22.09.2017 - 14:43

Hannover wird Modellregion für Lieferverkehr der Zukunft

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Die niedersächsische Hauptstadt startet zusammen mit Unternehmen und Hochschulen das Modellprojekt „Urbane Logistik“, für das der Bund jetzt Fördermittel bewilligt hat. Das Forschungsprojekt soll Liefer- und andere Wirtschaftsverkehre analysieren und in neue Logistik-Konzepte münden lassen. 

Ins Leben gerufen haben die Projektinitiative Oberbürgermeister Stefan Schostok und Dr. Eckhard Scholz, Chef von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Auch die Deutsche Post DHL, die Stadtwerke Hannover (enercity), die Leibniz Universität Hannover, Hochschule Hannover, das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) an der TU Braunschweig und das Land Niedersachsen sind als Partner im Lenkungskreis vertreten. Somit wird die Initiative von Kommune, Wirtschaft und Wissenschaft getragen.

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase geht das Projekt „Urbane Logistik“ jetzt in die Umsetzungsphase. Dabei soll eine auch für andere Kommunen nutzbare Web-Applikation als Entscheidungshilfe für zukunftssichere Logistikkonzepte in den Städten entstehen. Für den Lieferverkehr spielen vor allem E-Fahrzeuge eine wesentliche Rolle.

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Das Modellprojekt ist unterteilt in vier Teilbereiche: Im ersten Projekt „Aufbau einer wissenschaftlichen Kompetenzregion“ wollen die Akteure mit ihrer Kompetenz Hannover als Wissens- und Forschungszentrum für „Urbane Logistik“ etablieren. Im ersten Schritt werden gezielt Forschungsarbeiten und Promotionsstipendien gefördert und finanziert. Im zweiten Projekt „Neues System für Verkehrsmanagement“ werden Daten in einem System zur Erfassung, Bewertung und Nutzung von Umwelt- und Verkehrsdaten (Verkehrsfluss, Emissionen, Fahrzeug-/Flottendaten etc.) zusammengeführt. Anschließend wird ihre Relevanz für Maßnahmen der „Urbanen Logistik“ untersucht. Ein Herzstück des dritten Projektes „Pilotquartiere Urbane Logistik (Simulation & Erprobung)“ ist die Entwicklung von innovativen Entwicklungskonzepten. Hier werden zukünftige Konzepte zunächst simuliert und mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ausgewertet und erprobt. Das vierte Projekt „Ausbau der kommunalen & gewerblichen E-Mobilität“ beschäftigt sich mit dem Flottenausbau. Verstärkt sollen im kommunalen und gewerblichen Bereich elektrische Flotten eingesetzt werden. Auch die Entwicklung neuer Produkte gilt es zu entwickeln.

Vom Bund gab es eine Förderzusage über 2 Mio Euro für das Entwicklungsprojekt USEfUL (Untersuchung, Simulation und Evaluation für Urbane Logistik). Innerhalb von drei Jahren soll ein webfähiges Tool zur Simulation unterschiedlicher Räume in der Stadt entstehen. Dieses liefert Daten für alternative Logistikkonzepte im Modellquartier und lässt sich auf andere Quartiere in anderen Städten anwenden. Als weiteren Meilenstein definiert das Modellprojekt die Umstellung der Flotte von Deutsche Post DHL auf die eigens entwickelten StreetScooter E-Transporter. Die Stadtwerke Hannover schaffen die dafür notwendige Infrastruktur.
hannover-stadt.de

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22.09.2017 14:21