01.09.2018 - 12:07

Sono Motors strebt 260.000 Exemplare des Sion an

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Die Pläne von Sono Motors sind offenbar umfangreicher als bisher angenommen. Insgesamt rund 260.000 Einheiten des Solar-Elektroautos Sion will das Münchner Startup bei einem europäischen Auftragsfertiger produzieren lassen.

Die “Automobilwoche” berichtet mit Verweis auf den neuen Sono-COO Thomas Hausch, dass das Unternehmen mit den Vorbereitungen für die Produktion im Zeitplan sei. Bekanntlich soll der Sion Ende 2019 auf den Markt kommen. Bislang haben nach den Angaben von Hausch 6.933 Kunden einen Sion reserviert und dafür eine Anzahlung von mindestens 500 Euro geleistet

Die Finanzierung sei “auf lange Zeit” gesichert, heißt es in dem Bericht weiter. Dazu tragen u.a. drei Investoren bei, die seit Ende 2017 an Bord sind, darunter die Böllinger Group. Die Ausgabenseite werde durch den Verzicht auf eine eigene Fertigung, den Verkauf per Direktvertrieb und auf das Wesentliche beschränkte Konfigurationsoptionen beim Sion geschont.

Zur Erinnerung: Ende Juli 2017 hatte das Startup den Sion bei einem Release-Event vorgestellt. Das seinerzeit anvisierte Ziel von 5.000 Vorbestellungen ist wie oben erwähnt längst überschritten. Thomas Hausch stieß Anfang Juli zur Geschäftsführung der Münchner. Zusammen mit der ebenfalls neuen Kommunikations-Chefin Isa Krupka steht der Manager, der sich zuvor bei Nissan Center Europe als Verfechter der E-Mobilität hervortat, für die weitere Professionalisierung des Startups.

Mit einer Akquise-Tour nimmt sich Sono Motors derweil nach Deutschland nun den weiter entwickelten eMobility-Markt in den Niederlanden zur Brust. Die Tour führt durch insgesamt 18 Städte in den Niederlanden und Deutschland. Los geht’s heute in Fürth. Alle weiteren Termine gibt es hier.

Anm. d. Red.: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Sono Motors einen Produktionsoutput von rund 200.000 Einheiten anstrebt. Das Unternehmen reagierte mit der Ankündigung: “Wir planen eine Produktion von rund 260.000 Fahrzeugen”. Wir haben den Beitrag daraufhin angepasst.
automobilwoche.de

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22 Kommentare zu “Sono Motors strebt 260.000 Exemplare des Sion an

  1. Sebastian

    Ich war heute in Fürth und bin nun ein Vorbesteller. Weiter so, Sono Motors!

    • Martin

      Herzlichen Glückwunsch!.
      Ich war im Juni in Würzburg und habe ebenfalls reserviert.

  2. Schwarzseher

    die Zeit vergeht…noch kein Serien Sion gebaut keine Crashtests bestanden resp. keine Zulassung und dann noch 2019 liefern wollen. Das passt irgendwie nicht zusammen.

    • Andi

      Ich habe einen schon 2016 vorbestellt, da stand das Design noch in der Planung. Das Konzept finde ich richtig gut und durchdacht. Die Crash-tests werden heute zum großen Teil am PC gemacht (optimiert) und anschließend an einer Anzahl von Fahrzeugen final getestet. Bis heute liegen Sono Motors gut im Zeitrahmen. Machen Sie doch mal eine Probefahrt – kann ich nur empfehlen.

      • Reiner

        @Andi, welches Konzept? Ich sehe nur ein Hutschachtel, wie sie Mercedes ala A-Klasse vor 20 Jahren schon auf den Markt brachte, mit Elektromotor und ein paar Solarzellen. Sonst nicht viel. Die A-Klasse war damals schon eigentlich als E-Auto konzipiert. http://www.umweltbrief.org/neu/html/A-Klasse_electric_zebra.html
        Auch mal bitte Generel Motors EV1 googeln.

    • SLhansi

      So sehe ich es leider auch. Konkrete Fortschritte hört man nicht und die Zeit läuft…..

  3. Stefan

    Wie gut ist denn die Rundumsicht? Auf dem Außenbild wirkt die C-Säule wuchtig und die Fenster der hinteren Seitentüren sind unnötig nach oben verjüngt. Besonders in der Stadt ist doch eine gute Rundumsicht wichtig, auch wenn der SUV-Trend Gegenteiliges suggeriert.

    • Horst Honk

      Rundumsicht ist gut.

  4. gerd

    jetzt noch Aero-felgen und ihr habt alles richtig gemacht.

  5. Reiner

    Ich war Gestern in Fürth und war enttäuscht. Es gab nichts, was mich zu einem Kauf reizen würde. Prototypen mit üblichen Mängeln und schlechter Verarbeitung. Ein E-Auto für 20.000Euro (incl. Batterie). Sicherheit&Crashtests bisher nur per PC simuliert. Der Gag mit den Solarzellen ist nett. Aber nicht kriegsentscheidend. Keine Assistenzsysteme in Aussicht. Autonomes Fahren sowieso nicht. Wird aber in wenigen Jahren notwendig sein. Als einfach ein Auto auf dem Stand von vor 10-15 Jahren, mit Elektromotor und Solarzellen. Für 20.000Euro bekommt man einen gut ausgestatteten und vor allem sichereren Mittelklassewagen, herkömmlicher Bauart. Erst wenn ein gleichwertiges!!! Auto mit Elektromotor günstiger angeboten wird, wird man entsprechend die notwendigen Umsätze generieren können. Wenn Tesla dann noch die Ankündigung, einen Kompaktwagen für umgerechnet 24.000Euro auf den Markt bringt… wer soll dann noch den Sono kaufen wollen? Außer Alternative Öko´s.

    • Horst Honk

      Sehe ich genauso!
      Mein Auto muss auch die Möglichkeit haben autonom fahren zu können. Werde mir deshalb einen Diesel SUV mit 400 PS kaufen.

      • Andi

        Genialer Kommentar Horst Honk! Musste jetzt herzlich lachen. Ich verstehe auch nicht wie erstmal immer alles schlecht geredet wird. Die Entwicklung hin zu den rollenden Plüschburgen mit ihrem abartigen Verbrauch finde ich extrem bedenklich, zumal der Erde die Ölreserven unwiderbringlich zu Ende gehen. Da sollte man schon mal Ideen und Lösungsansätze mit regenerativen Energien wohlwollender gegenüber stehen.

        • Reiner

          @Andi, wir produzieren ca. 9MW pro Jahr auf unserem Dach per PV. Genug, um 30-40.000km mit einem Tesla S pro Jahr zu fahren…nach Abzug des Eigenbedarfs.
          Der Sono ist ein Spielzeug. Mehr nicht. 1 Jahr vor Markteinführung wusste man nicht, wie wird die Innenausstattung, welche sonstige Ausstattung wird er haben…wer eine andere Farbe als schwarz haben möchte, solle ihn halt polieren. Und man redete nur davon, dass man ja “konkurrenzlos” sei. Da musste ich innerlich doch dann etwas lachen.

          • Andi

            @Reiner, klasse dass Sie finanziell so gut aufgestellt sind, sich eine derart große PV-Anlage leisten zu können – und das auch realisiert haben. Ich kann mir keinen Tesla für 70k oder mehr leisten, daher ist für mich das Konzept von Sono Motors (und genau das ist das Konzept) ein bezahlbares E-Auto mit Verzicht auf Schnickschack (ist ja für jeden anders) aber mit wichtigen Dingen wie Klimaanlage auf Wärmepumpenbasis, Infotainmentsystem, voll umklappbare Einzelrücksitze für die Vergrößerung des Kofferaumvolumens von 650 liter auf 1250 liter, bidirektionales Laden und natürlich die Möglichkeit während des Fahrens oder im Stand mit Sonnenenergie zu laden spannend. Das läßt sich nicht mit einer Mercedes A-Klasse (ihr Kommentar unten) vergleichen. Dass die Inneneinrichtung dadurch vielleicht weniger wertig aussieht als im Tesla oder sonstwo, nehme ich gerne in Kauf. Für diese Carry Over Parts sind dafür keine Entwicklungskosten zu leisten, was doch anfangs alles immer sehr teuer macht. Das nenne ich ein Konzept für Leute mit weniger Geld, auch wenn 20.000 EUR incl. Batterie auch noch nicht billig sind. Es gibt aber noch nichts Vergleichbares am Markt. Für Sie ein Spielzeug, für mich endlich mal ein Unternehmen, das anscheinend mehr Leute anspricht, als unsere etablierte Fahrzeugindustrie.

      • Reiner

        Tesla X wäre dann wohl eher das richtige… alles andere ist noch nicht so weit…

  6. Foersom

    Sono, bitte entfernen die PV-Panels an den Seiten des Autos. Sie werden sehr wenig Strom erzeugen und kleinere Reparaturen von Parkunfällen sehr viel teurer machen.

    • josef

      die Sonne steht morgens, abends und im Winter sehr tief. dies wird oft vergessen. auch bei Hausfassaden.

      • Foersom

        @Josef
        Das hilft nicht viel und eine Seite ist immer außerhalb der Sonne. Die Seiten werden auch mit Straßenschmutz besprüht. PV-Panels an den Seiten ist eine schlechte Wahl.

        PV auf dem Dach ist eine gute Idee.

        PV auf der Fronthaube kann ein Problem für den Fußgängeraufprall sein, Euro-NCAP-Rating?

        • schwarzseher

          ich muss Dir zustimmen, noch keine Zulassung,
          kein NCAP Rating und mit Prototypen auf Kundenfang gehen. Die wie in anderen Kommentaren richtig beschrieben mangelhaft verarbeitet sind. Eine Preisliste für Ersatzteile wäre auch mal was…ich habe einen reserviert…und die AGB genau gelesen…

  7. Bono

    Im Newsletter waren es noch 200T Exemplare!

    Aber ich bin begeistert vom Sono und werde ganz sicher Käufer eines der 260.000 (!!!) Sions!

  8. Sonnenwanderer

    unglaublich das sich hier auch so viele destruktive Neidschachteln tummeln.
    es ist doch wunderbar wenn diese ewig Frustrierten den Sion nicht fahren werden.
    Dann kann ich mich ungedrübt auf das Fahren und die Communitiy freuen.

  9. Ronny Kehrer

    Sono Sion ist fahren in seiner ursprünglichen reinen Form. Ein Automobil ohne übertriebenen Firlefanz, aber einem Mindestlevel an Komfort wie Klima, FH, Rückfahrkamera, Integration vom Handy via CarPlay usw. Fahren muss man das Auto schon allein und auf den Vordermann aufpassen auch. Da könnt ihr euch halt nicht zurücklehnen und am Handy daddeln …
    Ja und es hat Solarpanele an der Seite, dem Dach und sogar auf der Motorhaube. Da kann immer was passieren, klar. Die Dinger fahren aber nicht als Autoscooter auf der Kirmes! Mal darüber nachdenken. Jede kWh die so produziert und als Bewegungsenergie genutzt wird spart Ressourcen, ein Teil davon fossiler Art.
    Das Auto wird gut 20-30% weniger als ein Smart ed kosten, aber 3 Plätze mehr haben, wird 30-40% weniger als eine Zoe kosten, bei größerem Kofferraum usw…
    Und mit dem verbauten Lader wird es quasi zum schweizer Taschenmesser. Der Markt ist reif für Sono. Leute- weiter so.

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01.09.2018 12:14