Verkehrsgesellschaft Meißen mit elektrischen Booten und Bussen
Die VGM hat im Mai die zweite vollelektrische Elbfähre in den Linienbetrieb integriert. Getauft auf den Namen „Elbnixe“, verkehrt die E-Fähre zwischen den Fährstellen Strehla – Lorenzkirch auf der Linie F30. Mit der neuen E‑Fähre und der umfassend modernisierten, barrierefreien Fährstelle stärkt der Landkreis Meißen die klimafreundliche Mobilität sowie den Rad‑ und Tourismusverkehr entlang der Elbe.
Die „Elbnixe“ ist Teil des Projekts MEI_eFAIR, in dessen Rahmen im September 2025 bereits die erste vollelektrische Fähre namens „Klarisse“ zwischen Niederlommatzsch und Diesbar-Seußlitz in den Linienbetrieb gegangen ist. Und nicht nur das: Mittlerweile sind auch noch zwei weitere vollelektrische Fähren mit Namen „Ritter Karras“ und „Riesaer Riese“ im Landkreis Meißen eingetroffen. Bis zu ihrem Einsatz liegen beide Schiffe vorerst im Riesaer Hafen.
Die insgesamt vier Elektrofähre sind Teil der Strategie des Landkreises Meißen, den Anteil an E-Mobilität im öffentlichen Verkehr auszubauen. Dank modernster Akkutechnologie fährt die Fähre geräuscharm, abgasfrei und nahezu wartungsarm – laut Landkreis ein Gewinn für Umwelt, Anwohner und Fahrgäste. Das Projekt MEI_eFAIR wird dabei im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) der Bundesregierung gefördert. Die Elektrofähren sollen als „schwimmende Radwege“ die Elberadwege an entscheidenden Stellen miteinander verbinden. Die Gesamtförderung für Fähren, schwimmende Anleger, Landanlagen und Ladeinfrastruktur beträgt rund 7,88 Millionen Euro.
Aber nicht nur zu Wasser, sondern auch an Land elektrifiziert der VGM seinen Linienbetrieb: Im April wurden die ersten sechs Elektro‑Kleinbusse in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um vier Einheiten des Modells Novus City V7 von Hersteller Altas sowie um zwei eVito von Mercedes-Benz. Die Altas-Fahrzeuge kommen auf innerstädtischen Linien in Meißen und im Raum Radebeul zum Einsatz, die zwei eVito sollen als Bürgerbusse die Mobilität im ländlichen Raum stärken. Die Fahrzeuge konnten dank Fördermitteln des Freistaates Sachsen angeschafft werden.
„Der Landkreis treibt mit seiner Verkehrsgesellschaft die Umstellung des öffentlichen Personennahverkehrs auf alternative Antriebe konsequent voran. Einen großen Schritt haben wir bereits mit der Umstellung des Fährverkehrs über die Elbe getan. Die neuen E‑Fahrzeuge sind nun der Einstieg in die Elektromobilität im straßengebundenen ÖPNV unserer Region. Zwei der Kleinbusse kommen beim Bürgerbus in der Lommatzscher Pflege und in Käbschütztal zum Einsatz. Über dieses ehrenamtliche Engagement sind wir sehr froh und unterstützen den Bürgerbusverein finanziell“, betont der Landrat Ralf Hänsel.





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