-Rollout)s2,5
Beschleunigung 0-200 km/h (1-Foot-Rollout)s8,7
Beschleunigung 0-100 km/hs2,8
Beschleunigung 0-200 km/hs9,0
Boost-Dauers55
NennspannungVolt800
Batteriekapazität (netto)kWh106
Max. DC-LadeleistungkW600
Max. AC-LadeleistungkW11
DC-Laden: 10-80 % SoC (netto)min11
DC-Laden: Reichweite nach 10 Min (WLTP kombiniert)km462
Nachgeladene kWh in 10 MinkWh70
Nachgeladene kWh in 5 MinkWh41
Leergewicht fahrfertig (DIN)kg2.460
Länge/Breite/Höhemm5.094/1.959/1.411
Radstandmm3.040
cW-Wert 0,22
Stirnfläche2,44
Energieverbrauch kombiniertkWh/100 km21,0-17,8
Energieverbrauch innerortskWh/100 km18,6-16,1
CO₂-Klasse A
Reichweite kombiniert (WLTP)km597-700
Reichweite innerorts (WLTP)km667-770
Kofferraumvolumen (liquid)l507
Kofferraumvolumen (VDA)l415
Frunk (liquid)l62
Frunk (VDA)l41

Update 28.05.2026: Das vor wenigen Tagen von Mercedes-AMG präsentierte vollelektrische GT 4-Türer Coupé ist ab sofort bei allen Vertriebspartnern und online bestellbar. Zum Bestellstart sind zwei Motorisierungen verfügbar: Der Verkaufspreis für die Version GT 55 startet in Deutschland bei 154.700 Euro, der Startpreis für den GT 63 liegt bei 196.350 Euro.

media.mercedes-benz.com, mercedes-benz.com (Update)

18 Kommentare

zu „Elektro-Kraftpaket: Mercedes-AMG enthüllt GT 4-Türer Coupé“
Jarn
20.05.2026 um 10:51
was ne karre, haha. Geisteskranke Werte
dare100em
20.05.2026 um 12:52
Leider geil.
Christof
20.05.2026 um 13:00
Das Auto braucht niemand außer der ohnehin schon hochgradig merk- und fragwürdigen AMG-Kundschaft !!!! Wie kann es sein, dass ein komplettes Geschäftsmodell mitsamt dem Produktprogramm auf einer Scheinwelt beruht?
Vogelmann
20.05.2026 um 16:04
Das lustige ist ja, dass die eigentliche AMG-Kundschaft dieses Auto hat nicht haben will - denn die wollen weiterhin Verbrenner haben! Das macht es nicht sinnloser!
Werner
20.05.2026 um 15:32
Welche Scheinwelt soll das sein?
Simon 1
20.05.2026 um 15:22
Schon, aber immerhin zeigt der mal, was technisch geht. Und man muss anerkennen, dass der Wagen vom Verbrauch her durchaus akzeptabel ist. Und das Beste mit Bezug auf die übliche AMG Kundschaft ist, dass der vom Krach her vergleichsweise harmlos sein dürfte.
dare100em
20.05.2026 um 15:03
Wie kann es sein, dass es supermassereiche Schwarze Löcher gibt mit 5x10exp9 Sonnenmassen?Solche Fahrzeuge finanzieren den Ersteinsatz von Innovationen und sichern qualiativ hochwertige Arbeitsplätze in Europa. ABS und Airbag wurden auch nicht im Golf I eingeführt ...Und wenn man die AMG-KJundschaft pauschal als "fragwürdig" einstuft, sollte man auch ehrlich reflektieren, wo heutzutage die Hauptmärkte liegen.
Pattex
20.05.2026 um 13:58
...dann kauf Dir doch eine Schubkarre
Nicole H.
20.05.2026 um 13:54
Nice to have... Der gefällt mir, auch wenn so ein AMG nie in mein Budget passen wird.
Carsten
20.05.2026 um 14:16
Ach, zwei Herzen schlagen in meiner Brust …Einerseits ziemlich cool, was die auf die Räder stellen und allein ob der Daten beeindruckend. Andererseits sind solche Fahrzeuge im Alltag völliger Quatsch, es sei denn der Alltag besteht aus Rennwagenfahren im Viertürer mit Isofix-Kindersitz. Meinen Frieden kann ich mit solchen Boliden allerdings darin machen, dass sie oft Technologieträger und für manche technische Entwicklung Pioniere sind. Stichwort Trickle-Down-Effekt. Was ich überhaupt nicht verstehe, ist der implementierte V8-Sound inkl. Schaltkrawall. Meint AMG die avisierte Kundschaft ohne »Sound« nicht erreichen zu können? Das wäre wirklich armselig und leider in Klischee bestätigend.
Markus
20.05.2026 um 15:02
Was eine geile Kiste. Einfach hammer
Norbert Schulz
20.05.2026 um 15:42
Erinnert mich von hinten an Manta A und Opel GT. Jetzt aber mit drei runden Lichtern auf jeder Seite, statt zweien wie beim historischen Vorbild.Mit den „trauriges Fischmaul“ Design der Front kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.
SimonT
20.05.2026 um 21:12
Das Design der Studie war so gut, warum übertreibt man es jetzt wieder? Das durchgängige Licht vorne steht einem SUV wie Smart aber das braucht es einfach nicht bei so einem flachen Auto. Das ist gut wenn man viel Fläche vorne füllen muss. Glaub ich bewerb mich mal als neuer Designchef. Mercedes vermasselt es immer wieder und die Technik der neuen Modelle ist spürbar schlechter als bei BMW.
Paul-Gerhard Fenzlein
21.05.2026 um 08:09
Wenn man diesen Beitrag und auch die Kommentare dazu liest, lässt sich sehr gut erkennen, wie unterschiedlich sich die Erwartungen wohlhabender deutscher beziehungsweise europäischer Kunden und wohlhabender chinesischer Kunden im Premiumsegment entwickelt haben. Viele klassische AMG-Kunden verbinden ein Performance-Fahrzeug noch immer mit Motorcharakter, Sound, direkter Fahrwerksabstimmung, Rennstreckentauglichkeit und einem traditionellen Sportwagengefühl. In China hingegen steht bei jungen, wohlhabenden Käufern zunehmend ein anderes Verständnis von Luxus im Vordergrund: ein technologisches Gesamterlebnis, eine vollständig digitale Bedien- und Erlebniswelt, hoher Fondkomfort, innovative Sitzkonzepte wie „Zero-Gravity“-Sitze, aktive Fahrwerke und ein stark inszeniertes SUV- oder Luxuslimousinen-Format. Genau hier könnte für Mercedes-Benz und insbesondere für AMG und Maybach ein strukturelles Problem entstehen. Die klassische europäische AMG-Kundschaft wird im globalen Vergleich weniger dominant, während die junge chinesische Oberschicht für Premiumhersteller immer wichtiger wird. Für diese Käufergeneration ist ein Mercedes, ob AMG oder Maybach, nicht automatisch ein Statussymbol der Zukunft. Im Gegenteil: Teilweise wird die Marke eher mit der Generation der Eltern verbunden. Diese Verschiebung spüren inzwischen alle deutschen und europäischen Premiumhersteller deutlich. Vergleicht man einen Mercedes-AMG GT mit chinesischen High-Performance- und Luxusmodellen wie dem BYD Yangwang U7 und U9, dem Zeekr 001 FR, dem Lotus Emeya von Geely oder auch dem NIO ET9, wird der Unterschied besonders deutlich. Diese Fahrzeuge setzen nicht allein auf klassische Fahrdynamik, sondern auf enorme elektrische Leistung, hochentwickelte Softwarearchitekturen, digitale Innenräume, aktive Fahrwerkssysteme, schnelle Ladefähigkeit und ein konsequent technologieorientiertes Luxusverständnis. Beim klassischen Sportwagengefühl, bei Lenkpräzision, emotionaler Fahrdynamik und jahrzehntelanger Fahrwerkskompetenz hat Mercedes-AMG weiterhin einen starken Markenkern. Genau dort liegt nach wie vor die emotionale Stärke der Marke. Betrachtet man jedoch reine Beschleunigung, Softwareintegration, softwaredefinierte Fahrzeugkonzepte, digitale Erlebniswelten und radikale Fahrwerksinnovationen, sind viele chinesische Modelle inzwischen absolut konkurrenzfähig — in einzelnen Bereichen sogar weiter als die etablierten deutschen Hersteller. Das eigentliche Risiko für Mercedes besteht daher nicht darin, dass AMG plötzlich keine guten Performance-Autos mehr baut. Das Risiko liegt vielmehr darin, dass sich die Definition von Premium und Luxus in wichtigen Wachstumsmärkten verändert. Während AMG weiterhin stark aus der Tradition des Fahrerautos kommt, verlangen viele junge chinesische Kunden ein Fahrzeug, das zugleich Luxuslounge, Technologieplattform, digitales Ökosystem und Statussymbol ist. Mercedes muss deshalb einen schwierigen Spagat schaffen: Die Marke darf ihre emotionale AMG-DNA nicht verlieren, muss aber gleichzeitig bei Software, Innenraumerlebnis, digitaler Inszenierung, Lade- und Fahrwerkstechnologie sowie Fondkomfort deutlich mutiger werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Mercedes in China zwar weiterhin respektiert wird, aber für eine neue Generation wohlhabender Kunden nicht mehr die begehrteste Marke ist.
Torstein
21.05.2026 um 08:12
Ich kritisiere das Auto nicht an sich. Es ist ein Nischenprodukt für solvente Kunden. Das Problem der deutschen Autobauer ist grundsätzlich, dass die meinen, eine-Auto ist nur interessant wenn es mehr KW als ein Verbrenner hat. Das Macht die Autos unnötig teuer und geht auf die Reichweite. Das sind die Daten die den größten Teil der Autokäufer ausmacht. Das ist auch nicht im Sinne der der Klimaneutralität, wenn wir Benzin durch steigende Leistung und Stromverbrauch ersetzen. Um im Alltag mit einem e-auto komfortabel von A nach B zukommen, reichen heute je nach Gewicht 100 -150 KW vollkommen aus. Vielleicht sollten wir einfach etwas bescheidener werden. Verbrauchsoptimierte Motoren wurden über Jahrzehnte beim Verbrenner entwickelt, aber der Verbrauch ist Aufgrund der immer höheren Leistung nicht wirklich weniger geworden.
Michael
29.05.2026 um 07:28
Auch wenn du inhaltlich nicht unrecht hast, muss ich leider widersprechen. Natürlich ließe sich die Leistung durch entsprechende Auslegung reduzieren. Aber dann kommt wieder die Stammtischkeule, dass das China-Auto bei niedrigeren Preis mehr Leistung hat, wir Deutschen den Anschluss verlieren usw... Weniger Leistung verkauft sich nun mal nicht besser. Auch ich würde immer das bestmögliche Gesamtpaket kaufen, d.h. möglichst viel PS fürs Geld. Haben ist besser als brauchen.
BMW Fahrer
26.05.2026 um 16:16
Die Technik ist sehr beeindruckend, Insbesondere gefällt mir die Ladeleistung. 11 min für 10-80% wünscht sich jeder E Autofahrer für die Langstrecke. Optisch gefällt mir das Auto, besonders von hinten, überhaupt nicht.
Bartholomäus Steiner
29.05.2026 um 08:02
Wow heftiges Auto. Aber inwiefern soll das DC-Laden an 400 Volt „schonender“ für die Batterie sein als an 800 Volt? Ich nehme an, dass da die Zellen jeweils unterschiedlich verschaltet werden, sodass an der Zelle in beiden Fällen die gleiche Spannung ankommt. Eigentlich ist die Ladeleistung (und damit die C-Rate) entscheidend, wie schonend das Laden ist. Denn ein alter Hypercharger in der kleinsten Konfiguration mit 75 kW liefert ja auch 800 V (sogar 1000 V wenn ein Auto das könnte), während ein Tesla Supercharger (bis V2) nur 400 V liefert (Umax 500 V), jedoch deutlich höhere Leistungen. In dem Beispiel wäre das Laden an dem alten Hypercharger schonender. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Ladeleistung ist entscheidend, nicht die Spannung.

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