09.08.2019 - 09:22

Plug-in-Hybrid BMW 225xe erhält neue Batterie

Nach dem BMW 530e ist nun auch der BMW 225xe Active Tourer mit aktuellster Batteriezellen-Technologie erhältlich. Mit der neuen Batteriegeneration steigt die elektrische Reichweite des BMW 225xe Active Tourer um mehr als 25 Prozent auf bis zu 53 Kilometer.

Den kombinierten Verbrauch gibt BMW jetzt mit 1,7 bis 1,9 Liter auf 100 Kilometer an, beziehungsweise 18,5 bis 20,1 kWh im Elektro-Modus. Die elektrische Reichweite liegt je nach Ausstattung zwischen 50 und 53 Kilometern. Das sind alles WLTP-Werte. BMW gibt in der Mitteilung auch auf den NEFZ zurückgerechnete Reichweiten und Verbräuche an, deshalb ist teilweise auch von bis zu 57 Kilometern Reichweite die Rede.

Kern des modifizierten Antriebs ist die Batterie, in der Zellen „der jüngsten Generation“ verbaut werden – vermutlich dieselben Zellen wie im BMW 530e, der kürzlich ebenfalls ein Batterie-Update erhalten hat. Damit steigt bei gleichen Abmessungen die Brutto-Kapazität des Hochvoltspeichers von 7,7 auf 10,0 kWh, die nutzbare Netto-Kapazität gibt BMW mit 8,8 kWh an. Die Ladedauer mit dem serienmäßigen Schuko-Kabel liegt bei fünf Stunden, an einer Wallbox oder AC-Ladesäule (und dem nicht inkludierten Typ-2-Ladekabel) ist der Akku nach 3:15 Stunden voll.

Nichts geändert hat sich an der Anordnung der Hybrid-Komponenten: Der Akku ist weiterhin unter der Rücksitzbank verbaut und beeinflusst so das Kofferraumvolumen (400 bis 1.350 Liter) nicht, der Ladeanschluss ist immer noch hinter dem Vorderrad auf der Fahrerseite.

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Als eines der wenigen PHEV verfügt der BMW 225xe Active Tourer (wie das Schwestermodell Mini Countryman Cooper S E) über einen Transaxle-Hybrid: Der 1,5 Liter große Dreizylinder-Benziner mit 100 kW treibt ausschließlich die Vorderräder an, der im Heck des Fahrzeugs verbaute Elektroantrieb (65 kW) nur die Hinterräder. So entsteht ein „hybrid-spezifischer Allradantrieb“ – mal wird nur die Vorderachse, mal nur die Hinterachse angetrieben. Werden beide Achsen gleichzeitig mit Leistung versorgt, kann laut BMW die Leistung für die optimale Traktion (vor allem bei schlechten Witterungs- oder Fahrbahnverhältnissen) zwischen den Achsen verteilt werden. Vor allem, weil der Elektromotor deutlich schneller reagiert als der Verbrenner.

Ruft der Fahrer die Systemleistung von 165 kW ab, kann er in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h oder weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h beschleunigen. Im Elektro-Modus wird der 225xe bis zu 130 km/h schnell. Während VW etwa beim Facelift des Passat GTE dem Antriebsmodus zum Halten des Batterieladestands gestrichen hat, bietet BMW weiterhin den Modus „Save Battery“ an. Das ist auch besser so, denn bei BMW gehören ab 2020 bei den Plug-in-Hybriden die sogenannten „eDrive Zones“ zum Serienumfang.

Serienmäßig an Bord ist ein AVAS, das beim elektrischen Fahren mit Geschwindigkeiten von unter 30 km/h mit einem speziellen Sound andere Verkehrsteilnehmer auf das Auto aufmerksam machen soll. Eine Standklimatisierung, die auch eine Vorkonditionierung des Innenraums via App ermöglicht, gehört ebenfalls zum Serienumfang.

Da immer wieder öffentlich (zuletzt von Grünen-Verkehrspolitiker Stephan Kühn) der Umweltnutzen von PHEV infrage gestellt wurde, hat BMW für die Hybrid-Variante des 2er einen zertifizierten CO2-Nachweis für den gesamten Zyklus aus Rohstoffbeschaffung, Lieferkette, Produktion und Nutzungsphase bis zum Recycling erstellen lassen. Das Ergebnis: Beim Laden mit europäischem „Durchschnittsstrom“ kommt der 2er PHEV während der Nutzungsphase auf 33 Prozent weniger CO2-Ausstoß als der 225xi mit Benziner und 24 Prozent weniger als der Diesel 220xd – bei Grünstrom steigt die Ersparnis auf 56 bzw. 50 Prozent. Bleibt nur eines: Den PHEV auf wirklich so oft wie möglich laden.

Der Basispreis für den 225xe Active Tourer gibt BMW mit 39.650 Euro an.
bmwgroup.com

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2 Kommentare zu “Plug-in-Hybrid BMW 225xe erhält neue Batterie

  1. Horst E.

    Leider wird gerade im Business-Umfeld die Realität so aussehen, dass der Akku die meiste Zeit leer ist. Ganz ehrlich… man kann es ja niemand verdenken. Bietet das PHEV maximale Sparmöglichkeiten, zumindest im Geldbeutel, als da wären
    – Geldwerter Vorteil 0,5% vom Neuwagenpreis gegenüber 1% bei Benzin/Diesel
    – 4000,- EUR Zuschuss, macht sich auch im Leasing bemerkbar
    – höherer Wiederverkaufswert, macht sich auch im Leasing positiv bemerkbar
    – oftmals kostenloses Parken, z.B. Stuttgarter Innenstadt an den Parkplätzen mit Anwohnerparken und Straßenparkplätzen
    – vom Fahrverbot außen vor, auch zukünftigen Planungen für Maut in Innenstädten
    Da ich selbst geschäftlich Langstrecke fahre, wären meine Ruhezeiten nicht in Einklang zu bringen mit den Ladezeiten an einer Ladesäule.
    Weiterhin würden auf Langstrecke die E-Anteile nicht mehr positiv bemerkbar sein.
    Ich würde mir wünschen, dass die großen AUtobauer sich mehr um neue Batterietechnologien investieren und dann auf vollelektrisch schwenken- vor allem mit Sitz in Europa und Europa somit industriell voranbringen, gerade, wo uns die USA außen vor lässt, China die Herrschaft in Elektro übernimmt. Wir müssen uns besinnen! Wir sind nicht Deutschland, wir sind Europa. Gerade Deutschland schwächelt gerade massiv bei den Entscheidungen zu erneuerbaren Energien…
    … sorry, bin etwas vom Thema abgewichen… Viele Grüße

    • SHausSTA

      Hallo Horst,
      das, was Sie schildern, zeigt das ganze Dilemma, in das wir uns hineinmanövriert haben. Die hysterische Verteufelung des Diesels und die rigiden CO2-Grenzwerte der EU haben dazu geführt, dass technisch aufwendige und doch unbefriedigende Lösungen wie Hybrid-Fahrzeuge für die Autohersteller unverzichtbar geworden sind, um ihre Flottenverbräuche kleinzurechnen. Dabei wäre ein moderner, sparsamer Diesel eigentlich genau das Richtige für Vielfahrer. Aber selbst deren Verbräuche liegen oberhalb des CO2-Diktats. Der gehypte Tesla ist m.E. keine wirkliche Alternative, wenn man zügig und kostengünstig über längere Strecken (> 400 km) unterwegs sein will. Ob Lithium-Speicher dabei tatsächlich die umweltfreundlichere Technologie sind, ist aus meiner Sicht nicht eindeutig bewiesen.
      Was also tun? Aus meiner Sicht wäre die Bahn kombiniert mit am Zielort verfügbaren E-Leihfahrzeugen eine umweltfreundliche, schnelle und bequeme Lösung. Leider hat man die DB über Jahre kaputtgespart, technische Probleme, Verspätungen und Personalmangel sind an der Tagesordnung. Auf der anderen Seite ist Fliegen oft unverhältnismäßig billig. Hier müsste man konsequent gegensteuern und nicht zielführende steuerliche oder regulative Anreize abschaffen.

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09.08.2019 09:22