Norwegische Reederei ordert zwei elektrische Containerschiffe
Konkret bezuschusst die norwegische Wirtschaftsförderagentur Enova die Firma Eitzen Avanti, Tochter der norwegischen Reederei Eitzen Group, mit einer Summe von 200 Millionen Norwegischen Kronen (ca. 18,2 Millionen Euro). Diese dienen der Beschaffung von zwei Batterie-elektrischen Containerschiffen, die ihres Gleichen suchen: Die Akkus sollen jeweils eine Kapazität von 100 MWh haben. Damit sollen die Elektroschiffe 500 bis 600 Seemeilen (926 bis 1111 Kilometer) weit kommen.
Diese Reichweite genügt zwar nicht für Strecken von Europa nach Asien, aber sehrwohl für Korridore innerhalb von Europa. Damit wäre beispielsweise eine Fahrt von Oslo nach Rotterdam ohne Zwischenladen möglich, gibt Zen an, eine weitere beteiligte Tochter der Eitzen Group. Die Schiffe sollen dabei 990 Standardcontainer laden können. Gebaut werden sie auf der Werft von Zhejiang Dongpeng Shipbuilding & Repairing Co. in China.
Eitzen-Tochter Zen peilt unterdessen an, ein gesamtes Ökosystem rund um die elektrischen Containerschiffe aufzubauen. Demnach ermöglichen Elektroantriebe, Software und autonome Systeme eine völlig neue Schifffahrtsarchitektur mit Flotten aus standardisierten Elektroschiffen, die als integriertes Netzwerk koordiniert werden.
„Wir bauen nicht nur Elektroschiffe“, sagt Fridtjof C. Eitzen, Mitgründer und CEO von Zen. „Wir schaffen die Infrastrukturebene, die die elektrische Schifffahrt unumgänglich macht.“ Dazu zählen u.a. Infrastruktur für Schiffsbatterien, Ladenetzwerke entlang der Handelskorridore, Software für den Flottenbetrieb, Energiemanagementsysteme, Fernsteuerung und zukünftige Autonomie.
Es sind übrigens nicht die ersten elektrischen Containerschiffe, die die Eitzen Group gefördert bekommt: Bereits vor einem Jahr hatte Enova einen Zuschlag von ebenfalls 200 Millionen NOK für die Förderung von zwei E-Containerschiffen erteilt, die offenbar baugleich sein sollen wie die jetzt geförderten zwei weiteren Schiffe. Laut Enova sollen die ersten dieser Schiffe dann 2029 in Betrieb gehen.
heise.de, linkedin.com (Förderung)





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