Metropolregion Nantes integriert 22 E-Gelenkbusse

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Der Gemeindeverband Nantes Métropole startet mit der Integration von Elektrobussen in ihr Liniennetz namens TAN. Bis November sollen alle 22 E-Busse auf der Linie 4 in Betrieb gehen. Die 24 Meter langen Gelenkbusse im Tram-Design kommen vom Schweizer Hersteller Hess.

Nantes Métropole ist ein französischer Verband, der 24 Gemeinden umfasst – mit der 300.000-Einwohner-Stadt Nantes als Zentrum und Verwaltungssitz. 2016 schrieb die Städteagglomeration die E-Busse aus und erteilte den Zuschlag anschließend an Hess, wobei ABB für die schnellen Zwischenladungen seine Flash-Ladetechnologie beisteuern wird.

Inzwischen hat Nantes Métropole ein Budget von 54,5 Millionen Euro für den Erwerb der 22 E-Doppelgelenkbusse freigegeben. Die Flotte soll schrittweise auf der Linie 4 eingesetzt werden, die auf einer Länge von sieben Kilometern das Stadtzentrum von Nantes mit Vororten südlich der Loire verbindet und die 2018 von fast 10 Millionen Passagieren genutzt wurde. Betreiber des Liniennetzes in und um Nantes ist die Société d’Economie Mixte des Transports de l’Agglomération Nantaise, kurz: Semitan.

Jeder der neuen E-Busse kann 150 Fahrgäste befördern und somit 40 mehr als die zuvor eingesetzten 18 Meter langen Busse. Als Hingucker wird das Exterieur der neuen Exemplare von Künstlern aus Nantes sowie aus dem In- und Ausland gestaltet. Interessant ist darüber hinaus die Ladetechnologie, auf die der Gemeindeverband setzt: So sollen die Busse während des Betriebs immer wieder über sogenannte Opportunity-Lader zwischengeladen werden. So könne das Gewicht und die Größe der Energiespeicher in den Bussen minimiert werden, heißt es.

Zum Einsatz kommt dabei ein Flash-Ladesystem, das Teil einer gemeinsam von ABB und Hess kreierten Lösung namens TOSA (Trolleybus Optimisation Système Alimentation) ist. Diese wurde bereits vor einigen Jahren in Genf getestet. Über einen Teleskoparm verbindet sich dabei das Ladesystem automatisch mit den auf den Dächern montierten Batterien der E-Busse. Neben den beiden Endhaltestellen werden auch zwei Zwischenstationen mit dem Ladesystem ausgestattet. Während die Fahrgäste ein- und aussteigen, können die Busse mit 600 kW binnen 20 Sekunden zwischenladen. An den Endstationen ist eine Ladezeit von maximal fünf Minuten vorgesehen.
urban-transport-magazine.com, avere-france.org (auf Französisch)

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