03.07.2019 - 10:34

Porsche schickt den Taycan auf die letzten Testfahrten

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Im September wird Porsche den Taycan auf der IAA in Frankfurt offiziell vorstellen. Derzeit sind noch viele seriennahe Prototypen auf den Straßen unterwegs – offenbar, um das Ladeverhalten des Elektro-Porsche zu erproben.

Gleich sechs schwarze Taycan mit leichter Tarn-Beklebung hat die Elektroauto-Vermietung Nextmove am EnBW-Schnellladepark am Rasthof Seligweiler an der A8 nördlich von Ulm fotografiert. Die schwarzen Elektro-Limousinen hängen an den dortigen Ladesäulen, die bis zu 300 kW Ladeleistung bieten. Ob die Porsche-Ingenieure das Ladeverhalten der offensichtlich seriennahen Fahrzeuge bei derart hohen Ladeleistungen testen oder Verbindungsprobleme wie beim Audi e-tron vermeiden wollen, ist nicht kommuniziert worden.

Klar ist aber inzwischen, dass die ersten ausgelieferten Fahrzeuge an den EnBW-Ladern in Seligweiler nicht die vollen 300 kW ziehen können. Wie der Kollege Georg Kacher nach einer Mitfahrt in einem Taycan-Prototypen schreibt, wird die Ladeleistung zunächst „nur“ bei 250 kW liegen. Das bestätigt frühere Informationen von electrive.net. Die früher mal angekündigte Höchstleistung von 350 kW sollen dann ab 2021 möglich sein. Offenbar will Porsche zum Marktstart auf Nummer sicher gehen.

Dass es verschiedene Varianten des Taycan geben wird, hatte sich bereits abgezeichnet. Nun gibt es weitere Details: Die günstigste der vier angedachten Varianten soll ungefähr 90.000 Euro kosten. Dafür gibt es einen Akku mit 80 kWh Kapazität und einen Elektromotor an der Hinterachse, der zwischen 240 und 280 kW leisten soll. Mögliche Bezeichnung: Taycan S.

Darüber rangiert – in Anlehnung an die übliche Modellbezeichnung bei Porsche – der Taycan 4S: Ebenfalls mit der 80-kWh-Batterie, dafür aber mit je einem E-Motor an der Vorder- und Hinterachse. Die Systemleistung zoll zwischen 320 und 360 kW liegen.

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Hinzu kommen noch der Taycan Turbo und Taycan Turbo S. Beide verfügen über eine Batterie mit 96 kWh Kapazität – sie besteht aus 34 Modulen, die jeweils aus 408 Zellen von LG Chem bestehen. Das Topmodell wird von zwei Motoren mit 160 kW an der Vorderachse und 300 kW an der Hinterachse angetrieben. Die Rekuperationsleistung soll bei 250 kW liegen – und damit so hoch wie die anfängliche Ladeleistung an einer HPC-Säule.

Die Höchstgeschwindigkeit des Taycan liegt laut Porsche bei über 250 km/h. Von null auf 100 km/h beschleunigt er in deutlich weniger als 3,5 Sekunden, die 200-km/h-Marke ist in weniger als zwölf Sekunden erreicht. Diese Daten gab der Autobauer anlässlich eines Demo-Runs in Shanghai bekannt – aber nicht, um welche Variante es sich handelt. Wir vermuten mal um den Taycan Turbo S.

In einem Punkt wird sich der Taycan jedoch von anderen Elektroautos unterscheiden: Porsche hat keinen großen Wert auf das One-Pedal-Driving gelegt – es wird kaum automatisch rekuperiert, sondern vor allem beim Tritt auf die Fußbremse. „Ein Sportwagen sollte beim Gas wegnehmen nicht nachdrücklich verzögern, sondern mit möglichst viel Schwung ausrollen“, soll Taycan-Projektleiter Stefan Weckbach gegenüber Kacher gesagt haben.

Der Bericht enthält noch eine interessante Information: Porsche hat offenbar die Produktionskapazität nochmals angehoben. Die neuen Produktionsanlagen im Stammwerk Zuffenhausen sind zunächst für 60.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt – bisher war davon die Rede, dass die Jahresproduktion von den zunächst geplanten 20.000 geplanten Einheiten auf 40.000 verdoppelt werden könnte.
sueddeutsche.de, porsche-newsroom.de

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