CATL nimmt Betrieb seiner Lithium-Mine in Jiangxi wieder auf
Chinesische Behörden hatten CATL vergangenes Jahr die Verlängerung der im August 2025 abgelaufenen Genehmigung für den Abbau von Lithium in der Provinz Jiangxi verweigert. Dies galt als Maßnahme der chinesischen Regierung, den überheizten Lithium-Markt zu entlasten, der zuvor u.a. wegen sehr hoher Lagerbestände infolge eines als schneller erwarteten Hochlaufs der Elektromobilität einen Preiseinbruch erlitten hatte. Der Zusammenhang: Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für E-Auto-Batterien.
Laut chinesischen Medienberichten hat die Lithium-Mine von CATL in Jiangxi hat am 29. Juni nun ihren Betrieb wieder aufgenommen – und damit deutlich später als die damals kommunizierten drei Monate. Zuvor hatte das Unternehmen die benötigte Sicherheitsgenehmigung der Behörden erhalten, was auch als Anzeichen dafür gilt, dass die chinesische Regierung mit der mittlerweile stabilisierten Preisentwicklung bei Lithium zufrieden ist.
Die Mine und die angeschlossene Raffinerie kommen auf eine Jahreskapazität von rund 100.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Kapazität, dabei gilt die Anlage als eine der weltweit größten einzelnen Lepidolithminen. Vor dem Auslaufen der früheren Genehmigung machte die Mine laut chinesischen Medien acht bis zehn Prozent der gesamten Produktion von Lithiumcarbonat in China aus.
Dabei handelt es sich bei dem CATL-Gelände in Jiangxi um einen vertikal integrierten Standort: Zunächst wird in einem Tagebau Gestein gesprengt, abgetragen und zerkleinert. Am Ende dieses Verfahrens liegt Erz (Lepidolith-Konzentrat) vor. Dieses Gesteinspulver enthält zwar Lithium, doch es kann in dieser Form noch nicht für Batteriezellfertigung genutzt werden. Anschließend kommt das Erz in eine Lithium-Raffinerie: Dort muss das Lepidolith-Konzentrat in einem energieintensiven Verfahren geröstet, ausgelaugt und chemisch gereinigt werden. Am Ende steht Lithiumcarbonat in Batteriequalität, das in der Zellproduktion bei CATL direkt in die Kathodenmaterialien (wie LFP oder NMC) einfließt.





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