05.12.2018

Nordfriesland: GP Joule startet H2-Projekt namens eFarm

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Unter dem Namen eFarm startet GP Joule in Nordfriesland jetzt den Aufbau und Betrieb eines Wasserstofferzeugungs- und -vertriebsnetzes, das bisher unter dem Projekttitel „Wasserstoff-Mobilitätsprojekt“ firmierte. Dazu hat das Unternehmen nun eigens die eFarming gegründet.

Von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Flottennutzung im Verbund: So stellt sich GP Joule die Dimension der H2-Initiative vor. „Der Name eFarm ist bewusst gewählt: Wir wollen ein gemeinschaftliches, nachhaltiges Wirtschaften mit erneuerbaren Energien in die Gesellschaft bringen“, erläutert GP Joule-Mitgründer und Geschäftsführer Ove Petersen. „Wir werden im Verbund Wasserstoff produzieren, transportieren, verarbeiten und vermarkten, wie in der genossenschaftlichen Milchwirtschaft.“

Bereits 2017 legte das Unternehmen mit einer Machbarkeitsstudie den Grundstein für das Projekt. Ziel sei es, die Versorgung von Wasserstoff-Fahrzeugen für den privaten oder gewerblichen Gebrauch mit regional erzeugtem, 100 Prozent „grünem“ Wasserstoff zu gewährleisten. Konkret plant GP Joule die Errichtung von fünf H2-Produktionsstandorten, zwei H2-Tankstellen in Husum und Niebüll und die Anschaffung von zwei BZ-Bussen und fünf -Pkw. Erstere sollen ab 2020 im Linienverkehr im Kreis Nordfriesland eingesetzt werden.

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Was die Produktion des Wasserstoffs angeht, präzisiert GP Joule, dass diese auf Windkraft basieren wird und dazu im Einzelnen bis Ende 2019 fünf Elektrolyseure mit je 225 kW nahe Windkraftanlagen und Wärmenetzen installiert werden. „Da bei der Produktion von Wasserstoff auch Wärme anfällt, wird diese zur lokalen nachhaltigen Wärmeversorgung beitragen“, heißt es zur Erklärung. Der Wasserstoff werde anschließend in mobile Speicher-Container abgefüllt und per Lkw zu den beiden Wasserstoff-Tankstellen transportiert, wo er nochmals verdichtet wird, ehe er an Busse, Lkw oder Pkw abgegeben wird.

Der Bund sitzt mit einer 8-Mio-Euro-Förderung im Boot. Laut GP Joule haben sich ferner mehr als 60 Privatpersonen und Unternehmer aus der Region via Interessensbekundungen bereiterklärt, nach der erfolgreichen Installation der H2-Infrastruktur Brennstoffzellen-Fahrzeuge anzuschaffen und den Wasserstoff vor Ort zu beziehen. Petersen sieht in dem Vorhaben auch deshalb großes Potenzial, weil es in seinen Augen neue Märkte für die Windenergie erschließt: „Das Projekt zeigt eine Alternative zum umstrittenen Netzausbau auf und macht die starke Windenergie in Schleswig-Holstein lokal nutzbar.“ Die eFarm werde eine direkte Bürgerbeteiligung ermöglichen, viele Akteure einbinden und diese fit für die Teilnahme am Sektorenkopplungsmarkt machen.

GP Joule kommt ursprünglich aus der Welt der Erneuerbaren Energien und projektiert Betriebskonzepte für die Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse und Speichern. Dabei unterhält das Unternehmen mit Hauptsitz im schleswig-holsteinischen Reußenköge inzwischen sechs Standorte in Nord- und Süddeutschland sowie zwei internationale in den USA und Kanada.
gp-joule.de

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05.12.2018 17:30