Aachen will 475 neue Ladesäulen installieren

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Die Stadt Aachen kündigt an, mit Unterstützung aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ des Bundes in den nächsten beiden Jahren – also bis Ende 2020 – rund 475 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufzubauen. 

Die Investition wird in das Projekt „Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung“ (ALigN) eingebettet.  Dabei geht es neben der Errichtung von Ladeinfrastruktur auch um eine optimale Auslastung der Verteilnetze. Die Ladestationen soll nämlich nicht nur im öffentlichen Raum installiert werden, sondern auch in halböffentlichen und privaten Bereichen. So könnten sich auch Unternehmen bei der Stadt Aachen melden, wenn sie ihre Firmenflotten elektrifizieren möchten und Ladeinfrastruktur benötigen.

Vor allem werden dabei Handwerksbetriebe, Taxi-Unternehmen, Pflege- und Paketdienste angesprochen. „Ziel des Projektes ist die Senkung der Stickstoffdioxidbelastung in Aachen“, so der Oberbürgermeister. „Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmen Elektrofahrzeuge zu teilen, denn es ist auch vorgesehen, Maßnahmen zum Flottenmanagement umzusetzen.“

Die RWTH Aachen ist Partner des Projekts, bei dem es neben der Errichtung von Ladeinfrastruktur auch um eine optimale Auslastung der Verteilnetze geht. „Wir demonstrieren, wie sich mit Solid-State-Transformatoren und Batteriespeichern, die verfügbare Ladeleistung an den Ladesäulen über die aktuelle Kapazität des Stromversorgungsnetzes hinaus erhöhen lässt.“, erläuterte Prof. Dr. Rik W. De Doncker vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen. Die STAWAG ist über den Betrieb der Ladeinfrastruktur in das Forschungsprojekt eingebunden. Der Energieversorger hat bereits 90 Ladepunkte in Aachen aufgebaut.

Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende September 2020. Das Volumen beträgt insgesamt 6,8 Millionen Euro, die Förderquote beträgt 100 Prozent. Weitere fünf Partner sind Teil des Projektes. Die Fördermittel stammen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Bei der Antragstellung wurden die ALigN-Projektpartner unterstützt durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. „Wir fördern deutschlandweit insgesamt 15 Projekte. Dabei wurden solche Kommunen ausgewählt, deren Projekte die größte Aussicht auf ein verwertbares Ergebnis haben. Aachen hat gute Voraussetzungen, weil es schon sehr viel im Bereich der Elektromobilität gearbeitet hat“, erläuterte Dr. Bernd Bauche, Gruppenleiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
aachen.de

1 Kommentar

zu „Aachen will 475 neue Ladesäulen installieren“
Martin Haak
06.01.2019 um 13:51
Das nenne ich mal zukunftorientiertes Handeln. Ich wünschte in meiner Heimatstadt Lünen im östlichen Ruhrgebiet sähe man das genauso. Bei 87.000 Einwohnern gibt es bei uns EINE Ladesäule in der City und drei oder vier weitere halböffentliche im Stadtgebiet. Für die nächsten ein bis zwei Jahre sind 4 weitere öffentliche Säulen in Planung. Großes Kino.

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