11.08.2018

DLR & NASA prämieren E-Flugzeug-Entwurf aus München

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Auch 2018 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die nationalen Gewinner seines gemeinsam mit der NASA ausgetragenen Wettbewerbs um die besten Ideen für künftige Luftfahrzeuge ausgezeichnet. Platz eins räumte abermals ein Team der TU München ab.

Das Münchner Team bestehend aus Alexander Frühbeis, Isa Held, Patrick Sieb und Artur Usbek schickte seinen Entwurf namens „The eRay Aircraft Concept“ in den Wettbewerb. Ein Flugzeug mit turboelektrischem Antrieb, der derart auf das Modell verteilt ist, dass eine Vielzahl synergetischer Effekte erzielt werde: „Wir nutzen den sogenannten Boundary Layer Ingestion-Effekt, bei dem die Grenzschicht, die eigentlich den Strömungswiderstand erhöht, Effizienz steigernd von den Triebwerken aufgenommen wird“, so die Erklärung des Quartetts, das darüber hinaus am Gewicht feilte, indem in dem Entwurf ein neuartiges Kabinenkonzept sowie eine aktive Böhenlastreduktion zum Tragen kommt. Insgesamt soll das Konzept einen um 64 Prozent geringeren Energieverbrauch als herkömmliche Flugzeuge aufweisen. „Die Untersuchungen der Studierenden hinsichtlich der technischen und ökonomischen Machbarkeit machen den ‚eRay‘ zu einem ernstzunehmenden Konzept der zukünftigen Luftfahrt“, zollte die Jury Anerkennung.

Den zweiten Platz belegte ein Team der Universität Stuttgart mit dem „Polaris, Future Aircraft Design Concept”, Dritter wurden Teilnehmer der RWTH Aachen mit ihrem Modellentwurf „AirBox One“. Insgesamt hatten 41 Studenten verteilt auf sieben Teams aus sechs deutschen Hochschulen mitgemacht. Neben den drei genannten Teams waren auch Vertreter der TU Berlin, der TU Dresden und der FH Aachen angetreten.

Mit dem Wettbewerb, der in Deutschland und den USA ausgetragen wird, fördern DLR und NASA den grenzüberschreitenden Austausch zu „frischen Ideen zum Fliegen für Morgen“, wie es heißt. Das deutsche Gewinnerteam reist nun im Herbst zur NASA in die USA, wo es seine prämierte Arbeit neben den amerikanischen Siegern in einem Symposium mit international anerkannten Luftfahrtforschern vorstellt.

Bereits im vergangenen Jahr gewann ein Hybridflieger-Entwurf der TU München den Wettbewerb. Mit dem „Urban Liner“ präsentierten die Münchner 2017 ein ungewöhnlich aussehendes Flugzeug mit Hybridantrieb, das den Studenten zufolge mit halbiertem Treibstoffverbrauch und um 80 Prozent reduziertem Stickoxidausstoß aufwartet.
dlr.de

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11.08.2018 13:50