17.01.2020 - 13:00

VW wohl kurz vor Beteiligung an chinesischem Batteriehersteller

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Volkswagen will sich laut einem Medienbericht mit 20 Prozent beim chinesischen Elektroauto-Batteriehersteller Guoxuan High-Tech einkaufen. Dafür müsste VW wohl mehr als eine halbe Milliarde Dollar zahlen.

Die Details des Deals sollen bereits größtenteils feststehen, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Quellen. Basierend auf der Marktkapitalisierung von Guoxuan (rund 2,8 Milliarden Dollar) wäre die 20-prozentige Beteiligung von VW derzeit rund 560 Millionen Dollar wert. Guoxuan ist an der Börse in Shenzhen gelistet.

Laut Reuters will VW „in den kommenden Wochen“ über ermäßigte Privataktienplatzierungen entsprechende Anteile erwerben. Beide Unternehmen warten demnach „auf neue chinesische Vorschriften für die Platzierung privater Aktien, die einen flexibleren Preismechanismus und kürzere Sperrfristen für Mehrheitsaktionäre bieten werden“.

Gegenüber Reuters lehnte Volkswagen eine Stellungnahme ab, Guoxuan hat auf einer Anfrage der Nachrichtenagentur nicht reagiert. Gegenüber der von der Regierung unterstützten Zeitung „Securities Times“ gab aber offenbar ein „leitender Angestellter“ von Guoxuan an, er haben noch keine Information über die Übernahme von Unternehmensanteilen erhalten.

Entsprechende Gerüchte, wonach VW Beteiligungen an chinesischen Zulieferern prüfe, gab es bereits im August. Schon damals wurde speziell Guoxuan High-Tech genannt. Das 1998 in der Region Hefei gegründete Unternehmen gehört nach CATL und BYD zu den drei größten Batterieherstellern Chinas. Guoxuan baut nicht nur Lithium-Ionen-Batterien, sondern betreibt auch eine eigene Entwicklung und stellt neben den wichtigen Zellen auch Kathodenmaterialien selbst her.

In der Region Hefei betreibt VW ein gemeinsames Werk mit JAC Motor, dort werden auch New Energy Vehicles gebaut. Gemeinsam mit SAIC hat VW zudem ein reines E-Werk gebaut, in dem künftig 300.000 Autos pro Jahr gefertigt werden sollen. Zudem werden die Werke des Joint Ventures mit FAW für die Produktion von NEV vorbereitet. Um die NEV-Ziele zu erreichen, benötigt Volkswagen nicht nur die eigenen Produktionskapazitäten, sondern auch einen zuverlässigen Zugriff auf wichtige Zuliefererteile wie Batterien.
reuters.com

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