02.09.2019 - 14:26

VW Group Components baut Oldtimer auf E-Antriebe um

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Der VW-Konzern entwickelt laut einem Medienbericht mit seiner Volkswagen Group Components (VWGC) die nachträgliche Elektrifizierung von Oldtimern zu einem neuen Geschäftsmodell und wird auf der IAA einen Käfer mit Stromantrieb präsentieren.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Wie die Automobilwoche berichtet, ist die Partnerfirma eClassics aus Renningen bei Stuttgart. „Gemeinsam arbeiten wir bereits daran, die Plattform für den Bulli vorzubereiten. Auch der 356er-Porsche ist als E-Version denkbar“, wird VWGC-Chef Thomas Schmall zitiert.

Die Grundlage des Käfer-Umbaus ist die Technik des VW e-Up. Der in Kassel montierte Elektromotor leistet 60 kW, die im VW-Werk Braunschweig zusammengebaute Lithium-Ionen-Batterie kommt auf eine Kapazität von 36,8 kWh. Mit einer in dem Bericht genannten Reichweite von „mehr als 200 Kilometern“ und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 150 km/h würde der eKäfer sogar seinen Technikspender übertreffen (190 Kilometer bzw. 130 km/h) – allerdings wird auf der IAA auch die Neuauflage des e-Up mit mehr als 250 Kilometern Reichweite erwartet.

Für einen Käfer oder Porsche 356 reichen die Leistungsdaten des e-Up-Antriebs mehr als aus – größere und schwerere Modelle wären damit aber untermotorisiert. Deshalb denkt Schmall offenbar darüber nach, bei solchen E-Umbauten auf den Modularen E-Antriebs-Baukasten MEB zurückzugreifen. Dieser würde nicht nur deutlich größere Batterien (bis zu 77 kWh), sondern auch stärkere E-Motoren ermöglichen. Ob der von Schmall angekündigte Bulli auf der MEB- oder e-Up-Technik aufbauen wird, ist nicht bekannt.

Preise für einen eKäfer-Umbau oder die anderen genannten Modelle gehen aus dem Bericht nicht hervor.

Update 05.09.2019: VW hat nun eine offizielle Presseinfo zur nachträglichen Elektrifizierung von Oldtimer in Kooperation mit dem Spezialisten eClassics herausgegeben, die ein paar nähere Details beinhaltet. Der eKäfer soll demnach 1.280 Kilogramm wiegen. Zudem bedingen die höhere Leistung und das durch die Elektrifizierungsumfänge erhöhte Gewicht eine Anpassung und Verstärkung von Fahrwerk und Bremsen. Da der eKäfer viele Komponenten aus der Großserie übernimmt, erhält er auch einen CCS-Lader, mit dem in rund einer Stunde Energie für mehr als 150 weitere Kilometer geladen werden kann. Das soll laut VW für einen entspannten Ausflug mit dem elektrifizierten Oldtimer reichen.

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Während die Volkswagen Group Components die Serienteile des E-Antriebs und das Batteriesystem liefert, erfolgt die eigentliche Umrüstung des Käfers bei der Partnerfirma eClassics aus Renningen bei Stuttgart.
automobilwoche.de (Paywall), volkswagen-newsroom.de (Update)

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12 Kommentare zu “VW Group Components baut Oldtimer auf E-Antriebe um

  1. Thomas Wagner

    VW hat’s inzwischen raus, mit pfiffigen Elektroangeboten zu demonstrieren, wieviel Spaß der Elektroantrieb in allen Segmenten macht 🙂
    Ich habe noch einen Citroen Ami 6 von 1964 in der Garage,
    den würde ich auch gerne umrüsten lassen !
    Citroen hat jedoch in diesem Bereich rein gar nichts anzubieten 🙁

    • Ingo Stephan

      Es gibt aber Firmen die hier Lösungen anbieten.
      Firma Fleck aus Pfarrkirchen, und Firma Lorey aus Offenbach.
      Werden unseren T1 auch umrüsten. 🙂

      • Alexander Schwan

        Fleck wird eine 96V Technik nehmen mit Schwarz-Motoren..
        Das hier ist Hochvolttechnik mit Schnellladevorrichtung und modernsten VW Komponenten .. anderen Achsen und und und

      • Ulrich

        Was wird so ein Umbau an einem t1 kosten ?

  2. gerd

    Dann kommt der Audi A 2 elektro? Mit 20 Jahren Verspätung, aber immerhin.

    • Martin Acevedo

      Wahrscheinlich der Schritt ist näher gekommen.

  3. Peter

    Das Foto zeigt keinen eKäfer, erkennbar z.B. am beim eKäfer etwas breiteren Schweller, der die Batterie mit erstaunlich großer Kapazität versteckt. Nehmt doch das von VW bereit gestellte Bild.

    • Daniel Bönnighausen

      Bild haben wir ausgetauscht. Wir mussten gestern ein Symbolbild nehmen, da noch kein Bild vom eKäfer von VW bereitgestellt wurde.

  4. Sven

    Schön, wenn es den Käfer gibt dann kommt hoffentlich auch der Karmann Ghia!

  5. micc

    Das ist bei bezahlbaren Preisen ein gutes Geschäftsmodell, auch für Youngtimer, die so steigende Steuern und Fahrverbote in Innenstädten vermeiden können. Viele 5-15 Jahre PKW sind noch gut in Schuss und könnten so zukunftsfähig gemacht werden.

  6. Martin Acevedo

    Genau mit den gleichen Umrüstung-Kit kann man den Karmann genauso als Elektro-Flitzer umbauen.

  7. Strauss

    Tja, das sind Oldtimer Wünsche. Bin auch Kommentator als Hobby bei den alten Landmaschinen und Traktoren. Bekanntlich gibt es für solche Atktivitäten keine Beihilfe von Firmen die früher ganz vorne waren und es auch heute noch sind . Das Gleiche bei den Autos. Die heutigen Verkaufsleute wollen die kauffreudigen Kunden dort haben und nicht die “Alten“. Somit kann mit solchen Umbauten keine Energiewende eingeleitet werden.

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