14.04.2018

Hyundai Nexo kommt für 69.000 Euro in den Handel

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Hyundai hat den Preis seines zweiten Brennstoffzellen-Serienmodells bekanntgegeben. Der Hyundai Nexo ist in Deutschland ab 69.000 Euro brutto bestellbar und damit für den Umweltbonus qualifiziert, der den Preis um 4.000 Euro senkt.

Wie beim Vorgänger ix35 Fuel Cell können sowohl Privat- als auch Firmenkunden den neuen Nexo bundesweit bei allen teilnehmenden Hyundai-Vertragshändlern bestellen. Erhältlich sein wird er in Deutschland ab August. In Südkorea kostet der Nexo ohne Subventionen umgerechnet mindestens 52.000 Euro.

Anfang Januar hatte Hyundai das Brennstoffzellen-SUV der zweiten Generation auf der CES vorgestellt. Die Leistung des H2-Autos beträgt 120 kW (163 PS). Hyundai lässt verlauten, dass die Brennstoffzelle bei Temperaturen von minus 30 bis über plus 50 Grad Celsius einwandfrei funktioniere. Die Effizienz beläuft sich auf 60 Prozent. Die Reichweite beziffert Hyundai mit 750 Kilometern.
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9 Kommentare zu “Hyundai Nexo kommt für 69.000 Euro in den Handel

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    geht es Ihnen auch so? Endlich scheint der Durchbruch für die Brennstoffzelle zu beginnen, und das macht mich froh. Etwas unverständlich ist, dass der Preis trotz des geringen Einsatzes von Platin noch recht hoch ist.
    Nun ist es an den Regierenden in unserem Lande, endlich statt der Mogelpackung von Ladesäulen für Elektroautos Tankstellen mit Wasserstoffsäulen auszurüsten. Genauso wichtig ist es jetzt, landesweit Kraftwerke wie auf dem neuen Hauptstadtflughafen zu errichten, damit der aus Windkraft gewonnene Wasserstoff auch zu den Tankstellen kommt.
    Bleiben wir mal optimistisch, meint mit einem freundlichen Gruß aus Görlitz
    Ihr Friedrich Rothe

  2. Wozu? Die Akkutechnik ist da wesentlich effizienter, preiswerter und die Infrastruktur ist auch schon viel weiter. Außerdem wird bei Brennstoffzellen teures Platin verbraucht.

    Der Druck von 700 Bar unter’m Hintern ist mir persönlich auch nicht geheuer. Hinzu kommt noch, dass es durch diese Technik relativ schnell zur Materialversprödung kommt und dementsprechend öfter Teile getauscht werden müssen. Kostet den Kunden wieder mehr Geld.

    • Lieber Mirko,
      haben Sie sich mit der Technik der Brennstoffzelle beschäftigt? Offensichtlich ist Ihnen entgangen, dass Platin inzwischen komplett durch die unvergleichlich günstigeren Elektroden aus Kohlenstoff ersetzt werden. Damit wird das Auto preiswerter. Die Akkutechnik als effizient zu bezeichnen, ist in Anbetracht der Reichweite eigentlich lächerlich. Und von Verbesserung der Umwelt zu sprechen, wie es manche Zeitgenossen tun, ist einfach gelogen. Denn die Schadstoffe, die von den mehrheitlich aktiven Braunkohlekraftwerken ausgestoßen werden, übertreffen bei weitem das, was ein herkömmlicher Auspuff verbreiten kann.
      Trotzdem freundliche Grüße von Friedrich Rothe

      • Lieber Herr Rothe,

        da sind Sie wahrscheinlich falsch informiert. Laut akt. Forschungsstand sind BEV um einiges umweltfreundlicher als Diesel und auch Brennstoffzellenfahrzeuge…

        Auch wenn in FCell Fahrzeugen immer weniger Platin verbaut wird, ist die Energieausbeute enorm schlecht (um die 60%) im Gegensatz zu einem BEV (über 90%). Des weiteren müsste Strom zukünftig immer umweltfreundlicher und günstiger hergestellt werden, sodass auch das Nachladen günstiger werden sollte.
        Bei FCell Fahrzeugen wird der Kunde durch die Mineralölkonzerne weiterhin zur Kasse gebeten.
        Unterm Strich ist somit das BEV sowohl um einiges umweltfreundlicher als auch günstiger als ein FCell Fahrzeug. Und der Vorteil des schnellen Nachtankens eines FCell Fahrzeuges schwindet, da bei zunehmend steigendem Behälterdruck der Ladevorgang immer länger dauert. Durch die schon im Bau befindlichen 350 kW starken und evtl. bald noch schnelleren Ladestationen wird dieser angebliche Vorteil keiner mehr sein.
        In meinen Augen will man nur zwanghaft diese Technik auf den Markt bringen, um die Milliarden Kosten an Entwicklungsgeldern wieder reinzuholen.

    • Hallo Mirko,
      die Daten zum Thema Materialversprödung hätte ich gerne. Toyota hat beispielsweise den Antriebsstrang des Mirais knapp 300.000km im Labor getestet und konnte lediglich einen Leistungsverlust von 2% verbuchen. Weiterhin sind bereits heute diese Fahrzeuge im Flotten-/ Shuttlebetrieb und haben eine herausragende Zuverlässigkeit.
      Unabhängig davon wird man an dem Thema Wasserstoff allein aus dem Grund nicht vorbeikommen, um zukünfig Energie längerfristig zwischenspeichern zu können.

      Und ob die Batterie weiterhin den Kostenvorteil halten kann? Akkus produzieren wir schon seit Jahrzehnten und konnten damit bereits etliche Skaleneffekte realisieren. Bei den Brennstoffzellensystemen beginnt gerade erst die Serienfertigung. Dies im Zusammenhang dem deutlich geringeren Materialbedarf – man vergleiche allein das Gewicht beider Systeme – lässt vermuten, dass die Kosten signifant fallen und deutlich unter denen der Akkus sinken können.
      Zum Thema 700 Bar: Die Tanks müssen mindestens das 2-Fache des Druckes aushalten. Dazu sind sie berstsicher und werden sogar balistischen Tests unterzogen.
      Zu guter letzt sei zu sagen, dass die 750km Reichweite des NEXO noch lange nicht Ende der Fahnenstange sind. Der nächste Mirai soll eine vierstellige Reichweite haben.

  3. „Die Effizienz beläuft sich auf 60 Prozent.“ Im System. Und was ist mit der schlechten Effizienz bei der Herstellung? Hier wird wieder ein ineffizientes System schön gerechnet.

    • Sehr geehrter Herr Paetzold-Sornig,
      an Ihrem Kommentar verwundert mich, dass Sie schreiben, es werde „wieder ein ineffizientes System schön“ gerechnet. Sofern Sie damit das mit Akkumulatoren betriebene Elektroauto meinen, gebe ich Ihnen zu 100 % Recht. Aber bei der Herstellung ist ein PKW mit Wasserstoffbetrieb nicht ineffizienter als ein mit Benzin oder Diesel betriebener. Der Vorteil aber ist, dass beim Betrieb außer Wasser nichts „abfällt“. Im Gegenteil: Wohnhäuser, ja ganze Stadtteile können mit Wasserstoff effizient versorgt werden. Schauen Sie beispielsweise auf Prenzlau. Das nahe gelegene Hybridkraftwerk hat mit dieser Zukunft bereits begonnen. Leider von den Qualitätsmedien kaum beachtet. Wahrscheinlich hat die Erdöllobby etwas dagegen, meint mit einem freundlichen Gruß
      Ihr Friedrich Rothe

      • Hallo Herr Rothe,

        Sie würden sich ein Brennstoffzellenauto wirklich kaufen? Sie denken da sicherlich nicht an einen Kleinwagen, denn da würde diese Technik niemals reinpassen (z.B.: Smart). Fahren sie wirklich täglich so viel, dass ihnen eine Reichweite von 500km nicht ausreicht? Für den Preis von 69000 € gibt es jedenfalls bereits Fahrzeuge, die das bieten. Aber selbst wenn sie mehr als 500km pro tag fahren möchten, empfehle ich doch dringend, sich wenigstens einmal zwischendurch eine ausreichende Pause zu gönnen, in der sie das Auto wieder vollladen. Möchten sie sich wirklich den Wartungsaufwand von einer Brennstoffzelle antun? Auch wenn der gering sein sollte, es ist auf jedenfall ein zusätzlicher Aufwand. Ein Brennstoffzellenfahrzeug ist auch nichts weiter als ein Elektroauto! Nur eben mit einer exorbitanten Zusatztechnik um die „Reichweitenangst“ zu besänftigen. Mit einem PEV haben Sie zumindest die Möglichkeit mit der Strategie „Abends Stecker rein, morgens Stecker raus“ einen Großteil ihres täglichen Fahrbedarfs zu decken. Mit Wasserstoff wird ihnen diese Möglichkeit jedoch definitiv nicht zur Verfügung stehen. Oder plant die Industrie bereits die Wasserstofftanke für den heimischen Keller? Wenn sie jetzt argumentieren, dass man die Batterie des Brennstoffzellenautos auch zusätzlich an der Steckdose laden kann, dann empfehle ich doch eher die Brennstoffzelle wegzulassen und von dem gesparten Geld eine größere Batterie zu nehmen. Ist ihnen denn wohl bei dem Gedanken, dass der Wasserstoff überwiegend aus Erdgas gewonnen wird, was ja alles nur nicht regenerativ ist? Natürlich ist es Unsinn, ein PEV mit Strom aus Braunkohle zu laden. Aber Wenn es schon überschüssigen Strom aus regenerativen Energien geben wird (wann auch immer das geschehen mag) warum sollte es dann nicht sinnvoll sein, damit gleich Batterien zu laden, anstatt erst Wasserstoff herzustellen, in große Tanks zu verfrachten, in LKW umzupumpen, damit dann durch die Lande zu fahren, wieder in einen Tank an der Tanke umzupumpen, um es dann schlußendlich wieder in den Tank ihres Fahrzeugs zu befördern? Bleibt noch das Argument, dass sie zu den sog. „Laternenparkern“ gehören, die niemals ihr E-Auto werden laden können, oder einen Vermieter haben, der ihnen niemals einen Ladeanschluß zur Verfügung stellen wird. Falls dies der Fall sein sollte, empfehle ich dringend, „Wechseln sie den Vermieter und/oder die Laterne“.

        Denken Sie doch mal darüber nach, nichts für Ungut
        viele Grüße
        Ihr Stocki

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2018/04/14/hyundai-nexo-kommt-fuer-69-000-euro-in-den-handel/
14.04.2018 09:10