23.08.2019 - 13:55

VW prüft offenbar Beteiligung an chinesischen Zulieferern

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Um sich Zugriff auf wichtige Zukunftstechnologien zu sichern, prüft der Volkswagen-Konzern laut einem Bericht Beteiligungen an chinesischen Zulieferern. Konkret wird bereits ein Batteriehersteller genannt.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass der Autobauer mögliche Investitionen in China prüfe, um sich den Zugang zu Schlüsseltechnologien im Bereich der Elektromobilität zu sichern. Demnach seien sowohl neue Joint Ventures als auch direkte Beteiligungen an den Unternehmen denkbar.

Der Konzern erklärte als Reaktion auf den Bericht, man sei mit mehreren lokalen Zulieferern für eine mögliche Kooperation im Gespräch. Die Weiterentwicklung der Batteriekapazitäten in China sei wichtig für höhere Volumen in der Elektroauto-Produktion.

Konkret wird es offenbar schon bei dem Batterienbauer Guoxuan High-Tech. Das 1998 in der Region Hefei gegründete Unternehmen gehört zu den drei größten Batterieherstellern Chinas. Guoxuan baut nicht nur Lithium-Ionen-Batterien, sondern betreibt auch eine eigene Entwicklung und stellt neben den wichtigen Zellen auch Kathodenmaterialien selbst her. Das Unternehmen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Mit welchen Anbietern Volkswagen außerdem im Gespräch ist, ist nicht bekannt. Da es sich aber vornehmlich um Elektroauto-Technologien gehen soll, sind andere Batteriezellen-Hersteller sowie Unternehmen aus den Bereichen E-Antriebe, Leistungselektronik und Lade-Technologien wahrscheinlich.
automobilwoche.de, bloomberg.com (Paywall), handelsblatt.com

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3 Kommentare zu “VW prüft offenbar Beteiligung an chinesischen Zulieferern

  1. hawe58

    Immer alles was der VW nicht kann kauft er sich zu und will bestimmen. Die Firmaist nicht erst seit dem Suzuki Ekat äußerst unsympatisch.

    • Fenix2k

      Wieso hat China technologisch in wenigen Jahrzehnten zu den westlichen Industrieländern aufgeschlossen?
      Jedenfalls nicht, indem sie das Rad neu erfunden haben. Sondern durch den Kauf (oder alternativer Beschaffungswege) westlichen Know-Hows, Firmen und Ingenieure.
      Da ist es doch völlig legitim, wenn es auch in die andere Richtung läuft.

  2. hawe58

    Doch, China hat das EV-Rad quasi neu erfunden (könnte man so formulieren), neben wenigen anderen Anbietern weltweit auch. Aber sie forschen auch gewaltig und sie wagen auch viel, sogar im fernen und fremden Deutschland. Letztes Jahr haben alle großen dt. OEMs incl. Bosch der Batteriezellenforschung und -fertigung hierzulande eine Absage erteilt und wenige Tage später kommt CATL um die Ecke und erklärt, dass er natürlich hier eine Batteriefabrik in Erfurt baut und sogar noch größer als ursprünglich geplant. Nur durch ihr Klotzen statt Jammern haben die ihre Elektrifizierung um ein 100-faches weiter getrieben als alle anderen. Man denke nur an die allein in Shanghai vorhandenen 16.000 E-Busse (bis April 2018) und die landesweite Substitution aller Knatter-Mopeds denkt. Alles schön leise. Das würde ich mir endlich hier in unseren dt. Wohngebieten auch wünschen. Das nervt nämlich gewaltig. Ein Land, dass es schafft in der Zeit seit Spatenstich des BER bis 2018 sage und schreibe 59 (!) Flughäfen zu bauen und auch in Betrieb zu nehmen verdient mein Respekt, ohne wieder das typische deutsche „Ja, aber!“. Man kann es nämlich nicht mehr hören.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/08/23/vw-prueft-offenbar-beteiligung-an-chinesischen-zulieferern/
23.08.2019 13:04