Joby und Toyota gründen Joint Venture für Flugtaxi-Produktion

Der japanische Autobauer Toyota gehört seit langem zu den wichtigsten Investoren des kalifornischen Flugtaxi-Entwicklers Joby Aviation. Nun treten beide Unternehmen in eine neue Phase der Zusammenarbeit und gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für die Produktion von Lufttaxis.

Toyota joby s4 evtol flugtaxi
Bild: Joby

Toyota engagiert sich bereits seit 2019 bei Joby. War es zunächst Know-how, dass die Japaner in die Kooperation einbrachten, folgte 2020 ein erstes Investment über 394 Millionen US-Dollar und 2024 ein weiteres über 500 Millionen US-Dollar. Dadurch wurde Toyota zugleich zum größten externen Aktionär von Joby hinter JoeBen Bevirt, dem Gründer und CEO des Unternehmens aus Santa Cruz in Kalifornien.

Nun haben beide Firmen ein Joint Venture in Kalifornien gegründet, das sich Joby Toyota Aero Manufacturing Preparation Company nennt. Toyota hält daran 51 Prozent der Anteile und Joby 49 Prozent. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist es, die erfolgskritische Phase von Joby zu begleiten, in der es von der Test- und Zertifizierungsphase für die elektrischen Senkrechtstarter hin zu deren Kommerzialisierung geht.

Das Joint Venture wird sich deswegen zunächst auf die Schaffung der Grundlagen für die kommerzielle Produktion und die Weiterentwicklung der Fertigungsqualität konzentrieren, insbesondere auf die Verbesserung von Produktivität, Qualität und Kosten heißt es von beiden Unternehmen. Perspektivisch soll die neue Firma dann auch den Ausbau der Produktionskapazitäten von Joby unterstützen, um die Flugzeugzertifizierung zu gewährleisten und die erwartete steigende Nachfrage nach den elektrisch betriebenen Senkrechtstart- und -landeflugzeugen (eVTOL) zu decken.

„Toyota steht Joby seit fast einem Jahrzehnt zur Seite und hat uns beim Aufbau der Basis für die Flugzeugproduktion wertvolle Unterstützung und Beratung geleistet“, sagt JoeBen Bevirt, Gründer und CEO von Joby Aviation. „Die heutige Ankündigung unterstreicht die Stärke unserer Partnerschaft und unser gemeinsames Vertrauen in die vor uns liegenden Chancen. Wir teilen die Vision, die Luftmobilität zum Alltag zu machen, und freuen uns darauf, dieses Versprechen gemeinsam einzulösen.“

Toyota-Chef Akio Toyoda sagt wiederum: „Seit unserer Gründung leitet uns die Philosophie, Mobilität für alle zu ermöglichen. Im Laufe der Zeit haben wir den Begriff der Mobilität immer weiter gefasst. Wir sehen die Luftmobilität als natürliche Weiterentwicklung dieser Philosophie – vom Boden in den Himmel – und als Möglichkeit, das Leben der Menschen und die Gesellschaft zu bereichern. Es ist uns eine große Ehre, diese Herausforderung gemeinsam mit Joby anzunehmen, einem Partner, der unsere Vision teilt. Wir sind überzeugt, dass diese vertiefte Partnerschaft ein wichtiger Schritt hin zur Verwirklichung der Mobilitätsgesellschaft der Zukunft ist.“

Die Pilotproduktion des ersten Modells Joby S4 läuft bereits im kalifornischen Marina. Es handelt sich um ein elektrisch betriebenes Fluggerät mit sechs Rotoren, das senkrecht starten und landen kann wie ein Helikopter. Es bietet Platz für vier Passagiere und einen Piloten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 Meilen pro Stunde (ca. 320 km/h) und die Reichweite bei 100 Meilen (ca. 100 km). Das Fluggerät soll künftig u.a. in New York, Los Angeles und Dubai eingesetzt werden.

jobyaviation.com, global.toyota

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