Autohelden-Plattform startet Direktimporte von Xiaomi und Co.
Das berichtet die Automobilwoche unter Berufung auf Autohelden-Geschäftsführer Christoph Wicke, Gründer der beiden Plattformen „die-autohelden.de“ und „fahrzeuge-autohelden.de“. Die komplette Prozesskette ist Wicke zufolge bereits fertig. „Wir rollen das Thema sehr breit aus und sind bei der Vorbereitung in den letzten Zügen“, sagte er gegenüber der Fachzeitschrift. Und weiter: „Ich gehe davon aus, dass wir im ersten vollen Jahr bereits rund 50.000 Fahrzeuge in Europa verkaufen werden, etwa ein Drittel davon in Deutschland.“ Verzollung und TÜV-Abnahme übernimmt der Importeur in Eigenregie, zu haben sein sollen die China-Stromer bei Händlern an europaweit 80 bis 100 Vertriebsstandorten.
Konkret will Autohelden dem Bericht zufolge die Modelle SU7 und YU7 von Xiaomi in sämtlichen verfügbaren Leistungsstufen, den 8X und 9X von Zeekr in verschiedenen Leistungsvarianten sowie die Modelle 06, 07, 11 und 12 von Avatr und Dashing, X70 und T2 von Jetour importieren. Offiziell plant Xiaomi, seine E-Autos wie berichtet erst ab 2027 auch auf globalen Märkten zu verkaufen.
Autohelden ist unterdessen nicht der einzige Akteur, der den Import von hier noch nicht erhältlichen China-Stromern als Geschäft entwickeln will. Auch die chinesische E-Commerce-Plattform China EV Marketplace ermöglicht es europäischen Kunden seit einigen Monaten, straßenzugelassene Elektroautos und Plug-in-Hybride direkt aus China zu kaufen und nach Hause liefern zu lassen – inklusive Zoll-Abfertigung. Ebenso kleinere Player wie die Plattform Auto-China.
Neu ist, dass Kunden die Zollabfertigung bei ersten Anbietern nun nicht mehr selbst übernehmen und das E-Auto im Hafen abholen müssen. Dies war zuvor mit viel Aufwand verbunden und wird nun von einigen Plattform übernommen. Allerdings gibt es auch einige Nachteile zu bedenken: Es handelt sich bei den Importen um Fahrzeuge in chinesischen Spezifikationen – die E-Autos haben durchgängig den chinesischen Ladestandard GB/T verbaut, nicht den in Europa üblichen CCS-Anschluss. Zwar können sie mit einem Adapter an CCS-Ladepunkten geladen werden, Auswirkungen auf die Lade-Performance sind aber möglich. Auch lassen sich die verhältnismäßig günstigen China-Preise nicht eins-zu-eins übertragen. Denn u.a. durch den Transport, die EU-Homologation und den Zoll verteuern sich die Importe natürlich.





0 Kommentare