Kalmar und Elonroad kommen mit „elektrischer Straße“ voran

Der finnische Flurförderzeug-Hersteller Kalmar und Elonroad, ein schwedisches Startup für Ladetechnologie, kommen mit ihrem Pilotprojekt "Electric Road" gut voran. Mit dem elektrischen Terminaltraktor Kalmar Ottawa T2 EV wird aktuell ein zweites Fahrzeug an dem konduktiven Ladesystem erprobt.

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Bild: Kalmar

Beide Partner haben wie berichtet im Kalmar-Innovationszentrum im schwedischen Ljungby eine „elektrifizierte Straße“ mit 200 Metern Länge errichtet, in die spezielle Stromschienen von Elonroad eingelassen sind. Im Gegensatz zu der induktiven Lösung von Electreon erfolgt der dynamische Ladevorgang mit bis zu 300 kW dabei aber nicht drahtlos, sondern im Gegenteil muss sich eine Art Stromabnehmer an der Bodenplatte des Fahrzeugs mit der Ladeschiene haptisch verbinden.

Erprobt haben die Partner das Verfahren bereits mit einem elektrischen Reachstacker von Kalmar, also einem zum Anheben, Stapeln und Umschlagen von Containern geeigneten Flurförderzeug. Aktuell wird die konduktive Ladetechnologie nun auch mit einem elektrischen Terminaltraktor vom Typ Kalmar Ottawa T2 EV ausprobiert. Das Projekt soll noch im Juni abgeschlossen werden. Die Ergebnisse wollen Elonroad und Kalmar dann im Herbst 2026 in einem Abschlussbericht vorstellen.

Das von der Schwedischen Energieagentur finanzierte Projekt zielt darauf ab, das dynamische Ladesystem von Elonroad für Hafenumgebungen weiterzuentwickeln sowie geeignete Fahrzeuge für das leitungsgebundene Laden während des Betriebs zu identifizieren und anzupassen.

„Das oberste Ziel ist es, Kalmars Kunden eine sorgenfreie Ladelösung anzubieten, die praktisch unbegrenzte Bordenergie für den kontinuierlichen Betrieb bereitstellt. Wir freuen uns, den nächsten Schritt in diese Richtung zu gehen und zu zeigen, dass dynamisches Laden nicht nur möglich, sondern auch ein vielversprechender Weg für die Zukunft des elektrischen Schwerlastverkehrs ist. Nach dieser Verifizierungsphase, in der die Ladeeffizienz und die verbesserte Verfügbarkeit auf der Straße mit einer Kalmar-Terminalzugmaschine getestet werden, wird die Technologie in einer realen Hafenumgebung mit Pilotkunden erprobt“, sagt Kalmar-Manager Per-Erik Johansson.

Und Elonroad-CEO Karin Ebbinghaus meint: „Die Terminalzugmaschine ist ein Schlüsselelement des Hafenbetriebs weltweit. Ihre Erprobung auf unserem System ist ein wichtiger Meilenstein. Unsere Zusammenarbeit mit Kalmar zielt darauf ab, zu demonstrieren, dass diese Technologie für die Fahrzeuge funktioniert, die tatsächlich täglich in Häfen eingesetzt werden. Nach dieser Verifizierungsphase freuen wir uns darauf, sie mit Pilotkunden in realen Hafenumgebungen zu erproben und ihr Potenzial im großen Maßstab aufzuzeigen.“

mynewsdesk.com

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