Joby demonstriert sein Flugtaxi erstmals in New York
Bei Joby handelt es sich um einen der vielversprechendsten Entwickler von Flugtaxis. Unterstützt mit 500 Millionen US-Dollar von Toyota, arbeitet das Unternehmen unter dem Namen Joby S4 an einem elektrischen Fluggerät, das senkrecht starten und landen kann (eVTOL). Es soll im urbanen und regionalen Personenverkehr eingesetzt werden und Platz für einen Piloten und vier Passagieren bieten. Die Pilotproduktion des Joby S4 läuft bereits im kalifornischen Marina.
Um nun bald in New York City durchzustarten, hat Joby vergangenes Jahr bereits Blade Urban Air Mobility übernommen. Blade ermöglicht es bereits heute zahlungskräftigen Reisenden, zwischen Manhattan und den Flughäfen JFK oder Newark in nur fünf Minuten per Hubschrauber zu reisen, wodurch bis zu zwei Stunden Stau umgangen und typische Probleme an Flughäfen beseitigt werden. Diesen Service will Joby sobald wie möglich auf leise, elektrische Flugtaxis umstellen und die Bestandskunden von Blade dabei mitnehmen.
Um ein neues Fluggerät in den kommerziellen Betrieb zu bekommen, bedarf es jedoch ein jahrelanges Zertifizierungsverfahren, das in den USA von der Luftfahrtbehörde FAA durchgeführt wird. Joby befindet sich mittlerweile in der finalen Phase der FAA-Zertifizierung. Aufbauend auf einer Reihe von Demonstrationsflügen im Großraum San Francisco hat Joby sein Lufttaxi nun in New York City auf realen Flugrouten und in realen Umgebungen getestet. Dabei wurden die Akustik und die Leistungskennzahlen demonstriert, die für die Erschließung des Marktes für urbanes Lufttaxi-Flüge entscheidend sind.
Vom Flughafen nach Manhattan in unter zehn Minuten
Bei diesen Demonstrationsflügen startete Jobys Flugtaxi vom John F. Kennedy International Airport (JFK) und landete an verschiedenen Hubschrauberlandeplätzen der Stadt, darunter Downtown Skyport sowie den Hubschrauberlandeplätzen an der West 30th Street und der East 34th Street in Midtown, wo sich auch die Premium-Passagierlounges von Blade Air Mobility befinden. Diese Standorte bilden zusammen einige der von dem Unternehmen für New York geplanten kommerziellen Flugrouten ab, die Lower Manhattan und Midtown in weniger als 10 Minuten mit dem JFK verbinden sollen.
„New York war schon immer eine Stadt, die die Zukunft durch ständige Verbesserung gestaltet“, sagt JoeBen Bevirt, Gründer und CEO von Joby. „Wir zeigen nun, wie das nächste Kapitel aussieht: ein leiser, emissionsfreier Lufttaxi-Service, der den Bedürfnissen der New Yorker besser gerecht wird.“ Die Flüge wurden dabei von der neuen eIPP-Initiative der US-Regierung für eVTOL-Programme unterstützt.
Hafenbehörde unterstützt Flugtaxi-Programm
Auch die New Yorker Hafenbehörde ist Partner der eVTOL-Flüge von Joby. „Die Brücken, Tunnel, Flughäfen und Bahnstrecken, die die Hafenbehörde betreibt, befördern jährlich Hunderte Millionen Menschen durch diese Region. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass dieses Netz mit den zukünftigen Anforderungen Schritt hält“, sagte Kevin O’Toole, Vorsitzender der Hafenbehörde . „Dieses hochmoderne Fluggerät ist genau die Art von Innovation, die wir testen, verstehen und zum Wohle der Region und der Öffentlichkeit weiterentwickeln müssen. Diese Flüge bringen uns unserer Arbeit näher, herauszufinden, wie die Luftfahrttechnologie der nächsten Generation den Menschen in New York und New Jersey dienen kann.“
Die Vision von Joby für New York besteht darin, eine der zeitaufwendigsten Reisen innerhalb der Stadt in eine der schnellsten zu verwandeln. Durch Partnerschaften mit Delta Air Lines und Uber will Joby ein nahtloses Reiseerlebnis schaffen, das Boden- und Flugverkehr zu einer einzigen Reise verbindet. In einer Stadt, in der Pendler Schätzungen zufolge im Jahr 2025 durchschnittlich 102 Stunden im Stau verloren haben, will Joby diese Zeit zurückgewinnen, indem die 60- bis 120-minütige Fahrt zum JFK-Flughafen in einen nicht mal zehn Minuten langen Flug umgewandelt wird.





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