30.10.2017 - 15:17

BMW will bei Batterie-Lieferkette die Transparenz erhöhen

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Die BMW Group will die Transparenz ihrer Batteriezellen-Lieferkette weiter erhöhen und zudem Optionen für Modellprojekte in der Demokratische Republik Kongo prüfen. Dabei geht es um Maßnahmen beim Abbau von Kobalt. 

Der Rohstoff ist eine Schlüsselkomponente für die Produktion von Batteriezellen. Kobalt ist ein seltenes Element, die Häufigkeit in der Erdkruste liegt nur bei 0,004 Prozent. „Unternehmen, die mit dem Rohstoff Kobalt arbeiten, sind mit der Herausforderung konfrontiert, dass beim Abbau von Kobalt Verletzungen von Umweltstandards und Menschenrechten nicht vollständig ausgeschlossen werden können“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der BMW Group. Die Probleme beim Kobalt-Abbau werden von Kritikern der Elektromobilität gerne als Gegenargument ins Feld geführt. BMW will das Problem nun offenbar angehen.

Seit einiger Zeit schon engagiert sich BMW in der Responsible Cobalt Initiative (RCI) gemeinsam mit anderen Unternehmen und Organisationen, der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ziel: Erhöhung der Transparenz und Governance sowie die Umsetzung von kollektiven Maßnahmen bei der Bewältigung von Sozial- und Umweltrisiken in der Kobaltlieferkette.

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Vor diesem Hintergrund hat die BMW Group beschlossen, bis Jahresende Informationen zu Schmelzen und Herkunftsländern des Rohstoffs öffentlich zugänglich zu machen. Bei diesen Schmelzen handelt es sich zwar nicht um direkte Lieferanten der BMW Group, aber um Unternehmen, die von Lieferanten des Autobauers als Bezugsquellen benannt werden. Zudem prüft BMW in einer Machbarkeitsstudie, inwiefern die soziale und ökologische Situation in Modellminen im artisanalen Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo nachhaltig verbessert werden kann. In dem afrikanischen Land sowie in Sambia gibt es die wichtigsten Erzlagerstätten der Welt. Außerdem tritt das Edelmetall in Kanada, Marokko, Kuba, Russland, Australien und den USA auf. Der BDI geht davon aus, dass der globale Rohstoffbedarf an Kobalt durch die steigende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus bis 2030 gegenüber 2006 um das 3,4-Fache steigen könnte. Insofern erscheint es tatsächlich sehr dringlich, die Lieferkette nachhaltiger zu organisieren.
bmwgroup.com

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30.10.2017 15:17