Mercedes-Benz läutet Serienproduktion des VLE ein
Vor rund drei Monaten hat Mercedes-Benz Vans den VLE als Nachfolger des EQV vorgestellt. Und seit April sind auch schon Blindbestellungen des sehr hochwertig ausgestatteten Modells möglich, also Bestellungen ohne vorherige Probefahrt. Dabei startet der VLE aktuell bei 82.260 Euro, es sollen aber auch günstigere Versionen um die 70.000 Euro folgen.
Nun also hat Mercedes-Benz im Werk Vitoria die Serienproduktion des VLE mit einem feierlichen Event an dem spanischen Standort eingeläutet. Ein wichtiger Schritt für das Transporterwerk, das 1954 als Teil der Auto-Union eröffnet wurde und 1981 von Mercedes-Benz bzw. der damaligen Daimler-Benz AG übernommen wurde. Heute zählt der Standort rund 5.000 Mitarbeiter.
Um sich auf den Produktionsstart des VLE vorzubereiten und den Anforderungen der neuen Elektro-Van-Plattform VAN.EA gerecht zu werden, wurde die Fabrik im spanischen Baskenland umfangreich modernisiert. Umfassende Investitionen in ungenannter Höhe in die neuen Rohbau-, Lackier- und Montagebereiche sowie modernisierte Logistik‑ und IT‑Strukturen ermöglichen nun „eine hochflexible, antriebsübergreifende Produktion auf einer Linie – digital, effizient und zukunftsorientiert“, so der Hersteller. Die Vorserienproduktion des VLE lief schon seit September 2025, um Routine in die entsprechenden Logistik- und Fertigungsprozesse zu bekommen und diese zu optimieren.
Nun also läuft auch endlich die Serienproduktion des VLE. Werkleiter Bernd Krottmayer sagt: „Der Serienstart des VLE erfüllt mich mit großem Stolz – vor allem mit Blick auf unser Team. Die erfolgreiche Transformation unseres Werks und der Serienanlauf sind das Ergebnis des täglichen Engagements unserer Mitarbeitenden, die mit hoher Kompetenz, Flexibilität und Leidenschaft anspruchsvolle Aufgaben bewältigen. Sie haben diesen Wandel getragen und machen Vitoria zu einem starken Standort für die Zukunft von Mercedes‑Benz Vans.“










Am Startschuss der Serienproduktion nahm am 12. Juni reichlich Prominenz teil: Neben Thomas Klein, Leiter Mercedes‑Benz Vans, und Ola Källenius, CEO Mercedes‑Benz Group AG, waren auch Jordi Hereu, Minister für Industrie und Tourismus von Spanien, sowie Imanol Pradales, amtierender Ministerpräsident der Autonomen Gemeinschaft Baskenland, dabei. Mercedes‑Benz unterstreicht mit der Produktion des VLE in Vitoria laut Unternehmensangaben die industrielle, strategische und regionale Bedeutung des Produktionsstandorts, dessen Transformation zu den größten industriellen Zukunftsprojekten von Mercedes‑Benz Vans in Europa gehört.
Mit dem VLE will Mercedes-Benz das beste aus zweiten Welten in einer Großraum-Limousine vereinen, nämlich Fahrkomfort und Fahrdynamik. Die Basis dafür bildet die neue VAN.EA-Plattform mit einer 800-Volt-Architektur, die Ladeleistungen von bis zu 300 kW ermöglicht. So soll in 15 Minuten Strom für bis zu 355 Kilometer (WLTP) nachgeladen werden können, was in Kombination mit der hohen Reichweite von rund 700 Kilometern auf dem Papier Fahrten von 1.000 Kilometern mit nur einer Viertelstunde Ladezeit ermöglichen soll.




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