15.09.2017

eJIT: Kurzvorstellung des IKT EM III-Projekts

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Die Logistikbranche setzt heute noch überwiegend konventionelle Lkw ein. Eine Elektrifizierung von Just-in-Time-Logistikverkehren ist unumgänglich, wenn die Klimaziele des Landes erreicht werden sollen. Hier setzt das Projekt eJIT mit elektrischen Sattelzugmaschinen an. 

Das Projekt wird unter der Konsortialführung des Automobilnetzwerks AMZ umgesetzt und verfolgt das Ziel, die Just-in-Time-Logistikverkehre zu elektrifizieren. Dafür werden zwei 40 Tonnen schwere Sattelzugmaschinen vom Engineering-Dienstleister IAV auf E-Antriebe (mit jeweils 280 kW Dauerleistung) umgerüstet und mit zusätzlichen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet. Die elektrische Energie erhalten die Sattelschlepper aus 144 kWh großen Batterien. Die Fahrzeuge erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 85 km/h und eine Reichweite von bis zu 70 km. Als Ladeleistung stehen 150 kW (DC) via CCS zur Verfügung.

Die vier verschiedenen Bereiche des Projekts werden von unterschiedlichen Partnern bearbeitet:

  • Der Bereich „Fahrzeug“ wird von der IAV übernommen. Deren Aufgabe ist die Entwicklung, der Aufbau sowie die anschließende Erprobung von zwei rein elektrischen Sattelschleppern im Rahmen des Feldtests.
  • Hauptaufgabe von Schnellecke im Bereich „Transportsystem“ ist die Pilotierung vollelektrischer Sattelzugmaschinen und der dazugehörigen Informationssysteme unter realen Praxisbedingungen.
  • Die beiden Fahrzeughersteller Volkswagen Sachsen und Porsche Leipzig entwickeln und validieren im Teilbereich Logistiksystem am Beispiel der Transportlogistik der jeweiligen Standorte ein umweltverträgliches eJIT-System auf Basis vollelektrischer Sattelzugmaschinen mit integralen Fahrerassistenzsystemen.
  • Kernaufgabe von AMZ im Bereich „Verkehrssystem“ ist die Untersuchung sich verändernder Kraftverkehrssysteme.
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    Das Projekt eJIT zeigte die erste 40 Tonnen schwere elektrifizierte Sattelzugmaschine.
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    Ausgestattet mit einer 140 kWh großen Batterie, 150-kW-Ladeleistung und Reichweite von 70 Kilometer.

Der erste elektrische 40-Tonner wird zwischen dem Logistik- und dem Versorgungszentrum der Montage von Porsche Leipzig eingesetzt. Ein weiterer E-Lkw ist für Volkswagen Sachsen in Zwickau vorgesehen. Das Projekt läuft bis 2019.

Das anspruchsvolle Verbundforschungsvorhaben ist auf drei Jahre angelegt und soll auch Geschäftsmodelle elektromobiler Logistik am Beispiel der Automobilindustrie untersuchen sowie Einsatzmöglichkeiten elektrischer Sattelzugmaschinen aufzeigen. Unter der Konsortialführung des Automobilnetzwerks AMZ gehören zum Konsortium der Engineering-Dienstleister IAV, Porsche Leipzig, Schnellecke Logistics und Volkswagen Sachsen.

Weitere Informationen unter e-jit.de

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