Abo-Anbieter Finn wirbt 140 Millionen Euro ein

Die Auto-Abo-Plattform Finn hat eine Finanzierungsrunde über knapp 100 Millionen Euro und Extra-Deals über weitere 40 Millionen Euro abgeschlossen. Das zunehmend auf Elektroautos spezialisierte Unternehmen wird nun nach eigenen Angaben mit gut einer Milliarde Euro bewertet und erreicht erstmals "Unicorn"-Status.

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Finn verwaltet nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 50.000 Auto-Abos.
Bild: FINN GmbH

Mit dem frischen Kapital will Finn die nächste Wachstumsphase finanzieren und insbesondere in die Fahrzeugflotte, die Technologieplattform sowie die operative Infrastruktur investieren. Die Finanzierungsrunde wird vom Risikokapitalgeber Portage angeführt. Darüber hinaus stellen BC Partners Credit und Runway Growth Capital weiteres Kapital in Höhe von über 40 Millionen Euro bereit. Auch SevenVentures, der Investmentarm von ProSiebenSat.1, beteiligt sich über einen Media-for-Equity-Deal an der Runde. Wie Finn angibt, steigt die eigene Unternehmensbewertung mit Abschluss der Finanzierung auf mehr als eine Milliarde Euro. Damit erreicht das Münchner Unternehmen erstmals den sogenannten „Unicorn“-Status.

Neben Portage haben auch bestehende Investoren ihr Engagement ausgebaut oder bestätigt. Dazu zählen unter anderem UVC Partners, Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital und Picus Capital. Nach Angaben des Unternehmens erzielt Finn inzwischen einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro und zählt damit zu den wachstumsstarken Mobilitätsunternehmen in Europa.

Erst im Frühjahr hatte Finn angekündigt, seine Fahrzeugflotte um 11.500 Fahrzeuge zu erweitern. Laut dem Startup entspricht dies nahezu einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Zudem setzt das Unternehmen zunehmend auf elektrifizierte Fahrzeuge: Nach Angaben eines Unternehmenssprechers sind inzwischen mehr als 70 Prozent der Flotte elektrifiziert. Neben Batterie-elektrischen Fahrzeugen umfasst das Angebot auch Hybridmodelle sowie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Der Anbieter gibt selbst an, inzwischen mehr als 50.000 Auto-Abos zu verwalten.

Finn wurde 2019 in München gegründet und bietet Auto-Abonnements an, die vollständig digital abgeschlossen werden können. Zum Portfolio gehören Fahrzeuge von mehr als 25 Marken, darunter BMW, Mercedes-Benz, Cupra, Opel, Hyundai, MG und BYD. Im monatlichen Abo sind neben dem Fahrzeug auch Leistungen wie Versicherung, Zulassung, Wartung und Steuern enthalten. Mit der aktuellen Finanzierung will Finn seine Position auf dem deutschen Markt weiter ausbauen und langfristig zu einer europäischen Plattform für flexible Mobilität heranwachsen.

presseportal.de

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