05.06.2019 - 16:54

Jean-Christoph Heyne von Siemens über Sektorkopplung

Interview mit dem Global Head of Future Grid von Siemens Smart Infrastructure auf der Power2Drive

Als Global Head of Future Grid kümmert sich Jean-Christoph Heyne bei Siemens Smart Infrastructure um Photovoltaik, Batteriespeicher und Elektromobilität – sozusagen als Sektorkoppler im Konzern. „Integriertes Energiemanagement wird existentiell wichtig“, sagt Heyne bei uns im Video-Interview.

Ob ein Parkplatz künftig 20 oder 200 Ladepunkte für Elektroautos vorhält, sei eigentlich unerheblich, so Heyne. Gesteuert werden müssen die Anschlüsse so oder so. Elektrifizierte Parkhäuser wie in Oslo sind „nur eine Frage des Wollens“, findet Heyne, der mit Siemens vor allem das Energiemanagement an der Schnittstelle zwischen Energiewelt und Mobilität besetzen will. Im Gespräch mit electrive.net-Chefredakteur Peter Schwierz auf der Fachmesse Power2Drive in München schlug Heyne etwa zentrales AC-Laden als Lösung vor: Über einen Automatisierungsschrank könne dabei jeder Ladepunkt bedarfsgerecht gesteuert werden. Ähnliche Technik halte beim Heimanwender im Hinblick auf erhöhte PV-Eigenstromnutzung Einzug.

„Elektromobilität ist der große Trend und das Schöne ist, dass wir das verzahnen können“, sagte Jean-Christoph Heyne. Doch nicht nur mit dem Energiemanagement will er punkten: So bietet Siemens sowohl AC-Ladestationen als auch High Power Charger an. Werden wir also bald Hochleistungsladestationen von Siemens an Autobahnen sehen? „Gehen Sie mal davon aus“, kündigte Heyne im Interview an. Welches Potenzial der Sektorkoppler der Elektromobilität in den verschiedenen Bereichen zuspricht, sehen Sie im Video, das wir mit freundlicher Unterstützung von P3 auf der Power2Drive aufgezeichnet haben.

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4 Kommentare zu “Jean-Christoph Heyne von Siemens über Sektorkopplung

  1. StromSchleuder

    Mein Reden seit Jahren. Rüstet die Parkhäuser und Firmenparkplätze mit Lademöglichkeiten aus und wir sind schon wesentlich weiter. Die benötigte Leistung intelligent managen und schon klappt das mit der Elektromobilität und der Energiewende.

    • mike

      Bahnparkplatz nicht vergessen!
      eh vom Staat subventioniert. Da reicht SchuKo gesteuertes Laden je nach Stromangebot.

  2. egghat

    Gab doch vor kurzem eine Umfrage dazu. Wie wollen sie laden? Die beste Antwort war: Gebt mir lieber 20 lahme Ladestellen statt einer schnellen. Ich glaube, hier denken viele Politiker und Verantwortliche noch falsch. Ich war auch sehr skeptisch, als die Telekom angekündigt hat, jeden VDSL-Schaltkasten mit Lademöglichkeit auszustatten (Boah, ist das lahm), aber am Ende ist das genau das, was den Laternenparkern fehlt: Alle 250 Meter eine Ladestation.

  3. Michael

    Auch hier fehlt die politische Unterstützung. Die Grünen haben damals mit dem EEG die Photovoltaik für die breite Masse erst zugänglich gemacht. Heute fehlen die Abrechungsmöglichkeiten für Stromspeicherlösungen. Wenn der Strompreis bedarfsabhängig bezahlt würde, dann wären E-Autos Goldgruben wenn sie am Netz hängen und Ladestationen würden sich von selbst amortisieren.

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05.06.2019 16:54